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+ + + Landtagswahl 2017: LIVE-TICKER + + +

Lüneburg. SPD-Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers hat ihr Mandat erfolgreich verteidigt. Mit 38,5 Prozent der Erststimmen im Wahlkreis 49 Lüneburg zieht sie erneut, zum dritten Mal, in den Landtag in Hannover ein, um die Interessen ihrer Heimatregion zu vertreten. Neu aus der Region im Landtag vertreten ist außerdem Detlev Schulz-Hendel von Bündnis 90/Die Grünen, der auf dem 12. Listenplatz steht – seine Partei kommt laut letzten Hochrechnungen auf 13 Mandate.

Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge gratuliert beiden Abgeordneten und wünscht ihnen viel Erfolg für die Arbeit im Landtag. Zugleich gibt er den nach Hannover Abgesandten die Erwartungen der Region mit auf den Weg, wie sie auch schon der Niedersächsische Städtetag ausführlicher formuliert hat: Die neue Landesregierung und mit ihr alle regionalen Abgeordneten sehe er jetzt in der Verantwortung die nötigen Infrastrukturprogramme umzusetzen, die auskömmliche Finanzierung von Krippen, Kitas und Schulen sicherzustellen sowie die Finanzierung von Integration künftig über eine einheitliche Integrationspauschale zu ermöglichen.

Die Kräfteverhältnisse in Lüneburg ähneln bei den großen Parteien denen im gesamten Land, wobei die Differenz zwischen SPD und CDU mit rund 11 Prozent plus für die SPD (nur Hansestadt) bzw. rund 7 Prozent (Wahlkreis 49 gesamt) größer ist als im landesweiten Vergleich. Insgesamt liegen die großen Parteien vor Ort hinter dem Landesergebnis zurück, dafür haben vor allem Grüne und Linke teils doppelt so hohe Ergebnisse erzielt wie im Land (Grün: 17,9 Prozent in der Hansestadt, 16,0 Prozent im Wahlkreis, 8,9 (Hochrechnung) im Land bzw. Linke 9,3 zu 7,5 (Wahlkreis) zu landesweit 4,6 (Hochrechnung) Prozent). FDP und AfD schneiden in etwa dem Landesergebnis entsprechend ab. Die Wahlbeteiligung vor Ort ist gegenüber der letzten Landtagswahl (2013) leicht gestiegen. sp

Drei Direktkandidaten vertreten den Landkreis Lüneburg und die Region in der kommenden Wahlperiode im Landtag: Aus dem Wahlkreis 48 (Elbe) zieht Uwe Dorendorf (CDU) neu in den Landtag ein. Den Wahlkreis 47 Uelzen wird Jörg Hillmer (CDU) vertreten. Im Wahlkreis 49 Lüneburg liegt Andrea Schröder-Ehlers (SPD) als Direktkandidatin vorne. Insgesamt waren mehr als 141.000 Wahlberechtigte in Hansestadt und Landkreis Lüneburg aufgefordert, ihre Stimmen bei der Landtagswahl abzugeben. lk

Hansestadt Lüneburg

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Erststimmen: Vorläufiges Endergebnis nach 119 von 119 Wahlbezirken (21.33 Uhr)

Erststimmen: Vorläufiges Endergebnis nach 119 von 119 Wahlbezirken (21.33 Uhr)


Ergebnisvergleich

Ergebnisvergleich

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Gewinne/Verluste

Gewinne/Verluste

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Landtagswahl Wahlkreis 48 (Elbe)

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Erststimmen: Vorläufiges Endergebnis nach 153 von 153 Wahlbezirken (20.10 Uhr)

Erststimmen: Vorläufiges Endergebnis nach 153 von 153 Wahlbezirken (20.10 Uhr)


Landkreis Uelzen - Erststimmen: Vorläufiges Endergebnis (20.54 Uhr)

Landkreis Uelzen - Erststimmen: Vorläufiges Endergebnis (20.54 Uhr)

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Alle vorläufigen Endergebnisse für die Wahlkreise 47, 48 und 49 sind hier abrufbar.

FOTOGALERIE

VIDEOS

Uwe Dorendorf (CDU) Wahlkreis Elbe

Berni Wiemann (FDP) Wahlkreis Elbe

Miriam Staudte (Grüne) Wahlkreis Elbe

Andrea Schröder-Ehlers (SPD)

Alexander Schwake und Günter Dubber (CDU)

Klaus Petrasek (FDP)

Detlev Schulz-Hendel (Grüne)

Christoph Podstawa (Linke)

Ein Selfie-Video von Stephan Bothe (AfD)

20.39 Uhr: „Das ist kein Jubeltag heute“, sagte der Lüneburger FDP-Direktkandidat Berni Wiemann nach dem Ergebnis seiner Partei von knapp über 7 Prozent und der Aussicht, dass die rot-gruene Koalition weitergeführt werden könnte.

