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In diesem Haus in Vrestorf lebte der mutmaßliche Mörder Birgit Meiers. Foto: ca

Gewissheit im Mordfall Birgit Meier

Lüneburg. Was zu erwarten war, hat die Polizei in diesen Minuten bestätigt: Bei den sterblichen Überresten einer Frau, die man Ende September unter einer Garage bei Vrestorf gefunden hat, handelt es sich um Birgit Meier. Damit fügt sich ein weiteres Mosaiksteinchen in einen spektakulären Mordfall. Wie berichtet, war die damals 41-Jährige im August 1989 aus ihrem Haus in Brietlingen-Moorburg verschwunden. Während die Polizei lange von einem Vermisstenfall ausging, vermutete ihre Familie schnell, dass die Frau Opfer eines Verbrechens geworden ist.

Die Ermittlungen ihres Bruders Wolfgang, dem ehemaligen Chef des Landeskriminalamtes in Hamburg, führten dazu, dass die Polizei den Fall erneut aufrollte. Die Beamten fanden damals ein Indiz, das auf ihren mutmaßlichen Mörder Kurst-Werner W. hinwies. Während die Suche der Polizei nachdem Leichnam Birgit Meiers ergebnislos verlief, fand die Familie die entscheidende Spur – und das Skelett im Betonboden der Garage. Schon anhand des Zahnstatus war es wahrscheinlich, dass es sich um Birgit Meier handelt. Nun kam die Bestätigung über eine DNA-Analyse aus der Hamburger Gerichtsmedizin.

Die Staatsanwaltschaft will nun eine Obduktion beantragen. Das wirkt auf den ersten Blick eigenartig. Doch so soll geklärt werden, wie die Frau vor 28 Jahren starb.
Nach LZ-Informationen wurden die Überreste des Mordopfers mit einer Tüte über dem Kopf und einem Strick um den Hals gefunden.