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Ein Vier-Personen-Haushalt muss künftig rund zehn Euro pro Jahr mehr für die Entsorgung des Restmülls zahlen. Statt 130,70 Euro werden künftig 140,40 Euro fällig. Allerdings muss der Stadtrat noch zustimmen. Foto: lz/t&w

Verwaltung will die Müllgebühren anheben

Lüneburg. Die Bürger der Hansestadt Lüneburg müssen voraussichtlich bei den Müllgebühren im kommenden Jahr tiefer in die Tasche greifen. Laut der „GfA Lüneburg – gemeinsame kommunale Anstalt des öffentlichen Rechts“ (gkAöR) sollen sie um durchschnittlich 7,4 Prozent steigen. Das geht aus den Unterlagen zum Wirtschaftsausschuss hervor, der am Mittwoch, 22. November, von 16 Uhr an im e.novum, Munstermannskamp, tagt.

Betriebsergebnis verantwortlich für steigende Gebühren

Die vergangenen fünf Jahre waren die Gebühren für die Abfallbeseitigung konstant. In den beiden Jahren zuvor konnten sich die Bürger sogar über Gebührensenkungen bei der Müll­entsorgung freuen. Doch seit 2014 schloss das Betriebsergebnis alljährlich mit einem Minus ab. Die Folge ist, dass die Gebühr angehoben wird, da sie kostendeckend sein muss. Gäbe es Überschüsse, würde sie sinken.

Im Rahmen der Gebührenbedarfsrechnung weist das jahresbezogene Betriebsergebnis fürs laufende Jahr ein Minus von 26 300 Euro aus, inklusive des Vortrags aus dem Jahr 2015 steht unterm Strich ein Minus von 106 568 Euro. Laut Kalkulation würde sich das jahresbezogene Betriebsergebnis fürs kommende Jahr auf ein Minus von 263 000 Euro belaufen, inklusive des Vortrags aus 2015 wäre es ein Minus von 469 377 Euro. Daher soll die Gebühr angehoben werden. Ursache für die steigenden Kosten seien unter anderem die Ergebnisse der Tarifverhandlungen.

Diese Kosten kommen auf Sie zu

Die nun vorgeschlagene Gebührenanpassung sieht eine Erhöhung der Grundgebühr bei Restmüllbehältern bis zu 480 Liter von 31,50 Euro auf 31,60 Euro vor. Die Volumengebühr soll den Plänen zufolge von derzeit 2,48 Euro pro Liter auf 2,72 Euro pro Liter steigen. Konkret bedeutet das bei 14-tägiger Abfuhr des Restmülls zum Beispiel folgende Kosten pro Jahr:

▶ 2-Personenhaushalt, 40-Liter-Tonne: 86 Euro statt bisher 81 (ohne Behälterservice). 118,40 Euro statt bisher 113,50 Euro (inklusive Behälterservice)
▶ 4-Personenhaushalt, 80-Liter-Tonne: 140,40 Euro (bisher 130,70 Euro, ohne Behälterservice), 172,80 Euro (bis 163,10 Euro, inklusive Behälterservice)
▶ 5-Personenhaushalt, 100 Liter Restmüll: 167,60 Euro (bisher 155,50 Euro), 200 Euro (187,90 Euro, inklusive Behälterservice)
▶ 33-Personen-Gemeinschaft, 660 Liter Restmüll: Hier steigt die Grundgebühr von 63 Euro auf 63,20 Euro. Kosten: 960,80 Euro (bisher 881,40 Euro). Inklusive Behälterservice 993,20 Euro (913,80 Euro).

Der Gebührenänderung müssen noch der Verwaltungsausschuss der Stadt sowie der Rat zustimmen.

Von Antje Schäfer

One comment

  1. Steffen Hartmann

    Betrifft das dann auch den Kreis Lüneburg? Da wird man ja auch von der GfA versorgt aber in dem Artikel steht so speziell „Die Bürger der Hansestadt Lüneburg“…