Dienstag , 18. September 2018
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Kai-Oliver Wolff, Daniel Hense und Fabian Burmeister (v.l.) geben die positiven Erfahrungen, die sie mit ihrem Ausbildungsunternehmen gemacht haben bei der Berufsbörse gerne weiter. Foto: lz/ina

Barwowick: Jugendliche informieren sich über Berufe

Bardowick. Stimmengewirr, Schüler wuseln durch die Gänge. Stände im Untergeschoss informieren über ausbildende Unternehmen, Schülergruppen in den Klassenzimmern stellen einzelne Berufe vor. „In diesem Jahr engagieren sich 115 Schüler für die Messe“, freut sich der Hauptorganisator und Schulsozialarbeiter Thorsten Erker. „Auch Lehrer, der Förderverein, die Teilnehmenden – vom Einrichtungshaus Poco Domäne über die Polizei bis zur Bäckerinnung. Darüber hinaus sind viele weitere Helfer wieder am Start, um die Schüler bei ihrer Berufswahl zu unterstützen.“

GFA weckt Interesse

Während die achten und neunten Klassen mit Listen und Fragebögen durch die Halle laufen, informieren sich die Schüler der Abschlussklassen schon konkret über Voraussetzungen und Erfahrungswerte der an den Ständen wartenden Auszubildenden. Am GFA-Stand beispielsweise informieren Kai-Oliver Wolff, Daniel Hense und Fabian Burmeister über ihren beruflichen Alltag.

„Bei uns glauben sie alle, wir würden den ganzen Tag auf einem Müllwagen stehen und stinken“, lacht Fabian, der wie Daniel im dritten Lehrjahr eine Ausbildung zur Fachkraft Kreislauf- und Abfallwirtschaft absolviert. „Dabei ist unser Job wahnsinnig abwechslungsreich und anspruchsvoll – vom Sortieren, Lagern und Verwerten bis zur Mikrobiologie.“ Kai-Oliver Wolff lernt ebenfalls im dritten Jahr Kaufmann für Büromanagement. „Nach der Realschule war ich noch ein Jahr auf der BBS 1 und habe in dieser Zeit diese Ausbildungsstelle gefunden – eine super Entscheidung!“

Mit Flyern, Kugelschreibern und vielen guten Tipps versuchen die drei während des Nachmittags interessierten Schülern ihre Begeisterung für ihren Arbeitgeber zu vermitteln.
Johanna Mühlenmeister (15) und ihre Freundin Carina Isenberg schreiben sich die spannendsten Tipps und Ideen auf, suchen sich auf aushängenden Listen von den 56 Berufen die für sie passenden heraus. Einer davon ist Schokolatier, Aurora Miceli aus der zehnten Klasse kann ihnen von ihrem Praktikum bei der Lüneburger Schokoladenmanufaktur Edelmann & Paulig berichten.

Konzentration, Ausdauer und auch ein bisschen Fantasie

„Ihr braucht viel Konzentration, Ausdauer und auch ein bisschen Fantasie“, erklärt sie ihren Mitschülerinnen. Wenn man beispielsweise Schokohasen mit zwei Schablonen formt, schafft man als Praktikant gerade mal drei Hasen pro Tag. „Sie müssen ja auch noch auskühlen und trocknen.“ Die Ohren werden dann filigran und dekorativ mit dem Pinsel gemalt. „Da braucht man echt Geduld.“

Das Praktikum brachte ihr den Beruf zwar näher, ein vorher absolviertes Praktikum im Kindergarten „Am Forsthaus“ hatte sie aber bereits mehr überzeugt. „Ich finde die Arbeit mit Schokolade zwar lecker, aber die Arbeit mit Kindern macht mir noch mehr Spaß.“

Von Ina Freiwald