Donnerstag , 15. November 2018
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In der Turnhalle der Grundschule Kirchgellersen soll ein kleines Blockheizkraftwerk zur Wärmeversorgung des Gebäudeensembles installiert werden. (Foto: dth)

Mehr als 500.000 Euro Zuschuss für die Grundschule Kirchgellersen

Kirchgellersen. Das Warten hat sich gelohnt. Rund 15 Monate nach Beantragung hat die Samtgemeinde Gellersen jetzt den offiziellen Bescheid über einen Zuschuss von mehr als einer halben Million Euro erhalten, die in die energetische Sanierung der Grundschule Kirchgellersen fließen sollen. Auf den Cent genau geht es um 532 713,32 Euro. Das entspricht knapp 50 Prozent der geplanten Ausgaben für das Maßnahmenpaket. Zwar hatte die Samtgemeinde bereits im Herbst letzten Jahres von der niedersächsischen Förderbank „NBank“ grünes Licht erhalten, in Erwartung der Fördermittel vorzeitig mit dem Projekt beginnen zu können, aber jetzt erst herrscht Gewissheit, dass das Geld tatsächlich fließt.

Dank der Finanzspritze für die energetische Sanierung soll die alte Heizungsanlage des Gebäudeensembles nun durch ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ersetzt werden. „Es soll in der Sporthalle eingebaut werden zur Wärmeversorgung des Komplexes durch Bio-Erdgas und dem positiven Nebeneffekt der Stromerzeugung“, sagt Gellersens Samtgemeindebürgermeister Josef Röttgers. Die alten Heizungen hingegen arbeiteten nicht mehr effektiv und hätten in absehbarer Zeit ohnehin ersetzt werden müssen. Gleichzeitig ist das geplante BHKW selbst Voraussetzung für die Bewilligung der Fördermittel gewesen. Um die Zuwendungen gemäß der „Richtlinie zur Förderung von Energieeinsparungen und Energieeffizienz bei öffentlichen Trägern sowie Kultureinrichtungen“ zu erhalten, war als Förderziel ausgegeben, Einsparungen von 140 Tonnen CO₂ pro investierter Euro-Million zu erreichen.

Investitionsvolumen von insgesamt rund 1,09 Millionen Euro

Nach Angaben der Samtgemeinde würden nach Abschluss der energetischen Sanierung insgesamt 159 Tonnen CO₂-Ausstoß pro Jahr eingespart. Bei einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 1,09 Millionen Euro. Röttgers sagt: „Dank der Förderung können wir nun das Notwendige tun und gleichzeitig einen nachhaltigen Beitrag leisten, CO₂ zu reduzieren.“ Gleichzeitig würden neben den Energie- auch die Unterhaltungskosten für die Gebäude gesenkt.

Derzeit läuft noch der erste Bauabschnitt der energetischen Sanierung. Im ersten Zuge während der vergangenen Sommerferien wurden im Inneren des Ostflügels der Grundschule „Im Apfelgarten“ neue Akustikdecken eingebaut und die Elektroinstallationen überarbeitet sowie Fenster und Türen erneuert. Derzeit gehen die Bauarbeiten zur Fassadendämmung in die Schlussphase. Im zweiten Schritt, der für kommendes Jahr vorgesehen ist, soll der Altbau saniert werden parallel zum Anbau der geplanten Mensa. Im zweiten Bauabschnitt soll auch die Trinkwasser- und Warmwasserleitung in der Turnhalle erneuert werden. Die energetische Sanierung soll laut Röttgers bis Ende 2018 abgeschlossen werden. dth