Aktuell
Home | Lokales | Bardowick | Endspurt auf dem Weg zum schnellen Internet
Bevor die Glasfaserleitungen in den Samtgemeinden Bardowick und Gellersen verlegt werden können, müssen sich genug Haushalte per Vorvertrag für das Projekt aussprechen. (Foto: nh)

Endspurt auf dem Weg zum schnellen Internet

Bardowick/Reppenstedt. In zehn Tagen fällt der Hammer: Dann entscheidet sich, ob in den teilnehmenden Orten der Samtgemeinden Bardowick und Ge llersen kostenfreie Glasfaseranschlüsse bis in die Häuser verlegt werden. Am 20. Oktober endet die offizielle Vorvermarktung der Breitbandanschlüsse durch die kommunale „ElbKom. „Nur wenn im gesamten Ausbaugebiet mindestens 60 Prozent mitmachen, wird auch gebaut“, teilt der desig­nierte Netzbetreiber NGN Telecom GmbH mit. Derzeit sei eine durchschnittliche Beteiligungsquote von 50 Prozent erreicht. In absoluten Zahlen haben somit rund 2200 Haushalte einen Vorvertrag abgeschlossen, 2600 sind aber notwendig. Bisheriger Spitzenreiter ist das kleine Mechtersen.

„Mit den Aufträgen vom Wochenende hat Mechtersen die 60 Prozent geknackt!“, freut sich Uwe Luhmann, ehrenamtlicher Bürgermeister von Mechtersen und zugleich Vorstand der ElbKom AöR (Anstalt öffentlichen Rechts), die das Netz für schnelle Internetzugänge ausbauen soll. „Ich danke allen, die bereits dabei sind und bin sicher, dass weitere Verträge hinzukommen – wir peilen jetzt für Mechtersen die 70-Prozent-Marke an!“

Schlusslichter bei der Vorvermarktung

Doch trotz des Erfolgs kann das kleine Mechtersen mit derzeit rund 150 Verträgen den wichtigen Gesamtdurchschnitt nicht maßgeblich nach oben ziehen und ist somit auch auf die Ergebnisse in den anderen Kommunen angewiesen. „Wenn die Gesamtquote nicht erfüllt würde, müsste auch Mechtersen in die Röhre gucken“, sagt Uwe Luhmann auf LZ-Nachfrage. Und weiter: „Es würde keinen Sinn machen, einzelne Orte herauszupicken und nur dort den Ausbau zu machen.“ So seien vor allem Radbruch, Wittorf und Kirchgellersen zentrale Technik-Standorte, durch die das Backbone-Netz für die überörtliche Versorgung verlaufen würden und von dort aus sternförmig in die anderen Ortschaften.

Doch ausgerechnet Radbruch, Wittorf und Kirchgellersen bilden neben Südergellersen derzeit das Schlusslicht bei der Vorvermarktung. Dort liege die Beteiligung nach Angaben der ElbKom derzeit bei rund 40 Prozent. Bei rund 50 Prozent liege die Quote derzeit in den Gemeinden Barum, Handorf, Dachtmissen, Westergellersen und Heiligenthal, heißt es. Laut Uwe Luhmann hätten auch schon die ersten Betriebe 1-Gigabit-Leitungen beim Netzbetreiber bestellt.

Auf der Zielgeraden, aber nicht im Ziel

Bardowicks Samtgemeindebürgermeister Heiner Luhmann sagt: „Wir dürfen uns auf keinen Fall zurücklehnen. Immerhin fehlen uns noch insgesamt rund 400 Verträge. Jeder, der einen kostenlosen Glasfasersanschluss haben möchte, sollte jetzt auch diese einmalige Chance nutzen.“ Gellersens Verwaltungschef Josef Röttgers ergänzt: „Wir befinden uns zwar auf der Zielgeraden, aber wir sind noch nicht am Ziel. In den letzten zehn Tagen werden wir noch Überzeugungsarbeit leisten, so dass wir unsere Quoten erreichen werden. Ich bin da optimistisch.“

Für alle Haushalte, die bis 20. Oktober mitmachen, erfolgt der Glasfaseranschluss des Hauses kostenfrei. Mit dessen Fertigstellung könne das Highspeed-Internet genutzt werden – und zwar kostenfrei bis der Vertrag beim alten Anbieter endet, wirbt die ElbKom. Nach dem Ende der Vorvermarktung wird sich der Verwaltungsrat der ElbKom am 26. Oktober treffen und final darüber entscheiden, ob der Breitbandausbau durchgeführt wird. Neben den Vorvermarktungsquoten kommen dann auch die Ausschreibungsergebnisse für den Glasfaserausbau und die Tiefbauarbeiten auf den Tisch.

