Dienstag , 18. September 2018
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Die Hansestadt will die Nutzung regenerativer Energien weiter fördern, dafür zusätzliche Dächer zur Verpachtung anbieten. Foto: nh

Stadt verpachtet Dächer für Photovoltaik

Lüneburg. Die Hansestadt Lüneburg will die Nutzung regenerativer Energien weiter unterstützen. Schon seit vielen Jahren funktionieren Modelle, wo Schulen, etwa die Wilhelm-Raabe-Schule, eigene Photovoltaikanlagen auf ihren Dächern betreiben und so nicht nur dem Klima etwas Gutes tun. Auf den Dächern der Schulzentren Kreideberg, Kaltenmoor sowie unter anderem des Johanneum und der St.-Ursula-Schule hatte die Stadt bereits vor einigen Jahren Flächen für Photovoltaikanlagen zur Verfügung gestellt.

Bürger, aber auch zum Beispiel Genossenschaften haben dort Anlagen errichtet. Aktuell bietet die Stadt vier weitere städtische Dächer zur Verpachtung an. Bedingung ist, dass der Pächter dort eigene Photovoltaikanlagen installiert, betreibt und den dort erzeugten Strom vorrangig zum Verbrauch vor Ort an die Stadt liefert.

Bei den vier Dächern handelt es sich um das Dach des Neubaus für das Johanneum, um das Dach des Fahrradparkhauses am Bahnhof, Gleis West, sowie um die beiden Walmdächer der Häuser 40 und 41 der ehemaligen Schlieffen-Kaserne, jetzt Hanseviertel. Die Häuser beherbergen unter anderem die Kita Hansekids sowie eine Wohneinrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Es ist eine Vertragslaufzeit von bis zu 25 Jahren vorgesehen. Die Dächer werden auch einzeln verpachtet. Den Zuschlag erhält später der Bieter, der in Kombination das wirtschaftlichste Angebot für Pacht und Strompreis einreicht und zudem bestimmte Qualitätskriterien erfüllt.

Alja Rieckhof, Energiemanagerin der Hansestadt für städtische Gebäude, kalkuliert, dass bei gut 1700 Quadratmetern Dachfläche, die jetzt ausgeschrieben sind, etwa 180 000 kWh pro Jahr zu erzielen sind – zum Vergleich: Für einen Haushalt mit drei Personen rechnet man ungefähr mit einem Jahresverbrauch von 3600 kWh. Grob gerechnet könnten in dieser Größenordnung 90 000 Kilogramm CO2-Ausstoß vermieden werden, so Rieckhof.

Mehr Informationen sowie die genauen Konditionen finden Interessierte auf der städtischen Homepage. Ansprechpartnerin für Fragen ist Alja Rieckhof unter (04131) 3093544. sp