19.50 Uhr: Bundestagsabgeordnete Julia Verlinden (Grüne) sieht die grünen Wahlziele erfüllt, Rot-Grün werde vielleicht fortgesetzt, man sei drittstärkste Kraft und habe gute Ergebnisse für Schulz-Hendel einfahren können. „Und wir haben die AfD möglichst klein gehalten.“

19.23 Uhr: Stephan Bothe (AfD): „Wir hätten uns natürlich mehr erhofft, daraus machen wir gar kein Hehl. Aber wir müssen einfach sagen, dass wir eine schwierige Phase nach der Bundestagswahl hatten mit dem Austritt von Frau Petry.

19.19 Uhr: „Das ist das zweitbeste grüne Ergebnis in Niedersachsen aller Zeiten“, sagt Schulz-Hendel zu den rund 80 Gästen im Mälzer. (Foto: ap)

19.07 Uhr: Landtagskandidat Detlev Schulz-Hendel, der mit 8,5 Prozent (12 Sitze) gerade so in den Landtag einziehen würde: „Ich fahre nach wie vor emotional Achterbahn.“

19.06 Uhr: Nach der dritten landesweiten Hochrechnung geht die Linke runter von 4,8 auf 4,6 Prozent. Podstawa: „Mann, ey! Da müssen wir weiter außerparlamentarische Opposition machen.“

19 Uhr: Gespannte Stimmung bei der Wahlparty der Linken im Lüneburger Lokal Schallander: Mit seinen Mitstreitern verfolgt Christoph Podstawa, Direktkandidat für die Linke im Wahlkreis Lüneburg, die Auszählungsergebnisse: „Es wird eine knappe Kiste, mal abwarten bis die Städte ausgezählt sind. Aber ich bin mit unserer Arbeit zufrieden.“

Die Grünen: 8,6 Prozent um 18:57 Uhr, Applaus im Mälzer. „Detlev, das war’s!“

18.48 Uhr: Barbara Beenen (SPD, Wahlkreis Elbe): „Ich bin überrascht über das Kopf an Kopf Rennen. Kleine Dörfer sind doch eher traditionell konservativ“.

18.44 Uhr: Oliver Kraemer, Kreissprecher der Grünen: „Wir waren nicht so naiv zu glauben, dass wir es nochmal auf 13,7 Prozent schaffen. 2013 waren die Voraussetzungen anders.“

Bundestagsabgeordnete Dr. Julia Verlinden (Grüne): „Ich habe wirklich bis zum Schluss gehofft, dass es die AfD nicht in den Landtag schafft.“

18.38 Uhr: „Berni, du bist gemeint“, sagt FDP-Direktkandidat Klaus Petrasek (Wahlkreis 48 Elbe) bei der Wahlparty der Lüneburger Liberalen zu FDP-Direktkandidat Berni Wiemann (Wahlkreis 49 Lüneburg), als CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann in Hannover vor die Fernsehkameras tritt und von seinen Parteifreunden mit „Berni“-Rufen empfangen wird.

18.30 Uhr: Holger Nowak und Philipp Meyn (SPD-Fraktionsmitglieder): „SPD ist wieder deutlich Volkspartei. Großartig diese Aufholjagd, die wir im kurzen Wahlkampf hingelegt haben“

18.27 Uhr: Claudia Schmidt, Kreissprecherin der Grünen, freut sich darüber, dass Weil es, ersten Hochrechnungen zufolge, „geschafft hat“. Ihr Wunsch sei es, Rot-Grün fortzusetzen. „Leider scheint es dafür nicht zu reichen, jetzt ist die Frage, was Weil mit diesem Ergebnis macht.“

18.23 Uhr: Barbara Beenen (SPD, Wahlkreis Elbe) zur Prognose: „Bin froh dass AfD nicht so viele Stimmen hat. Hatte Angst dass die mehr Stimmen bekommen“.

18.20 Uhr: Lange Gesichter bei der CDU kurz nach 1. Prognose (Foto: us)

18.03 Uhr: Kreissprecherin Claudia Schmidt nach den ersten Hochrechnungen, bei denen die Grünen auf 8,5 Prozent kommen. „Ich glaube, das wird ein langer Abend.“

39 Kommentare

  1. Tja, der hölzerne Althusmann ist mit seinen weitgehend inhaltsleeren Plastikfloskeln gescheitert. „Der Wähler“ braucht offenbar das Gefühl, es mit einem echten Menschen aus Fleisch und Blut zu tun zu haben, nicht mit einem Medien-Avatar aus der PR-Retorte von windigen Marketingagenturen. Stephan Weil, auch nicht unbedingt eine Überkanone in Sachen Geistesgegenwart, kann den vertrauenswürdigen „Landesvater“, der Fraktur redet, wie ihm (und nicht seinem Einflüsterer) der Schnabel gewachsen ist, besser vermitteln, als der puppenhaft steife Bernd Althusmann, der immer den Eindruck machte, bloß anderweitig abgekupferte und auswendig gelernte Allgemeinplätze aufsagen zu können.

