Donnerstag , 22. November 2018
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Die neue Mensa der Grundschule Hasenburger Berg überzeugt durch behutsame Architektur und gelungene Akustik. Foto: lz/t&w

Grundschule Hasenburger Berg: neue Mensa läuft

Lüneburg. Freundlich, hoch, lichtdurchflutet. Marianne Borowski ist erleichtert, die neue Schulmensa der Grundschule Hasenburger Berg erfüllt voll und ganz die Erwartungen, und nicht nur die der Schulleiterin: „Wir sind alle sehr zufrieden.“ Zwar ist noch nicht alles komplett, noch fehlt das neue Mobiliar, Schule und Hort konnten den Mensabetrieb vor wenigen Tagen aber dennoch aufnehmen. Dabei zeigte sich: Der üblicherweise hohe Lärmpegel während der Betriebszeiten konnte erstaunlich niedrig gehalten werden.

„Auch wenn hier Trubel ist, kann man sich noch unangestrengt unterhalten“, sagt Marianne Borowski. Bei 110 Kindern, Lehrern und Betreuern, die hier gleichzeitig essen können, kein zu unterschätzender Vorteil, wie auch Zara Klingenberg, eine der beiden Leiterinnen des angegliederten Horts „Hasenburger Rübe“, weiß: „Das war in den alten Küchenräumen teilweise extrem.“ Bereits in der vergangenen Woche lernten Schüler, Lehrer und Eltern auch den weiteren Vorteil ihrer neuen Mensa kennen: Das Theater Lüneburg war eigens zur Eröffnung gekommen, auf der neuen Mensa-Bühne führten sie eine Kurzversion von „Hänsel und Gretel“ auf. Weitere Veranstaltungen wie das Adventssingen, der Adventsbasar und die jährlichen Einschulungsfeiern sind bereits fest eingeplant.

Mit neuer Mensa ist auch mehr Tischkultur geplant

Rund 850 000 Euro hat die Stadt für den rund 330 Quadratmeter großen Anbau nebst Küchenräumen in die Hand genommen, dabei wurde auch Wert darauf gelegt, „den schönen alten Charakter der Schule fortzusetzen und mit Neuem stimmig zu verbinden“, wie Borowski betont. Dies zeige sich vor allem an den Backsteinwänden, die als frühere Außenwände des Schulflügels integriert wurden. Eigentlich sollte die Mensa schon im August fertig sein, doch die Bauarbeiten im Bestand hätten sich hingezogen. Auch das neue Mobiliar soll erst in den kommenden Wochen eintreffen.

Das Schulessen wird ab August kommenden Jahres von René Gravenhorst geliefert, der bereits die Schule an der Schaperdrift bedient. „Es wird zwei Gerichte zur Auswahl geben, Gemüse aus der Region, Kartoffeln aus integriertem Anbau und Bio-Eier“, erläutert die Schulleiterin. Auswahlkriterien für den Caterer seien Ortsansässigkeit und Frische gewesen. Bis dahin liefert noch die Loewe-Stiftung die täglichen Mahlzeiten.

Die neue Mensa ist Teil der Maßnahmen zum Umbau als Ganztagsschule, die von der Wismarer Planungs- und Ingenieursgesellschaft durchgeführt werden. Bis Sommer 2018 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Bis zu 170 Personen sollen in der Mensa künftig Platz nehmen können. Weil die Ausschreibungen sich verzögert hätten, müsse vorerst noch mit dem alten Mobiliar vorliebgenommen werden, „ist aber für uns kein Problem“, wie Borowski versichert.

Für das gemeinsame Essen in der neuen Mensa hat sie auch schon neue Ideen in der Schublade: „Es soll ein bisschen wie zu Hause sein. Wir wollen weg von der klassischen Essensausgabe mit Tabletts und setzen auf Tischkultur.“ So sollen Schüler sich gemeinsam an einen Tisch setzen, andere, als Tischdienst eingeteilt, werden den Tisch eindecken und die Speisen in Schüsseln servieren. „Angefangen wird, wenn alle am Tisch sitzen. Und man wünscht sich einen guten Appetit.“ Noch aber sei es nur Planung.

Von Ulf Stüwe