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Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat am Dienstagabend im Lüneburger Libeskindbau den Deutschen Lokaljournalistenpreis vergeben. Ausgezeichnet wurden mit dem 1. Preis die LZ-Autorinnen Katja Grundmann und Anna Sprockhoff. Foto: jdr

Journalismus der Spitzenklasse

Update: 21.45 Uhr: Für Dr. Hans-Gert Pöttering als Vorsitzenden war es ein besonderer Abend, für die Landeszeitung ein bislang einzigartiger und für die LZ-Autorinnen Katja Grundmann und Anna Sprockhoff sowie zehn weitere Preisträger ein unvergesslicher. Im Libeskindbau der Leuphana Universität hat die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) am Montagabend den 38. Deutschen Lokaljournalistenpreis verliehen.

Die Auszeichnung gilt als „Oscar“ der Lokaljournalisten im deutschsprachigen Raum – und geht zum ersten Mal in ihrer Geschichte an die Lüneburger Landeszeitung: für das crossmediale Projekt „Aufwachsen als Flüchtlingskind“.

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Lokaljournalistenpreis: Empfang im Rathaus

Foto: t&w

Lüneburg. Die Aufregung steigt: Am Montag wird der Deutsche Lokaljournalistenpreis 2016 der Konrad-Adenauer-Stiftung verliehen. Im Vorfeld hat Oberbürgermeister Ulrich Mädge alle Preisträger im Rathaus empfangen. Sie durften sich ins Goldene Buch der Stadt eintragen.

Heute Abend steigt die Preisverleihung im Zentralgebäude der Leuphana Universität. Circa 300 Gäste, darunter Dr. Hans-Gert Pöttering (Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung), Jochen Wegner (Chefredakteuer Zeit-Online), die Verleger der Landeszeitung und 30 LZ-Leser werden dabei sein.

Sowohl die Konrad-Adenauer-Stiftung als auch die drehscheibe waren vorab zu Besuch bei uns in der Redaktion, um den Kolleginnen ein paar Hintergründe zur Idee und Entstehung ihres Multimedia-Projekts „Aufwachsen als Flüchtlingskind“ zu entlocken.

Konrad-Adenauer-Stiftung

Drehscheibe


Wie berichtet hat die Jury des von der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgeschriebenen Deutschen Lokaljournalistenpreises unter den insgesamt 335 Einsendungen des Preisjahrgangs 2016 ihre Entscheidung getroffen. Die Landeszeitung für die Lüneburger Heide erhält den ersten Preis für das crossmediale Projekt „Aufwachsen als Flüchtlingskind“. Die Redaktion beleuchtet aus unterschiedlichen Blickwinkeln, was Kinder und Jugendliche als Übersetzer für ihre Familien und damit für den Integrationsprozess insgesamt leisten. Sie zeichnet persönliche Schicksale nach, ordnet sie in einen breiten Kontext ein und wagt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung. Eine Themenwoche in der Printausgabe, ein Multimedia-Dossier und ein Online-Blog verbinden sich zu einem vielschichtigen Gesamtpaket, das durch ausgezeichnete Recherche und sensible Herangehensweise überzeugt.

Der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung und Präsident des Europäischen Parlaments a.D., Dr. Hans-Gert Pöttering, erklärt dazu: „Integration wird dadurch nachvollziehbar. Die Schwierigkeiten und Hindernisse auf der Suche nach einer zweiten Heimat treten zutage. Engagiert und bewegend zugleich berichten die Autoren, wie versucht wird, eine Herausforderung von europäischer Tragweite auf lokaler Ebene zu bewältigen. Ein verdienter Preis.“

Das LZ-Team wurde im Lauf des Jahres mehrfach geehrt. Es gewann den „Alternativen Medienpreis“ der Nürnberger Medienakademie und der Münchener Stiftung Journalistenakademie in der Kategorie „Leben“, sowie den Dietmar-Heeg-Medienpreis der „Karl Kübel Stiftung“. lz

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7 Kommentare

  1. Zwei tolle Journalistinnen mit einem tollen Medienprojekt bei einer tollen Zeitung mit einem tollen Chef in einer tollen Stadt.

    Ich gratuliere herzlich zur Auszeichnung (und ich bin auch ein wenig stolz, mich als Einwohner im wahren Glanz sonnen zu dürfen, mit dem der helle Geist der LZ-Mitarbeiter*innen uns alle umstrahlt.)

    Weiter so!

  2. Liebe Katja Grundmann und Anna Sprockhoff,

    ich wiederhole meinen Gruß vom 16. Mai:

    Ihre – inzwischen mehrfache – Auszeichnung ist verdient! Ihr eindrucksvolles Multimedia-Dossier mit der feinfühlig und besonnen gemachten Sozialreportage „Aufwachsen als Flüchtlingskind“ schicke ich schon seit Monaten als Link in alle Himmelsrichtungen.

    Ich gratuliere Ihnen beiden und Ihrem Chef Hans-Herbert Jenckel, der Sie fördert und anfeuert wie kein anderer, herzlich!

    MfG aus Berlin, Otto-Karl Susemelk

  3. Renate Blomeier Ohlsson

    Herzlichen Glückwunsch auch aus Schweden und beste Grüße!
    Renate Blomeier Ohlsson

  4. Marlies Michels-Honrichsen

    Supersache! Ich beglückwünsche die beiden hoch talentierten und hinreißend gut gelaunten jungen Damen, die Journalistinnen Katja Grundmann und Anna Sprockhoff!

    Hans-Gert Pötterings Erklärung trifft den Kern: „Engagiert und bewegend zugleich berichten die Autorinnen, wie versucht wird, eine Herausforderung von europäischer Tragweite auf lokaler Ebene zu bewältigen.“

    Das ist das literarische, das poetische Herz des gelungenen Lokaljournalismus: Im Besonderen das Allgemeine erkennbar machen – und die lesenden Menschen dabei – unaufdringlich – bewegen und belehren.

    „Aut prodesse volunt aut delectare poetae / aut simul et iucunda et idonea dicere vitae“ (Horaz, ars poetica 11,3) Das heißt in diesem Fall: „Entweder die Schreibenden wollen nützen, oder sie wollen erfreuen, oder aber sie wollen das zur Sprache bringen, was für das Leben zugleich angenehm und nützlich ist.“

    Das haben sie getan. Alle wissen daher: „Ein verdienter Preis!“

    Super auch die Wahl der Location für die Preisverleihung.

    So konnte Dr. Spoun aus erster Hand erfahren (und für die Zukunft vielleicht etwas daraus lernen), dass die wahrhaft guten Geschichten immer nur die wahren Geschichten sein können – und niemals die bloß immerzu wiederholten.

  5. Wie heißt die junge Frau, die den Abend so kompetent moderiert hat?

    • Hallo Frau Bohlen,
      der Name der Moderatorin lautet Astrid Csuraji.

      Beste Grüße, jdr//LZonline

  6. Einfach klasse!