  2. Carsten Dittmers

    Ich bin soooo froh, daß die Rechtsextremisten von der AfD klein gehalten wurden. Hoffentlich ist der Spuk in fünf Jahren wieder vorbei. Bis dahin werden wir uns das furchtbare Gebelle dieses destruktiven Haufens konzeptloser Wichtigtuer bei Parlamentsdebatten im Leineschloss von Hannover wohl leider mit anhören müssen.

    • Norbert Kasteinecke

      müssen Sie nicht, Sie können auch weiterhin den Kopf zu machen oder in den Sand stecken.

    • Sind Sie MdL in Niedersachsen geworden, oder warum MÜSSEN Sie sich das fünf Jahre lang im Niedersächsischen Landtag mit anhören.

      • Carsten Dittmers

        Nein, Oskar, aber ich brauche ja auch nicht im Vorstand des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger zu sitzen, um rechtsextremistische Blätter wie die National-Zeitung, Junge Freiheit, Zuerst!, Deutsche Stimme, Compact, DMZ – Deutsche Militär Zeitschrift, Preußische Allgemeine Zeitung, etc. unerträglich zu finden.

        Und, Norbert Kasteinecke, es ist noch sehr die Frage, wer „den Kopf zumacht oder in den Sand steckt“. Ist es der, der sich dem rassistisch-nationalistischen Firlefanz einer Witzfigur wie Björn Höcke und den von Gewaltlust konnotierten Entgleisungen des depressiven Kobolds Alexander Gauland aussetzt – oder ist es der, der solchen kindischen Zeugnissen niederträchtiger Geisteszerüttung nicht lauschen möchte und stattdessen die Ärmel aufkrempelt und seinen Pflichten als erwachsener Mensch und verantwortungsbewusster Staatsbürger nachkommt?

  3. Althusmann, Busemann, Schünemann: das ist eine Generation von vorgestern, die nun endgültig abgewirtschaftet hat und den Weg für Leute mit Zukunft frei machen muss. Die Landes-CDU muss sich erneuern! Das ist keine Frage des Lebensalters. Der Lüneburger Landtagskandidat Alexander Schwake wirkt schon mit 27 Jahren wie ein Greis mit Spinnweben im Bart, dem der Staub der schlechten alten Zeiten aus dem Munde rieselt – wenn er ihn denn überhaupt aufbekommt. Carsten Müller, Björn Thümler, Ulf Thiele, Tilman Kuban und – für Lüneburg – Niels Webersinn, das sind die Macher mit Zukunft in unserer Partei.

    • Ich glaube, nicht nur die Zeit von Bernd Althusmann und Alexander Schwake, sondern auch die von Günter Dubber und seinen gerontokratischen Hilfstruppen im CDU-Kreisverband wird in diesem Herbst sehr schnell zu Ende gehen.

  4. Hans-Georg Führinger

    Herzlichen Glückwunsch an Uwe Dorendorf

  5. Bundestagsabgeordnete Dr. Julia Verlinden (Grüne): „Ich habe wirklich bis zum Schluss gehofft, dass es die AfD nicht in den Landtag schafft.“

    Ich ebenso.

    Aber auch in Niedersachsen gibt es kein Gesetz, das Dummheit verbietet.

    • Norbert Kasteinecke

      @B. Hübner

      Genau deshalb dürfen Sie ja hier auch schreiben.

      • Hallo Norbert Kasteinecke,

        wie uncharmant für einen, der als Bundeskasper zur Stimme des Volkes, dem doch auch Barbara Hübner, Heiko Maas, Klaus Bruns, Boateng und Angela Merkel angehören, emporgewachsen war.

        Und nun sind Sie zum Pressesprecher der Rechtsextremisten avanciert? Grüßen Sie bitte Ihren Kollegen, den hilflos rackernden Dauerkeifer A. H., von mir, wenn Sie ihm auf Ihrem gut gepolsterten Propagandasofa zufällig einmal begegnen sollten.

        • @Orkan Bilek
          Ich freue mich immer,wenn gut angepasste, freundliche , gut integrierte Menschen mit Migrationshintergrund meine Person so nett erwähnen.
          Das bedeutet,daß man in Erinnerung geblieben ist und dem Betreffenden nicht mehr aus dem Sinn geht, weil man einen empfindlichen Nerv getroffen hat. Freundlichkeit ist wirklich sehr sehr selten. In den allermeisten Fällen wird mit Fäusten und Messer in Gruppen in der Überzahl, selbst bei Beamten „argumentiert“. Siehe tagtägliche Meldungen in der Presse in ganz Deutschland.
          Da lobe ich mir die andere menschliche Seite. Ich wünsche Ihnen trotzdem ich mit Ihrer einseitigen, subjektiven, oberflächlichen und realitätsfremden Einheitsmeinung nicht einverstanden bin, da Sie mich weder kennen, noch wir uns begegnet sind, einen schönen sonnigen Tag.
          PS:
          Ich würde mich sehr freuen,wenn Sie mir erklären könnten,was Sie unter „Rechtsextremisten“ verstehen .Und weshalb Sie mich als „Pressesprecher“ sehen?

