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Der Kran hob den Adventskranz lediglich einige Meter hoch, musste ihn dann wieder absetzen – zu riskant bei dem Wind. Foto: lz/phs

Kranz hebt zunächst nur kurz ab

Lüneburg. Ausgerechnet am runden Geburtstag lief es nicht rund mit Europas größtem Adventskranz: Gestern um 11.30 Uhr sollte ein Riesenkran den 1,5 Tonnen schwe ren Wichernkranz auf den Wasserturm hieven. Doch der Wind war zu stark, erst am Abend konnte der Kranz auf dem Turm installiert werden. Ab Sonnabend, 2. Dezember, abends kann der Adventskranz dann im zehnten Jahr wieder per Telefonanruf (09003-9424376) oder SMS (mit dem Wort LICHT an die Nummer 83090) zum Leuchten gebracht werden. Die Eröffnungsveranstaltung beginnt um 16.15 Uhr auf dem Hof des Wasserturms mit Bläserklängen des Posaunenchores des Kirchenkreises.

Nach der Begrüßung durch Pastor Olaf Ideker-Harr vom Wichernkranz-Team, dem der Kirchenkreis, die Diakonie und der Trägerverein Wasserturm angehören, wird Heinrich Bär von der Ausbildungsbrücke Lüneburg das Spendenprojekt vorstellen: Dieses Jahr fördern die Spenden ein Bildungsprojekt für junge Flüchtlinge in der Region Lüneburg. Die Patinnen und Paten der Ausbildungsbrücke Lüneburg unterstützen Jugendliche und junge Erwachsene zwischen Schule und Ausbildung mit gezielter Vorbereitung auf die Arbeitswelt, vermitteln die erforderlichen Sprachkenntnisse und helfen bei behördlichen Abläufen. Zu zehn Jahren Wichernkranz äußert sich Superintendentin Christine Schmid. Das Projekt wurde damals für zehn Jahre konzipiert. Michael Elsner von der Diakonie ist zuversichtlich, dass es weitergehen wird: „Nach Abschluss der Aktion setzten sich die Partner zusammen. Möglicherweise gibt es ja neue Ideen, ein neues Format.“

Im Foyer des Wasserturmes sind im Aktionszeitraum stets Kurzinformationen zu Johann Hinrich Wichern, dem Gründervater der modernen Diakonie und Erfinder des Adventskranzes, zu finden. Auch findet die Mitmachaktion zum Thema „Mut zur ersten kleinen Tat“ statt, die sich auf Wichern bezieht. Er sagte: “Nur der kann sich der Not in ihrer ganzen Breite entgegenstellen, der den Mut hat zur ersten kleinen Tat.” 2017 fragen AG Diakonie, Kirchenkreis und Wasserturm die Besucher: „Welcher kleine Schritt hat für dich etwas verändert?“ Antwortkarten können im Foyer aufgehängt werden.

Vor Rainer Schubert