Aktuell
Home | Lokales | Amelinghausen | Verregnete Bilanz der Freizeitbusse
Viel zu selten hat auch für das Angebot des Heide-Shuttles in der jetzt abgeschlossenen Saison die Sonne geschienen. Foto: lz/dth

Verregnete Bilanz der Freizeitbusse

Winsen/Amelinghausen. Den verregneten Sommer haben auch die Freizeitbus-Angebote in der Heide-Region zu spüren bekommen: Die vier Ringlinien des Heide-Shuttles nutzten von Mitte Juli bis Mitte Oktober rund 59 000 Fahrgäste. „Das sind rund sieben Prozent weniger als im Vorjahr“, sagt Hilke Feddersen, Geschäftsführerin des Naturparks Lüneburger Heide.

Ergebnis immer noch besser als erwartet

Stärker getroffen hat es den kleinen Bruder, den Lüneburger Heide-Radbus, der die Salzstadt Lüneburg über Amelinghausen mit der zentralen Lüneburger Heide verbindet und dort an den Heide-Shuttle anschließt. Rund 14 Prozent weniger Fahrgäste verzeichnete das Angebot, das von der Samtgemeinde Amelinghausen vermarktet wird. Dennoch sei das Ergebnis besser als erwartet, heißt es aus dem Amelinghausener Rathaus.

Vier bis sechs Mal täglich haben die Freizeitbusse mit Fahrradanhänger des Heide-Shuttles während der nunmehr zwölften Saison ihre Runden gedreht zwischen Soltau, Buchholz und Salzhausen. „Auch wir konnten feststellen, dass an Regentagen und besonders an vorhergesagten Schlecht-Wetter-Wochenenden die Fahrgastzahlen runtergehen“, sagt Feddersen. In den letzten Wochen zog die Nachfrage aber wieder an. Bei der kürzlichen Halbzeitbilanz hatte es zunächst noch schlechter ausgesehen: Da waren die Organisatoren noch von einem Minus in Höhe von zehn Prozent ausgegangen.

Foto: naturpark

Samtgemeindebürgermeisterin bleibt optimistisch 

Mit jeweils rund 17 000 Fahrgästen seien der Ring 2 (Egestorf-Behringen-Tostedt-Wesel) sowie Ring 3 (Salzhausen-Wesel-Buchholz-Nindorf) wie in den Vorjahren am stärksten nachgefragt gewesen, so Angaben der Naturparkgeschäftsstelle. Auf rund 15 000 Fahrgäste sei der Ring 1 gekommen, der unter anderem Bispingen mit Schneverdingen mit Oberhaverbeck im zentralen Naturschutzgebiet Lüneburger Heide verbindet. Nur rund 10 000 Fahrgäste seien auf Ring 4 gezählt worden, der Bispingen und Schneverdingen in Richtung Süden mit Soltau und Neuenkirchen verknüpft. Insgesamt habe rechnerisch jeder sechste der rund 59 000 Fahrgäste das Angebot der Fahrradanhänger genutzt und sein Velo mit auf die Tour genommen.

„Sicher hat auch hier das schlechte Sommerwetter seine Spuren hinterlassen.“
Claudia Kalisch, Samtgemeindebürgermeisterin

Laut Naturpark-Geschäftsführerin Feddersen werde die Arbeitsgemeinschaft Heide-Shuttle in den kommenden Wochen die Saison für sich weiter auswerten und Pläne für die nächste Saison schmieden. Träger des für Nutzer kostenfreien Freizeitbusangebots sind die Landkreise Harburg und Heidekreis und ihre Kommunen.

Optimistisch gibt sich derweil Amelinghausens Samtgemeindebürgermeisterin Claudia Kalisch mit Blick auf den Heide-Radbus, der von Anfang August bis Mitte Oktober nur an den Wochenenden zwischen Lüneburg und Döhle fährt und somit ohnehin auf einem geringeren Zahlenniveau verkehrt. Hatten laut Kalisch 2016 noch 3538 Fahrgäste das Angebot genutzt, waren es in dieser Saison nur noch 3038. „Sicherlich hat auch hier das schlechte Sommerwetter seine Spuren hinterlassen“, sagt Kalisch. „Dennoch ist dies aber besser als erwartet.“ Zumal die Nachfrage nach Radtransporten trotz geringerer Fahrgastzahlen um fünf Prozent gestiegen sei.

Kalisch sagt: „Vor diesem Hintergrund und im Vergleich zu den weiteren Vorjahren lässt sich sagen, dass der Heide-Radbus weiterhin auf gleichbleibende Annahme stößt.“ Auch grundsätzlich spricht sie sich für das Angebot aus, denn für die Samtgemeinde Amelinghausen sei „dieser Anschluss an die zentrale Heide essentiell wichtig, um hier touristisch attraktiv aufgestellt zu sein“.

Von Dennis Thomas