          • Andreas H.
            sie gestatten, dass ich mich als stimme des volkes einmische. rechtsextremisten sind menschen, die gern so tun als ob. ich bin innländerfreundlich. klingt das im ersten moment nicht schön? wenn man aber weiß, der spruch stand auf einem flyer der npd, um diesen dann auch verteilen zu können, versteht , was ein rechtsextremist ist. ich bin ausländerfeindlich, würde bekanntlich in deutschland nicht so gut ankommen.das wort ,,aber,, wird auch gern von denen benutzt.

  6. Herr Schnell hatte in Jenckels Blog.jj am 7. August 2017 um 23:20 und 23:53 Uhr vorhergesagt, dass Althusmanns mangelndes Format, seine Unglaubwürdigkeit und die üblen Machenschaften rund um den miserabel gefingerten Parteiübertritt der nicht wieder nominierten Grünen Gummitwesterin seine Niederlage auf ganzer Niederlage besiegeln würde: https://jj12.wordpress.com/2017/08/04/althusmann-setzt-mit-breakball-zum-karrieresprung-an/#comment-1003

    So ist es gekommen.

    Nun werden die niedersächsischen Vorstände und Regionalfürsten der „Christdemokraten“ sich zu zerfleischen beginnen.

  7. Und nicht zu vergessen: Die Linkspopulisten müssen draussen bleiben !

  8. Stefan Birkner von der FDP wird wohl, wie Bernd Alhusmann von der CDU auch, nur der Rückzug ins Privatleben bleiben. Vielleicht renovieren die beiden ja den Pavillon am Handwerkerplatz und machen darin zusammen einen Personalvermittlungsbetrieb für gescheiterte Landespolitiker auf?
    Siehe: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1132672-imbiss-am-handwerkerplatz

  9. Rainer Werner Günzel

    Die AfD ist nun im 14. Landtag und der Erfolg wird konstant weitergehen. Kein Wunder, denn ist sie doch die einzige wirkliche Opposition in Deutschland und daher zu Recht drittstärkste Kraft in unserem Land. Und nein, ich habe sie nicht aus Protest gewählt, sondern wegen des Inhaltes. Dass Parteien, wie die Grünen bald auch nicht mehr zur Landschaft in Deutschland gehören werden, sieht man 1. Am Ergebnis der vergangenen Bundestagswahl, 2. des Ergebnisses von heute in ganz Niedersachsen und 3. Vor allem der Wahl von heute in Österreich, wo sie nun gar nicht mehr im Parlament vertreten sind. Österreich ist uns da ein wenig in der Zeit voraus, auch wenn es sich von den Kommentierenden noch keiner vorstellen kann… Kein Wunder, denn in Lüneburg haben SPD und Grüne sowieso ca. 50% der Stimmen bekommen. Ich bin übrigens seit 20 Jahren erfolgreich selbständig und habe dementsprechend ein hohes Steueraufkommen. Ich zahle diese auch gerne, wenn die Gelder vernünftig eingesetzt werden. Dass wir aber nun scheinbar mehr Geld für Migranten zur Verfügung haben, als für die Altenpflege oder den Rentnern selbst, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben, scheint auf einem anderen Blatt zu stehen… Und falls es noch keiner gemerkt hat: Wir leben in einer Demokratie mit Meinungsfreiheit. Ich erwarte die gepredigte Toleranz von so manchen hier auch im Umgang mit uns, den AfD-Wählern, die schliesslich einen nicht geringen Prozentsatz der Bevölkerung ausmachen.

    • Hallo „Rainer Werner Günzel“,

      Sie moralisieren mächtig über Aufrichtigkeit, aber unter falschem Namen. Sie betätigen sich als Prophet, aber ohne realen Anhalt. Sie verteilen Schulnoten, aber ohne die Kriterien Ihres Urteilens offenzulegen. „Österreich ist uns da ein wenig in der Zeit voraus“? Auf dem Weg ins rechtsautoritäre Staatsversagen? Ich hoffe, es bleibt uns in der Hinsicht auf immer „voraus“! Sie „haben ein hohes Steueraufkommen“? Sind Sie Finanzmisnister? „Hoch“ ist keine Maßangabe. Wir „haben mehr Geld für Migranten zur Verfügung“, als für „die Altenpflege oder“ für die Rentner? Sie sind ein Lügner, Herr Rainer Werner Günzel! Sie erwarten „die gepredigte Toleranz von so manchen hier auch im Umgang mit uns, den AfD-Wählern“? Wer predigt? Wer ist diesen Leuten gegenüber intolerant? Und wer hat Sie zu deren Klassensprecher ernannt? Sie sich selbst? In Niedersachsen machen die AfD-Wähler 6,2 % von 63,1 % der Stimmberechtigten aus. Das sind 3,9 % der Stimmberechtigten, aber bei 7,8 Millionen Einwohnern gerade einmal 3,0 % der Bevölkerung. Das heißt: 97 Prozent der Niedersachsen sind keine AfD-Wähler, die folglich einen SEHR GERINGEN Anteil der Bevölkerung ausmachen.

