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Freuen sich auf eine schöne Zeit bei den Rosen in Lüneburg: Madeleine Niesche und Björn Bugri spielen Sonja und Tilmann. Zwischen ihren Figuren knistert es, doch er ist mit Sonjas Schwester liiert. Fotos: lz/be

Rote Rosen: Das neue Traumpaar

Lüneburg. „Es war eine unfassbare Freude.“ So beschreibt Madeleine Niesche den Moment, als sie erfuhr, dass sie die neue Hauptdarstellerin wird und ab Folge 260 1 von Mitte Februar 2018 an als Keramikmeisterin Sonja Pasch in der ARD-Erfolgsserie Rote Rosen zu sehen sein wird: „Jetzt beginnt für mich ein neuer Lebensabschnitt – und das in einer Stadt, die mich bezaubert. Ich freue mich, in Lüneburg leben zu dürfen, hier fühlt man sich schnell zu Hause.“ An ihrer Seite steigt Björn Bugri als Sattlermeister Tilmann ein, zwischen beiden knistert es.

Schaulustige verfolgen Dreharbeiten

Hunderte Lüneburger und Touristen schauten sich am Sonnabend am Stint die Dreharbeiten für den neuen Vorspann zur 15. Staffel an, deren Geschichten dann ab 20. November in Szene gesetzt werden. Es ist das Gesetz der Rosen-Serie, dass die Hauptdarstellerin mit ihrem sozialen Umfeld nach jeweils 200 Folgen ausscheidet und von einer neuen Haupt-Rose samt neuen Charakteren abgelöst wird, der Ensemble-Stamm von Gerry Hungbauer als Thomas, Hermann Toelcke als Gunter bis hin zu Maria Fuchs als Carla bleibt den Zuschauern erhalten.

Madeleine Niesche ist Nachfolgerin von Patricia „Helen“ Schäfer, die sie bestens kennt: „In dem Stück ,Endstation Sehnsucht‘ haben wir Schwestern gespielt.“ Auch mit anderen Rosen-Akteuren hat sie bereits gearbeitet, etwa mit Dana „Sigrid“ Golombek. Und zu Maike Bollow, die in der quotenstärksten 10. Staffel mit durchschnittlich 17,3 Prozent Marktanteil die Modedesignerin Tine spielte, gibt es eine besondere Beziehung: „Als sie damals die Rolle in den Rosen bekam, übernahm ich ihre Rolle in dem Stück ,Sei lieb zu meiner Frau‘, der Komödie von René Heinersdorff.

Nun drehe ich für die Rosen, sie wird nun ihre alte Rolle wieder übernehmen.“ Für Madeleine Niesche war es keine Frage, dass sie gleich nach dem Vorspann-Dreh Maike Bollow besuchte, denn die betreibt vorübergehend einen kleinen Laden in Lüneburg.

Viele Schaulustige verfolgen die Dreharbeiten auf der Brücke zwischen Stint und Altem Kran.

Erste durchgehende Serienrolle für Madeleine Niesche

Für die Neue ist es die erste durchgehende Serienrolle, sie bringt allerdings reichlich TV-Erfahrung mit: Sie agierte unter anderem in Serien wie „Danni Lowinski“, „Mord mit Aussicht“, „Wilsberg“ oder „SoKo Köln“. Die Schauspielerin sagt: „Ich liebe das Theater.“ Und das bereits seit ihrer Schulzeit. „In den letzten Schuljahren habe ich gemerkt, dass es für mich nichts anderes als die Schauspielerei gibt“, sagt die 1971 an der Müritz geborene und heute in Köln lebende Akteurin.

Also nahm sie privaten Schauspielunterricht bei Annegret Ritzel und stieg in den Beruf ein. Sie agierte an vielen Bühnen, zum Beispiel am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, dem Theater an der Kö, dem Theater am Kurfürstendamm und im Winterhuder Fährhaus. „Zuletzt habe ich das Stück ,Aufguss‘ von Heinersdorff in fast allen deutschen Komödienhäusern gespielt.“

Björn Bugri wird TV-Partner

Auf zehn spannende Rosen-Monate freut sich Madeleine Niesche schon, die sich für die Dreharbeiten mit Sport und Spaziergängen in der Natur fit hält. „Ich bin leidenschaftliche Sportlerin“, erzählt sie und nennt unter anderem „Eislaufen, Segeln, Ski Alpin, Tauchen und Windsurfen“ als Lieblingssportarten. Zudem interessiert sie sich für Kunst und Literatur.

Ihr TV-Partner Björn Bugri studierte Orchestermusik in Berlin, gehörte unter anderem zum Palastorchester von Max Raabe. Seit 2003 ist er häufig im Fernsehen zu sehen, unter anderem in „Anna und die Liebe“, „Da kommt Kalle“, „Der Kriminalist“, „Ein starkes Team“, „Der Staatsanwalt“ oder „Verbotene Liebe“. Zudem stand er für zwölf Kinofilme vor den Kameras, darunter „Urban Shortstories“, „Amor o Muerte“, „Prora Beach“ und „Lost Place“. Nun aber wird auch für ihn vorübergehend Lüneburg zu seinem Zuhause.

Von Rainer Schubert

Die Handlung: Die Ausgangslage für die Geschichten der 15. Staffel


Die Keramikmeisterin Sonja Pasch (Madeleine Niesche) soll die marode Familien-Keramikmanufaktur in Lüneburg mit ihren Entwürfen wieder in die Erfolgsspur bringen. Ihr Bruder Gregor (Wolfram Grandezka) hat gerade erst als Sanierer die Geschäftsführung der Manufaktur mit ihren 87 Arbeitsplätzen übernommen. Als ihr an Diabetes leidender Sohn Moritz (Felix Jordan) das Okay gibt, zieht sie von Freiburg nach Lüneburg.

Sonja ist nicht die leibliche Tochter des Unternehmer-Ehepaares Sybille Pasch (Johanna Liebeneiner) und ihres verstorbenen Mannes, wurde aber in die Familie aufgenommen, weil sie die beste Freundin der Pasch-Tochter Eva (Andrea Lüdke) war – und geblieben ist. Ihre eigene Mutter war medikamentenabhängig und starb früh.

Der Kontakt zwischen Eva und Sonja riss nie ab. Unternehmensberaterin Eva lernte auf einer Westernranch in den USA den Hamburger Sattlermeister Tilmann (Björn Bugri) kennen und heiratete ihn in einer Wedding Chapel in Las Vegas. Und der will sich auf dem Lüneburger Gutshof selbstständig machen. Und in Lüneburg trifft er auf Sonja…