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Die CDU-Politiker wünschen sich ein Tempolimit auf der Ostumgehung im Bereich Lüne-Moorfeld. Das galt bereits für einige Monate. Anwohner hatten den Eindruck, dass es da etwas leiser war. Bislang scheiterte die dauerhafte Umsetzung am Veto des Landes.
Die CDU-Politiker wünschen sich ein Tempolimit auf der Ostumgehung im Bereich Lüne-Moorfeld. Das galt bereits für einige Monate. Anwohner hatten den Eindruck, dass es da etwas leiser war. Bislang scheiterte die dauerhafte Umsetzung am Veto des Landes.

Ostumgehung: Neuer Vorstoß mit alten Ideen

Lüneburg. Dr. Gerhard Scharf ist seit Jahrzehnten für den Lärmschutz in seinem Viertel unterwegs und sitzt seit Jahrzehnten für die CDU im Rat. Mit seinem Fraktionskollegen Chris Gerlach hofft er nun, „die Fundamentalopposition gegen die Autobahn“ in Lüne-Moorfeld auf einen gemeinsamen Weg mit anderen Bürgern zu bringen. Die beiden glauben nicht, dass sich die A39 noch verhindern lässt, da sie in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wurde. Die Forderungen, die das Duo erhebt, sind allerdings nicht neu.

Tempolimit wurde schon einmal vom Land kassiert

Bekanntlich haben Anwohner an der Ostumgehung schon jetzt einen Anspruch auf besseren Schutz vor dem Krach. Die Prognosen, die bei der Planung der Schnellstraße in den 80er-Jahren aufgestellt wurden, trafen nicht ein: Heute rollt mit mehr als 40 000 Fahrzeugen am Tag doppelt so viel Verkehr über die Straße wie einst vorhergesagt, bis 2030 sollen noch mal mehr als 20 000 Autos und Lastwagen dazukommen. Doch was die Straßenverkehrsbehörde vorschlägt, nämlich mehr schallschluckende Fenster und Lüftungsanlagen für Häuser, reicht den meisten Anwohnern nicht. Parallel laufen die Planungen für die A 39 in Richtung Wolfsburg weiter.

Die beiden CDU-Politiker wollen sich quasi auf das aus ihrer Sicht Machbare im Abschnitt zwischen Ilmenaubrücke und Erbstorfer Landstraße beschränken. Die Forderungen:

▶ Ein Tunnel der Autobahn soll nicht wie geplant nur 399 Meter lang werden, sondern so weit reichen, dass er die Wohnbebauung abschirmt. Diese Haltung vertritt die Stadt seit Jahren.
▶ Ein Tempolimit von 80 km/h für Autos und 60 km/h für Lkw soll den Krach mindern. Das hatte die Stadt schon einmal angeordnet. Das Verkehrsministerium in Hannover kassierte das Ansinnen allerdings wieder und begründete die Entscheidung mit dem Verkehrsfluss und kaum messbarer Lärmminderung.
▶ Dass Erdschutzwälle auf der Seite Adendorf/Ebensberg mit dem Autobahnbau verschwinden und durch sogenannten Flüster­asphalt ersetzt werden sollen, lehnen die Unionspolitiker ab: „Wir wollen keine Verschlechterung.“

Ähnliche Forderungen hatte in der Vergangenheit auch die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld erhoben, falls der Autobahnbau nicht verhindert werden könne.

Gerlach und Scharf wollen ihr Anliegen im städtischen Autobahnbegleitausschuss, der am 24. Oktober tagt, sowie im Verwaltungsausschuss Anfang November zum Thema machen.
Von Carlo Eggeling