      • Rainer Werner Günzel

        Sehr geehrte Frau „Dora Wagner“,

        wie wäre es, wenn Sie diese fiktiven Zahlen auch für die anderen Parteien erstellen würden? Wären wir dann bei 95% in Niedersachen, die die Grünen nicht gewählt haben? Und 96%, die die FDP nicht gewählt haben?
        Nur mal so zur Info, um das mal vielleicht mal ganz unparteiisch und korrekt darzustellen, nicht wahr? Und im Bund werden sogar demnächst die Grünen mitregieren, obwohl sie nach Ihrer Rechnung auch evtl. nur 3% gewählt haben?

        Und ja, die Intoleranz lese ich hier in den Kommentaren auf dieser Seite. Nur ein Beispiel davon: „Aber auch in Niedersachsen gibt es kein Gesetz, das Dummheit verbietet.“ schreibt Barbara Hübner zu AfD-Wählern. Aber das fällt Ihnen scheinbar selber schon gar mehr nicht auf, weil Sie ja nicht zu denen gehören und Sie die gleiche Denkweise haben.

        Im Übrigen stamme ich aus der Anti AKW-Bewegung der 80er aus Lüchow-Dannenberg. Meine Lebenserfahrung und meine, in diesem Jahr geborene, Tochter bewegen mich nun dazu woanders meine Kreuz zu machen.

    • @Günzel
      Danke Herr Günzel für Ihren Beitrag.
      Anscheinend ist die Mehrheit der Bürger schon so weit in ihren Selbsthass getrieben worden, einer Nation wie Deutschland anzugehören, daß man die Begriffe „Deutschland, Geld für Altenheime, Obdachlose oder deutsche Hartz4 Empfänger als „rechtsradikal ansieht und es als völlig normal angesehen wird ,das unsere Menschen, unsere alten Bürger, die hilfsbedürftig sind und die hier jahrzehntelang hart gearbeitet haben und Steuern gezahlt haben, als minderwertig, uninteressant, und wertlos angesehen werden, da man sie bis mittags in ihrem Kot im Bett liegen lässt( gerne bringe ich den Nachweis dafür), weil man „zu wenig Personal“ hat,weil man „zu wenig Geld zur Verfügung hat“ , während man anderen „die noch nicht lange hier wohnen“, alle sozialen Leistungen , wie Wohngeld, Hartz4, Kindergeld usw., sowie Integrationshelfer, Dolmetscher usw. , sogar vielfach Vorbestraften aus allen Ländern der Welt, mit Freude zahlt.
      Man nimmt sogar die Kriminalität, die ausufert und Morde mit Messern ,wie an der Alster an einem 17 jährigen , oder in Berlin,wo Frauen angezündet werden,weil sie der Tradition nicht folgen, in LG in Kaltenmoor an zwei Frauen, die Christen werden wollten, oder Angrifffe mir Radmuternschlüsseln, die als Schlagwerkzeug dienen, gegen Beamte eingesetzt werden oder Terroranschläge , die es reichlich in Europa gab und deren Opfer , wegen der Quantität ,offensichtlich gar nicht mehr zur Kenntniss.

      Ebenso,daß die Parteien, die sich extrem gegen die Bürger und deren Interessen in Deutschland einsetzen (Deutschland verrecke, Deutschand Du mieses Stück Sch*****, Deutschland gehört abgeschafft, Deutsche sind NUR Nichtmigranten usw.) immer weiter gehen und sogar aus einem Land , wie Syrien, deren Fussballnationalmannschaft durch die Welt reist und „WM Qualifikationsspiele“ macht, da der Krieg dort zu Ende ist und alle Länder die Flüchtlinge nach Syrien zurückführt, unzählige Migranten hier im „Familiennachzug ohne einen Asylantrag“ stellen zu müssen, einreisen lassen will und dafür ca. 60 Milliarden p. A. zur Verfügung hat, während hier Hartz4 Empfänger und Leiharbeiter nicht wissen, wie sie über den Monat kommen sollen und „kein Geld“ für Altenheime, Strassen, Obdachlose, Rentner oder Kranke da ist und jeder,der das Wort „deutsch“ oder deutsche Bürger, oder nationale Interessen , in den Mund nimmt, als rechtsradikal bezeichnet wird.
      Ich finde dafür keine Worte mehr.

      • Heul, heul, heul…

        Kommen Sie sich manchmal nicht selber blöd vor bei Ihrem Dauerweinkrampf?
        Laut Ihnen herrscht in Deutschland Anarchie und Sie sind einer der wenigen, der vom Nektar der Erkenntnis genascht hat – aber trotzdem wollen die meisten Ihre „Wahrheit“ nicht hören.
        Muss ganz schlimm sein, so tagtäglich immer wieder erneut enttäuscht zu werden.
        Warum ziehen Sie sich nicht, melancholisch gestimmt, ein paar Jahre in Ihren Weinkeller zurück.