Von Dennis Thomas

4 Kommentare

  1. Leider wird nicht erwähnt das die Verträge wesentlich teurer sind. Für jede Kleinigkeit, die bei anderen Anbietern kostenlos dabei sind, muss extra gezahlt werde.
    Andere Anbieter bieten bis zu 10 Telefonnumer, e-Mail Adressen, Homepage, Online-speicher, kostenloses Telefonieren zu bestimmten Mobilnummern usw.).
    Auch wird verschwiegen das die ElbKom bzw NGN bisher keine Verträge mit anderen Anbietern hat was bedeutet das ein Wechsel schwer wird bzw dazu führt das NGN keine Konkurenz hat was bedeutet das die Preise so wie man möchte gestalten kann während am freien, offenen, Markt die Konkurenz die Preise drückt.

    • Die Tarife sind günstiger als bei der Telekom – die verlangt für den 50er-Anschluss 39,95 EUR statt 34,90 bei DBN. Außerdem hat Telekom nur lahmen Upload!

      Und noch was zur Konkurrenz: Mit dem Glasfasernetz gibt es ja überhaupt erstmal Konkurrenz. Bislang sind nämlich alle Anbieter auf das uralte Telefonnetz der Telekom angewiesen – deswegen sind dort die Datenraten ja auch ähnlich mies („bis zu x Mbit/s“). Sobald es da ist, werden die anderen Anbieter also aufs Glasnetz gehen – statt ihre Kunden zu verlieren.

      Außerdem bleibt das alte Telefonkabel ja liegen, das heißt ich habe dann beides im Haus: Telefonkabel und Glasfaserkabel – da könnte ich jederzeit wieder zurück, wenn ich wieder langsam surfen will. Für Null Euro mach ich da nix falsch – dabei kann kann ich nur gewinnen.

  2. Hier allerdings noch offene Punkt, die es zu beachten gilt:
    (am Schluss dann einige Fragen, die die beteiligten Bürger der Gemeinden allerdings sehr beschäftigen dürften und die Akzeptanz des Projektes deutlich leider verringern dürften:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ich bitte um Aufklärung:

    Bezugnehmend auf ihren Post bei FB und ihren Text auf Ihrer Website:
    Zitat:

    „Bangemachen gilt nicht

    Bangemachen gilt nicht!In den Samtgemeinden Bardowick und Gellersen verärgert die Telekom Deutschland derzeit Ihre Kunden, indem sie deren Telefon- oder DSL-Verträge kündigt. ACHTUNG! Wer der Aufforderung folgt, einen neuen Vertrag abzuschließen, geht eine neue Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten ein und bindet sich weiterhin an das alte Kupfernetz. Auch wenn die Telekom in ihrem Schreiben etwas anderes behauptet – zukunftssicher ist das nicht.Deswegen hier die clevere Alternative:
    • Bei Teilnahme bis 20. Oktober gibt’s den Glasfaseranschluss von Glasfaser Bardowick Gellersen kostenfrei – und der ist wirklich zukunftssicher

    • Zum Jahresende steht der Bauzeitenplan und Sie wissen, wann bei Ihnen ausgebaut wird

    • Wenn Ihr Glasfaseranschluss erst nach dem Kündigungstermin fertig wird, überbrücken Sie die Zeit mit einem monatlich kündbaren DSL-Vertrag (z.B. easybell, congstar flex, 1&1)

    • Dadurch entstehende Einmalgebühren erstatten wir Ihnen bis zur Höhe von 99 EUR, indem wir Ihnen in den ersten vier Monaten das Grundentgelt für Ihren DBN-Tarif erlassen. Dazu einfach Kündigung der Telekom Deutschland und Rechnung von easybell & Co. vorlegen.

    Glasfaser – jetzt erst recht!Hier nochmal Ihre Vorteile mit Glasfaseranschluss:
    • Highspeed-Internet mit 1’000 Mbit/s
    • günstige Tarife ab 24,90 EUR monatlich
    • zukunftssicheres Glasfasernetz
    • kostenfreie Aufwertung Ihrer Immobilie
    Ihre Fragen beantworten wir Ihnen gern unter (04176) 937 9020.Hier direkt abschließen!“

    Zitatende

    habe ich folgende Frage (bereits auf FB eingestellt)

    Ich bin sehr verunsichert.
    Bedeutet das, dass ich bei Kündigung und Abschaltung meines Telekom-Anschlusses durch die Telekom ohne Telefon und Internet bin, bis Sie mit der Inbetriebnahme ihres Netzes abgeschlossen haben und ich damit eigenverantwortlich mich um eine Überbrückung für einen derzeit unbestimmten Zeitraum selbst kümmern muss?

    Welche Unterstützung bieten Sie für eine solche Situation an?

    Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass in einer solchen, wie von ihnen hier geschilderten Situation nach einer möglichen Zwangskündigung meines bestehenden Telekom-Anschlusses durch die Telekom auch bei Weiterbetrieb und Neulaufzeit des Telekom-Anschlusses Sie auch diesen dann weiterlaufenden Anschluss entsprechend kündigen und, sobald sie ihr eigenes Netz betriebsbereit zur Verfügung stellen, ich dieses kostenfrei bis Übernahme aller Dienste (Telefonie und Internet) ab Fertigstellung nutzen kann und keine weiteren Aufwände entstehen.

