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Die Grundschule in Neetze ist eine von zwei Einrichtungen, die die Samtgemeinde Ostheide zur Ganztagsschule ausbauen will. (Foto: phs)

Ganztagschule im Fokus

Barendorf/Neetze. „Wir wollen im kommenden Jahr in unsere Straßen, Schulen und Feuerwehren investieren und gleichzeitig unsere Mitgliedsgemei ndem durch die Senkung der Samtgemeindeumlage finanziell entlasten“, berichtet Ostheides Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer – und fügt hinzu: „Und das alles, ohne zusätzliche Schulden machen zu müssen.“ Verständlich also, dass der Rathauschef zufrieden ist mit dem Etat-Entwurf, der am Dienstag vom Samtgemeinderat beraten und beschlossen werden soll. Beginn der Samtgemeinderatssitzung ist um 19.30 Uhr in der Grundschule Neetze.

7,624 Million Euro stehen im Ergebnishaushalt der Samgtgemeinde Ostheide an ordentlichen Erträgen 2018 bereit, die Aufwendungen belaufen sich nach Meyers Worten auf 7,414 Millionen Euro. Unter dem Strch steht ein Plus von 209 000 Euro.

Die Wirtschaft floriert – und das kommt auch der Samtgemeinde Ostheide bei den Steuereinnahmen und Schlüsselzuweisungen zugute: „Deshalb ist jetzt auch der Zeitpunkt, unsere Gemeinden zu entlasten“, sagt Meyer. Um 1,5 Prozentpunkte auf künftig 30 Prozentpunkte soll die Samgtgemeindeumlage gesenkt werden. Und auch die Kreisumlage werde um einen Prozentpunkt abgeschmolzen.

Gleichwohl plant die Samtgemeinde Ostheide auch 2018 wieder etliche Investitionen: So soll die rund 1,3 Kilometer lange Straße zwischen Horndorf und Rohs­torf für 265 000 Euro neu aufgebaut und etwas verbreitert werden. „Die Alleebäume bleiben von dieser Maßnahme allerdings unberührt“, versichert Meyer.

Feuerwehr erhält neue Geräte

100 000 Euro werden notwendig für die Erneuerung des Abwasserpumpwerkes „Am Mühlenkamp“ in Barendorf. Investieren muss die Samtgemeinde auch im Industriegebiet Volkstorf in die Schmutzwasserkanalisation: „Die Erfahrung zeigt, dass die Unternehmen lieber kleinere Grundstücke im Industriegebiet erwerben wollen“, berichtet Meyer. Deshalb plane die Gemeinde Vastorf den Bau einer zusätzlichen Stichstraße im Industriegebiet. Auf die Samtgemeinde – zuständig für das Schmutzwasser – kommen damit Kosten für den Kanalbau in Höhe von 72 000 Euro zu.

Einen weiteren Schwerpunkt für die nächsten Jahre sieht der Samtgemeindebürgermeister in der Weiterentwicklung der drei Grundschulen. „Wir werden nicht umhinkommen, uns Gedanken zu machen über die Einführung von Ganztagsschulen in Barendorf und in Neetze“, erklärt der Rathauschef. 4000 Euro für jede Schule sind im Haushalt 2018 eingestellt – als Planungskosten. Die bauliche Umsetzung – geplant ab 2019 – kommt dann freilich deutlich teurer. In der mittelfristigen Finanzplanung sind 750 000 Euro eingestellt. Aber diese Summe ist nur ein Platzhalter. „Denn die wird nicht reichen“, befürchtet Meyer.

Freuen dürfen sich auch die Feuerwehrleute über die Modernisierung ihrer Ausrüstung: Für die Feuerwehr Reinstorf wurde bereits ein Tanklöschfahrzeug (TLF 3000) für 270 000 Euro geordert. An die Wehr ausgeliefert wird das Fahrzeug aber erst 2019. So lange müssen die Feuewehrmänner bei Einsätzen noch mit dem alten Löschfahrzeug, Baujahr 1979, ausrücken.
Weitere 32 000 Euro investiert die Gemeinde in die Modernisierung der Atemschutzgeräte-Technik, die auf Überdruck-Masken umgerüstet wird. Und 100 neue Helme für die Brandschützer müssen ebenfalls angeschafft werden – zu Stückkosten von jeweils 190 Euro.

Von Klaus Reschke