        • @Eratosthenes
          Danke für Ihr Statement, daß mal wieder fakten-und argumentationslos zum Thema ist.
          Zeigt es doch zum unzähligen Male, daß ich mit den Schilderungen und mit meinen Vorstellungen der Denkweise der alternativlosen Wähler völlig Recht habe, da absolut NICHTS Substanzielles von Ihnen zur sozialen Ungerechtigkeit und dem gerdezu exzessiven Hass auf die eigenen (deutschstämmigen) Mitbürger , die schon an Selbstmord grenzt , kommt. Nur Durchhalteparolen der Alternativlosen und tagtägliche Realitätsverweigerung bis zur Selbstzerstörung.

          Na dann : „Weiter so!“

          • Nun tuen Sie mal nicht so sozial!
            Wenn die Flüchtlingssituation nicht wäre, wären Ihnen Ihre ach so lieben Mitbürger auch egal.
            Sie scheinen mir ein kaltherziger, von neid zerfressener Zeitgenosse zu sein, der immer nur sieht was andere mehr haben ,anstatt zu sehen das Sie mehr als andere haben.
            Haben Sie sich schon einmal ehrenamtlich, gemeinnützig in Ihrer Gemeinde engagiert?
            Haben Sie sich schon einmal bei der Tafel als Helfer angeboten?
            Haben Sie sich schon einmal bei einer der Müll-weg-räumen-Aktionen der Stadtteile gemeldet?
            Oder sich als Schülerlotse für Grundschüler angeboten?
            Nein?
            Sie können von Ihrem bequemen Sessel aus nur über alles und jeden wettern und der Gesellschaft Ihren ,vermeintlich , moral besseren Spiegel vorhalten.
            Aber wenn es das anpacken und das aktive lindern der Not in unserem Land geht, sind Sie der erste der betroffen behauptet:“Das müssen andere machen!“.

  10. Berni Wiemann,

    bitte das Wort „überproportional“ die nächsten siebenundvierzig Jahre nicht mehr in den Mund nehmen !!

  11. Liebe Frau Hübner, man muss den Niedersachsen nicht verbieten eine Partei zu wählen. Wir können schon ganz gut selber einschätzen, welche Themen wichtig für unser Bundesland sind und da hatte die AfD eben nichts anzubieten – so funktioniert Demokratie !

    • Liebe(r) Frau (Herr) Frank,

      „man“? Sie sollten nicht im Namen einer impersonalen Allgemeinheit das Abstellen eines Vergehens fordern, das gar nicht voliegt.

      Ich habe „den Niedersachsen“ nicht verboten, „eine Partei zu wählen“. Ich sehe auch niemanden sonst hier im Forum, der er das getan hätte.

      „Wir können schon ganz gut selber einschätzen, welche Themen wichtig für unser Bundesland sind“?

      „Wir“ und „unser“? Im Auftrag welcher Gruppe sprechen Sie? Wer hat Sie dazu autorisiert, an der Stelle von Dritten das große Wort zu führen?

      Richtig ist, dass die politischen Führungsfiguren der AfD nichts, aber auch rein gar nichts Brauchbares an Ideen und Konzepten anzubieten haben. Da bin ich Ihrer Meinung.

      Wenn Sie in Zukunft darauf verzichten, sich hinter einem erfundenen „Wir“ zu verstecken, und für Ihre Überzeugungen als ein selbstverantwortliches „Ich“ freimütig einstehen, dann nehme ich Ihnen ab, Sie hätten verstanden, wie Demokratie funktioniert.

  12. Ich gratuliere Stephan Weil. Ein guter Regierungschef. Nun kann er die Vergabeaffäre aufklären lassen und es der Staatsanwaltschaft überlassen, die Verantwortlichen ihrer gerechten Strafe zuzuführen.

    Die SPD hat der CDU mehr als 20 Direktmandate abgenommen. Das ist sensationell. Im neuen niedersächsischen Landtag werden 55 SPD-Abgeordnete sitzen, die über die Erststimmen in ihren Wahlkreisen ins Parlament eingezogen sind. Bei der CDU gewannen nur 32 Kandidaten ein Direktmandat. Das wird viel böses Blut zur Folge haben.

    Hätten Pols, Dubber und Althusmann den jungen Webersinn nicht durch den farb-, profil-, ideen- und somit chancenlosen Schwake verhindert, hätte die ebenso schwache Schröder-Ehlers (auch so etwas gibt es bei der SPD) ihr Direktmandat wohl nicht verteidigen können.

  13. Das Gestammel von Alexander Schwake im Video oben ist selten dämlich. Höhepunkt der wirren Einlassung ist Schwakes dritter Satz (ab Sekunde fünf):

    „Wo die zwölf Prozent Aufholen von der SPD herkommen, dass sie jetzt drei Prozent sogar vor uns sind, kann ich mir nicht erklären.“

    Ich kann es ihm ganz leicht erklären.

    Althusmann war der falsche Kandidat. Erstens hatten die meisten Menschen keine Ahnung, um wen es sich handelt, zweitens konnten ihn die, die ihn kannten, nicht in guter Erinnerung haben, drittens wurde er parteiintern undemokratisch durchgedrückt und in einen bombensicheren CDU-Wahlkreis gepflanzt und viertens hat Althusmann sich ohne Not den Twesten-Skandal geleistet, was an Dummheit und mangelnder Weitsicht kaum zu überbieten war.