    So, wie Sie es hier schildern, würde dies bedeuten, dass es alleine in meiner Verantwortung liegen würde, Internet und Telefon lückenlos zu behalten. So, wie Sie dies hier ausführen, würde auch die Verantwortung für die Beauftragung und auch Kündigung des Überbrückungsanschlusses nicht mehr bei Ihnen liegen, sondern bei dem Anschlussinhaber. Damit treten Sie weit hinter ihrem vorherigen angebotenen Dienstleistungen zurück und entlassen den potentiellen Kunden in seine eigene Verantwortung. Sie würden damit keine weitere Verantwortung für eine formgerechte und fristgerechte Kündigung mehr, wie allerdings in allen Informationsveranstaltungen zugesagt, übernehmen.

    Sehe ich das falsch?

    beste Grüße

    Udo Schewietzek

    • Hallo Herr Schewietzek,

      Vielen Dank für Ihre Nachricht. Gern ein paar klärende Worte:

      Die Kündigungen betreffen Kunden der Telekom Deutschland, welche noch bestimmte Tarife nutzen, die durch die Telekom nicht weiter angeboten werden. Manche denken, das ist Zufall. Manche denke, es kommt genau jetzt, weil der Ausbau des neuen Glasfasernetzes durch einen anderen Anbieter bevorsteht. Kunden, welche bereits bei anderen Anbietern sind oder IP-basierte Anschlüsse der Telekom nutzen betrifft dies nicht.

      Wir von DBN können erst versorgen, wenn das Glasfasernetz der ElbKom im jeweiligen Ausbaugebiet fertiggestellt ist. Der genaue Bauzeitenplan dafür steht zum Jahresende. Hier kann für die gekündigten Telekom-Kunden eine zeitliche Lücke entstehen, falls der Kündigungstermin (Vertragsende Telekom) vor der Fertigstellung des Glasfasernetzes an der eigenen Adresse liegt.

      Es gibt also verschieden Szenarien:

      Szenario A: Sie sind kein Telekom Deutschland-Kunde, sondern bei einem anderen Anbieter (Vodafone, 1&1 oder andere)
      – für Sie bleibt alles wie gehabt: Sie beauftragen uns mit der Rufnummernübernahme und wir kümmern uns um den nahtlosen Wechsel

      Szenario B: Sie sind Telekom Deutschland-Kunde, Ihnen wurde aber nicht gekündigt
      – für Sie bleibt alles wie gehabt: Sie beauftragen uns mit der Rufnummernübernahme und wir kümmern uns um den nahtlosen Wechsel

      Szenario C1: Sie sind Telekom Deutschland-Kunde, Ihnen wurde gekündigt und der Glasfaseranschluss wird rechtzeitig fertig
      – für Sie bleibt alles wie gehabt: Sie beauftragen uns mit der Rufnummernübernahme und wir kümmern uns um den nahtlosen Wechsel

      Szenario C2: Sie sind Telekom Deutschland-Kunde, Ihnen wurde gekündigt und der Glasfaseranschluss wird nicht rechtzeitig fertig
      – Sie benötigen eine Übergangslösung bis zur Fertigstellung des Glasfasernetzes, dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten
      entweder:
      – Sie tun, was die Telekom gern hätte und schließen dort einen neuen 24-Monatsvertrag
      – Sie beauftragen uns mit der Rufnummernübernahme und wir kümmern uns um den nahtlosen Wechsel
      oder:
      – Sie schließen bei einem anderen Anbieter einen Vertrag für die Zwischenzeit – sinnvollerweise einen Vertrag ohne Mindestvertragslaufzeit
      – Sie beauftragen uns mit der Rufnummernübernahme und wir kümmern uns um den nahtlosen Wechsel vom Zwischenanbieter aufs Glasfasernetz

      Viele Kunden sind durch die Kündigungen der Telekom verunsichert und verärgert. Etliche wollen aus Prinzip keinen neuen Vertrag bei einem Anbieter, der seinen Kunden einfach so kündigt und wechseln zu einem anderen Anbieter.

      Prinzipiell gilt:
      – Sie können den neuen Glasfaseranschluss nutzen, sobald er technisch fertiggestellt ist.
      – Sie zahlen dafür erst, wenn Ihr Altvertrag endet – bis zu 24 Monate (das ist die gesetzliche Höchstdauer eines Telekommunikationsdienstleistungsvertrages).
      – Es ist dabei unerheblich, wer Ihr Altanbieter ist, ob es sich um einen klassischen oder All-IP-Anschluss handelt
      – Wir kümmern uns um die Kündigung beim Altanbieter und organisieren den Wechsel.
      – Dafür ist notwendig, dass Sie uns mit der Rufnummernübernahme beauftragen (Auftragsformular Abschnitt 3).

      Viele Grüße,
      Ihr Georg Tauber vom DBN-Team