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So soll der Sporthallen-Komplex von außen aussehen, wenn er fertig ist. (Grafik: Carsten Grobe Passivhaus)

Sanierung Sporthallen Kaltenmoor: Schadstoffe raus, Licht rein

Lüneburg. Der symbolische Spatenstich für die Sanierung der beiden Dreifeld-Sporthallen in Kaltenmoor war im vergangenen November erfolgt, nachdem der Stadt der Förderbescheid vom Bund vorlag. Der beteiligt sich mit rund vier Millionen Euro an dem Projekt, das insgesamt 10,4 Millionen Euro kostet. Rund zwei Millionen Euro steuert der Landkreis bei. Manfred Koplin, Fachbereichsleiter der Gebäudewirtschaft, erläuterte im Bürgerforum in Kaltenmoor jetzt den Stand des Umbaus, der Ende 2018 fertiggestellt sein soll.

Die umfangreiche Sanierung war notwendig geworden aufgrund zahlreicher Probleme: Die Betonfassaden hatten keine Wärmedämmung, es gab keine Fenster, sodass kaum Licht auf die Spielflächen fiel, Umkleide- und Sanitärräume waren aufgrund von unzureichender Belüftung und Wärmedämmung von Schimmelpilz befallen. Der Hallenkomplex soll nun exakt so groß wieder hergestellt werden wie er war, allerdings moderner, barrierefrei und mit hohem energetischen Standard.

Nicht verbrauchter Strom kommt zurück ins Netz

Bis Ende April sei die Entkernung und Schadstoffsanierung erfolgt, sagte Koplin. Inzwischen sind die Arbeiter dabei, das Dach der einen Halle inklusive Tragwerk auszutauschen. Außerdem soll bis zum Ende des Jahres die Raumaufteilung verbessert werden. Die Felder der beiden Sporthallen bekommen künftig einen Umgang, sodass Besucher von dort aus einen guten Überblick haben. Die Fassaden werden gedämmt und erhalten einen roten Klinker. Im kommenden Jahr geht es an den weiteren Ausbau der Hallen, und auf dem Dach wird eine photovoltaisch-thermische Solarkollektorenanlage installiert, die Stromerzeugung wie auch die Erzeugung von Warmwasser und Heizwärme ermöglicht. Der nicht verbrauchte Strom soll ins öffentliche Netz eingespeist werden. Ins Dach installiert werden auch sogenannte Solartubes, röhrenförmige Lichttunnel, die Tageslicht in die Halle bringen.

Saniert werden auch die Räume der beiden Kita-Gruppen, die einen eigenen Eingang bekommen. Auf dem Vorplatz sollen ein Spielplatz sowie eine Fahrradabstellanlage entstehen. as