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Auch in Lüneburg schlagen Taschendiebe besonders in der Vorweihnachtszeit zu. Foto: A/lz/be

Taschendiebe lieben Lüneburg

Lüneburg. Stadt und Kreis Lüneburg gehören zu den „Klau-Hochburgen“: Das Internetportal shopping.de hat bundesweit Zahlen zum Thema Taschendiebstahl ausgewertet . Mit 152 Taten gerechnet auf 100 000 Einwohner belegt Lüneburg Platz 65 in der Liste und gilt als „gefährlich“. Exakt 275 Taten wurden der Polizei vergangenes Jahr gemeldet. Zum Vergleich: Uelzen belegt Platz 42, Düsseldorf mit 1314 Taten pro 100 000 Einwohner liegt auf Rang 1, die Statistik nennt 8041 Delikte.

Geringe Aufklärungsquote

Mit Ausnahme von Darmstadt liege die Aufklärungsquote in der Regel unter 15 Prozent, heißt es in der Analyse. Darmstadt erreicht sensationelle 67,5 Prozent. Lüneburg etwa fünf.
Polizeisprecher Kai Richter kennt das Zahlenwerk. Er mahnt, gerade im Vorweihnachtstrubel besonders achtzugeben. Denn Taschendiebe nutzen das Gedränge auf Weihnachtsmärkten und in Geschäften gern, um zuzugreifen. Er hat einen kleinen Lichtblick parat: „Im Vergleich zu 2015 haben wir in diesem Bereich fünf Prozent weniger Anzeigen aufgenommen.“

Der Hauptkommissar berichtet, dass neben organisierten osteuropäischen Gruppen auch heimische Täter zugreifen. Er empfiehlt, Wertsachen eng am Körper zu tragen. Rucksäcke, Handtaschen und Körbe seien quasi eine Einladung für Täter. Die arbeiten oftmals arbeitsteilig: Einer lenkt das Opfer ab, der andere greift zu. Die Polizei reagiert auf die „Saison der Diebe“, sie will verstärkt Streifen losschicken, auch in Zivil. ca