    Denn wenn es über die Nominierung von Althusmann hinaus noch einen Kardinalfehler der CDU-Wahlkampagne in Niedersachsen gab, dann war es die Idee, mit Hilfe der Überläuferin Twesten die Regierungszentrale in Hannover zu erobern. Das musste nach hinten losgehen. Denn Althusmann, ehemaliger Kultusminister und Hauptmann der Reserve, verlor durch den fragwürdigen Pakt gleich doppelt: Glaubwürdigkeit und Zeit.

    Beides war fatal.

    Das fragwürdige Motiv der Überläuferin warf einen Schatten auf den CDU-Wahlkampf und auf Herausforderer Althusmann. Sein Image als unbefangener Kritiker von Rot-Grün war angekratzt. Gab es womöglich doch ein „unmoralisches Angebot“? Darüber spekulierte die Regierungsfraktion zu Recht. SPD-Ministerpräsident Stephan Weil wurde bis zum Wahlabend nicht müde, auf „die Intrige“ der CDU und „den Verrat“ durch Twesten hinzuweisen. Noch bevor Althusmann überhaupt im Land bekannt war, haftete bereits ein Makel an ihm.

    Der Faktor Zeit: Ohne den Fall Twesten hätten die Niedersachen erst am 14. Januar 2018 einen neuen Landtag gewählt. Nach dem Verlust der Ein-Stimmen-Mehrheit für Rot-Grün musste es Neuwahlen geben. Weil traf das hart, weil es seine Wahlkampfpläne über den Haufen warf. Bernd Althusmann traf das härter. Sein Problem: Im Gegensatz zum Ministerpräsidenten war er vielen Bürgern unbekannt. Nun fehlte ihm die nötige Zeit, sich im Land vorzustellen.

    Hinzu kam das CDU-Desaster bei der Bundestagswahl. Aus dem erhofften Berlin-Bonus wurde ein Berlin-Malus.

    Nun lief „Berni“, wie sie Althusmann in der Jungen Union rufen, auf einmal die Zeit davon. „Ein paar Monate mehr wären vielleicht gut gewesen“, sagt einer aus den Reihen der CDU. „Die Geschichte mit Twesten war vielleicht doch keine so gute Idee.“ Althusmann habe sich wohl verzockt.

    So, Herr Schwake, hat die CDU zwölf Prozent verloren und die SPD – ohne viel dafür tun zu brauchen – fünfzehn Prozent gewonnen. Bernd Althusmann hat’s versemmelt und Sie mit ihm, Herr Schwake.

  14. Hier die Ergebnisse,

    Wahlkreis 47 (Uelzen): Direkt gewählt:Jörg Hillmer Partei:CDU

    Wahlkreis 48 (Elbe): Direkt gewählt:Uwe Dorendorf Partei:CDU

    Wahlkreis 49 (Lüneburg): Direkt gewählt:Andrea Schröder-Ehlers Partei:SPD

    Wahlkreis 51 (Seevetal): Direkt gewählt:Bernd Althusmann Partei:CDU

    MfG, Elena Gulli (LZonline)

  15. Wo bleiben die Glückwünsche von Herrn Mädge für den wackeren Herrn Bothe, der als Politik Neueinsteiger den Einzug in den Landtag erreicht hat und unsere Region dort vertreten wird.

    • Klaus
      wer auf die afd reinfällt, kann nicht tiefer fallen. wer sie aus protest wählt, kann nicht intelligent sein. wer das programm der afd gelesen und verstanden hat und sie trotzdem gewählt hat, kann nicht intelligent sein. wer deren programm vor der wahl nicht gelesen hat und sie trotzdem gewählt hat, kann nicht intelligent sein. warum soll also ein intelligenter einenem meiner meinung nach,,einfaltspinsel,, gratulieren? die gemäßigten afd.ler verlassen diese partei und die radikalen haben sie schon übernommen.

      • Obacht Herr Bruns,

        Sie können sich nicht anmaßen über den Geisteszustand anderer zu urteilen.
        Viele AfD-Wähler scheinen einer Sehnsucht erlegen zu sein, die die AfD sowieso nicht erfüllen kann.
        Aber das werden die meisten erst später merken.
        Denn Sie wissen ja: Hinterher ist man immer schlauer!

        • Eratosthenes
          Sie können sich nicht anmaßen über den Geisteszustand anderer zu urteilen.
          glauben sie mir ,man kann. und es wird auch getan. wie war es denn, als die linke erschien? schmuddelkinder der nation? genau so ist es jetzt, nur mit recht und rechtem vorzeichen. wehret den anfängen. linke haben bei uns noch nie einen weltkrieg angezettelt. sozialdemokraten und linke wurden von den rechten ins kz gesteckt. kiesinger und fillbinger gehörten dazu. deren saat geht immer noch auf. erst war es die npd, jetzt afd.

