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Millimeterarbeit war gestern Vormittag von den Soldaten des Aufklärungslehrbataillons 3 in der Theodor-Körner-Kaserne gefordert: 80 Fahrzeuge wurde auf Eisenbahnwaggons verladen. Foto: lz/kre

Aufklärer verlassen Lüneburg mit der Bahn

Lüneburg. Es ist eine Herausforderung. Nicht nur für den Oberstabsgefreiten Christopher Wulf am Steuer des Greenliner-Geländewagens, sondern für alle gut 200 So ldaten des Lüneburger Aufklärungslehrbataillons 3. Sieben Jahre ist es her, dass das Bataillon zuletzt „mit Mann und Maus“ das Verlegen an einen anderen Standort mit Hilfe der Bahn geübt hat.

Wolf, Fennek, Fuchs 

80 Fahrzeuge, vom Wolf, der militärischen Version der Mercedes G-Klasse, über den Aufklärungsspähwagen Fennek bis hin zum Transportpanzer Fuchs fuhren am Montagvormittag auf die Bahnwaggons, wurden dort gesichert und fest verzurrt. Christopher Wulf: „Sich komplett auf die Einweiser verlassen zu müssen, das ist ungewohnt.“ Mit der Bahn ging es ins etwa 200 Kilometer entfernte Minden in Westfalen, wo die Lüneburger Aufklärer voraussichtlich heute im Laufe des Tages eintreffen werden.

Dort sollen sie in den nächsten Tagen den Übergang über die Weser mit Hilfe einer Kriegsbrücke üben. Die wird von den Pionieren aus Minden mit ihren Amphibienfahrzeugen zusammengebaut. Zudem werden die Soldaten das Betanken im Felde trainieren und schließlich den Kolonnenmarsch auf der Straße zurück nach Lüneburg.

Nächste Übung führt nach Norwegen

Das Projekt dient als erste Übung für die nächste Herausforderung, die auf die Aufklärer wartet. Im kommenden Jahr geht es für den Verband zu einer weiteren Übung nach Norwegen. Die vermehrten Übungen in dieser Form sind kein Selbstzweck, sondern dienen als Vorbereitung für einen Einsatz in der Schnellen Eingreiftruppe der NATO, zu der auch die Lüneburger Aufklärer ab 2018 gehören werden. Ein ausführlicher Bericht folgt. kre