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Jürgen Schmidt (l.) und Jörg Verges mit einem Modell der künftigen Fahrzeughalle der DLRG-Ortsgruppe Adendorf/Scharnebeck. Auch ein Bauschild, im Miniaturformat, ist schon fertig. Foto: lz/A/t&w

Adendorf: Startschuss für Bau der DLRG-Fahrzeughalle

Adendorf. „Was lange währt, wird endlich gut.“ Die Weisheit ist mehr als abgedroschen, aber sie trifft hier genau zu: Sechs Jahre nach Beginn der Planungen, meh r als ein Jahr nach Einreichen des Bauantrags beim Landkreis Lüneburg, ist jetzt die ersehnte Baugenehmigung für die Fahrzeughalle der Ortsgruppe Adendorf/Scharnebeck der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) eingetroffen.

Ortsgruppe zählt rund 670 Mitglieder

Die Wasserretter planen an der Daimlerstraße in Adendorf eine Stahlhalle mit einer Grundfläche von etwa 400 Quadratmern, mit vier Toren und insgesamt sieben Stellplätzen, die ausreichend Raum für Fahrzeuge und Gerät bietet (LZ berichtete). Darüber hinaus soll der Komplex Sanitärräume sowie ein kleines Büro enthalten.

Jürgen Schmidt, Vorsitzender der rund 670 Mitglieder zählenden Ortsgruppe, und Jörg Verges, 2. stellvertretender Vorsitzender und verantwortlich für das Bauprojekt, freuen sich, dass die Baugenehmigung endlich vorliegt – wunschlos glücklich sind sie aber nicht, denn der Hallenstellplatz für den Lkw der Ortsgruppe wurde vom Landkreis nicht genehmigt – mit einem Eigengewicht von mehr als 3,5 Tonnen darf er laut Baunutzungsverordnung in einem Wohngebiet nicht untergebracht werden.

Jürgen Schmidt (l.) und Jörg Verges mit einem Modell der künftigen Fahrzeughalle der DLRG-Ortsgruppe Adendorf/Scharnebeck. Auch ein Bauschild, im Miniaturformat, ist schon fertig. Foto: lz/be

Lagerung bislang an drei bis vier Standorten

Die DLRG-Ortsgruppe hat beim Landkreis einen Befreiungsantrag gestellt, hofft, dass die Behörde den Ermessensspielraum zu ihren Gunsten nutzt. „Das Fahrzeug fährt doch nicht jeden Tag rein und raus. Es wird überhaupt nur rund 30 Mal im Jahr bewegt“, betont Jürgen Schmidt.

Die DLRG-Ortsgruppe Adendorf-Scharnebeck verfügt über drei Kraftfahrzeuge, zwei Motorboote mit dazugehörigen Trailern und über einen Materialanhänger. Das Gerät ist bisher, je nach Jahreszeit, noch an drei oder vier verschiedenen Stellen in der Region untergebracht – in einem Notfall kann das die Einsatzbereitschaft der Wasserretter verzögern. Jürgen Schmidt: „Um künftig unsere Einsätze schneller und effektiver durchführen zu können, möchten wir unser Gerät und Material zentral an einem Ort unterbringen.“

Fertigstellung für Ende 2018 geplant

2011 hatten die Planungen für eine Halle, in der die Fahrzeuge zentral zusammengefasst werden, begonnen, 2012 beschlossen die Mitglieder den Bau, die Gemeinde Adendorf stellte ein Grundstück an der Daimlerstraße zur Verfügung. Ende 2014 stellten die DLRG-Verantwortlichen ihr Projekt der Öffentlichkeit vor, es folgte die Einreichung des Bauantrags beim Landkreis Lüneburg, der in der Folge mehrfach überarbeitet und jetzt genehmigt wurde.

Schon Anfang 2016 hatten die DLRG-Mitglieder an der Adendorfer Daimlerstraße angefangen, das von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Grundstück zu roden. Am kommenden Wochenende soll es dort wieder richtig zur Sache gehen, sollen Baumstubben aus dem Boden gezogen werden.

Folgen soll das Aufstellen des Bauzauns, die Baustelleneinrichtungen, das Abschieben von Mutterboden, parallel sollen Angebote für die anstehenden Arbeiten eingeholt werden. Läuft alles nach Plan, sagt Jörg Verges, soll der neue Bau der DLRG-Ortsgruppe Ende 2018 stehen.

Von Ingo Petersen

Geld fließt aus zahlreichen Quellen: Wasserretter wollen keinen Kredit aufnehmen

Die Kosten für das ehrgeizige Projekt Fahrzeughalle hatten die Verantwortlichen der DLRG-Ortsgruppe Adendorf/Scharnebeck schon vor Jahren auf rund 355 000 Euro geschätzt. „85 Prozent davon haben wir zusammen“, sagt Jürgen Schmidt.

125 000 Euro haben die engagierten Wasserretter in den letzten Jahren an Eigenmitteln zusammengespart. Zusagen auf Förderung gibt es unter anderem vom Landkreis Lüneburg, der Samtgemeinde Scharnebeck und ihren Gemeinden, der Gemeinde Adendorf und der Scharnebecker Erschließungsgesellschaft (SEB), Spenden kommen von gewerblichen und privaten Spendern.

„Ein Antrag läuft noch, eventuell müssen wir auch unsere Eigenleistung noch einmal erhöhen“, sagt Jörg Verges.“ Und Jürgen Schmidt ergänzt: „Wir wollen keinen Kredit aufnehmen.“