      • @ Eratosthenes

        Ich würde Fernfeuer-Frauke und Pistolero-Pretzell nicht als „Gemäßigte“ bezeichnen. Das sind geldgierige autoritärnationalistische Karrieristen wie die meisten „Führungsfiguren“ der AfD. Wenn das schießfreudige Hetzerduo nun abspringt, dann nur deshalb, weil es das Hauen umd Stechen um die Kommandobrücke bei den Rechtsradikalen verloren hatte. Hätten die beiden weiterhin das große Wort führen dürfen, wären sie auch weiter voran marschiert.

    • Friedrich Janssen

      Hallo Herr Brau,

      wieso sollte unser Oberbürgermeister einem Mann gratulieren, der sich für eine illiberale, dirigistisch staatssozialistische Partei engagiert, in der rechtsextreme, also nationalautoritäre, rassistische, von anti-emanzipatorischem und antidemokratischem Ressentiment bestimmte und primitivistisch klitternde geschichtsrevisionistische Positionen offen vertreten, beklatscht, kodifiziert und programmatisch sowie praktisch vorangetrieben werden?

  16. Lieber Alexander Schwake,

    Sie fragen, wie es zu dieser massiven Aneignung von verlogenen AfD-Parolen durch Bernd Althusmann und Sie im CDU-Reklamefeldzug vor den Landtagsqualen vom letzten Sonntag kommen konnte?

    Herr Jenckel (https://jj12.wordpress.com/) weiß die Antwort schon seit dem 27. September:

    „Mit den Parteien ist es wie mit den Fischern. Sind die Fanggründe leer, ziehen sie weiter oder dahin zurück, wo sie lange nicht gefischt haben. In der Hoffnung, dass da noch ein Kreuz zu holen ist.“

  17. Hallo Herr Alexander Schwake

    Haben Sie den heutigen Kommentar von Christoph Steiner gelesen? Unter der Überschrift „Warnung namens Tillich“ spricht der kluge LZ-Chefredakteur durch einen Strauß sächsisch bloß anmutender Blumen hindurch auch zu Ihnen und Herrn Althusmann. Für den Fall, dass Ihnen entgangen sein sollte, dass Steiners Überlegungen die Frage streifen, wie sehr wohl „diese massive Aneignung von verlogenen AfD-Parolen durch Bernd Althusmann und Sie im CDU-Reklamefeldzug vor den Landtagsqualen“ (Paul Weber) zum historisch schlechten Wahlergebnis der Niedersachsen-CDU vom letzten Sonntag beigetragen hat, und weil der schöne Text andernfalls morgen online schon wieder verloren sein könnte, setze ich diesen Ihnen und Herrn Althusmann zur hoffentlich beschämenden und zugleich belehrenden Erinnerung komplett her:

    „Der überraschende Abgang von Stanislaw Tillich sollte all denen zur Warnung dienen, die einen weiteren Schwenk nach rechts der Union einfordern. Denn der Versuch des sächsischen Ministerpräsidenten, die AfD sogar noch rechts zu überholen, war jüngst bei der Bundestagswahl krachend gescheitert – der Freistaat ist seitdem die Hochburg der Rechtspopulisten, die CDU in Sachsen erstmals seit 1990 nicht mehr stärkste Partei.
    Überhaupt hat der Regierungschef nie sonderlich den Anschein erweckt, rechte Umtriebe in seinem Bundesland klar zu benennen und konsequent dagegen vorzugehen. Es ist kein Zufall, dass die „Pegida“-Bewegung in Sachsen entstehen und bei Montagsdemonstrationen ihre Parolen verbreiten konnte und dass im ländlichen Raum mancherorts die NPD scheinbar ungestört ihr Unwesen treiben darf. Auch ausländerfeindlichen Übergriffen im Freistaat ist die Regierung Tillich eher wachsweich begegnet. Sie hat sich bei diesen traurigen Gelegenheiten lieber gegen den in der Republik entstandenen Eindruck gewandt, in Sachsen gebe es ein besonderes Rechtsextremismus-Problem.
    Die von Tillich angepeilte Nachfolge-Regelung verheißt für Sachsen ebenfalls nichts Gutes. Ein schwacher und weitgehend unbekannter CDU-Kandidat soll nun ans Ruder, einer der jüngst sein Bundestagsmandat in seinem Wahlkreis an einen AfD-Konkurrenten verloren hat. Ein starker Neuanfang sieht anders aus. Die Zeiten, da das Bundesland von Ministerpräsidenten von Format – Stichwort: Kurt Biedenkopf – regiert worden ist, waren freilich auch in der Ära Tillich schon vorbei.
    Womöglich hat Stanislaw Tillich seine Rückzugsankündigung bewusst auf den Tag der ersten Sondierungen für ein Jamaika-Bündnis in Berlin gelegt. Mit einem grünen Koalitionspartner im Bund kann einer wie er gewiss nichts anfangen.“

    Quelle: https://www.landeszeitung.de/kommentar (vom 19. Oktober 2017, 16:20 Uhr)

    MfG, Dörte Schulz