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Das Lüneburger Wasser gehört zur Spitzenklasse. Nun dreht der Versorger Purena an der Preisschraube. Foto: lz/a/t&w

Trinkwasser wird teurer

Lüneburg. Der Wasserversorger Purena GmbH hebt seine Mengen- und Grundpreise für Trinkwasser zum 1. Januar 2018 in der Hansestadt Lüneburg und in der Samtgemeinde Amelinghausen an. Unternehmenssprecher ­Ralph Montag begründet: „In den vergangenen zehn Jahren hat der regionale Wasserversorger lediglich einmal den Wasserpreis angehoben. Angesichts der Kostensteigerungen in diesem Zeitraum sieht sich Purena nun veranlasst, die Wasserpreise zum Jahresanfang 2018 anzupassen.“

Rechnet man den erhöhten Mengen- und Grundpreis auf den durchschnittlichen Trinkwasserbedarf einer drei- bis vierköpfigen Familie mit etwa 150 Kubikmeter pro Jahr um, so steigen mit Jahresbeginn 2018 in der Hansestadt die Kosten laut ­Montag in einer Größenordnung von monatlich 2,45 Euro. „Im Einzelnen steigt der Kubikmeterpreis von 1,11 Euro auf 1,24 Euro brutto. Zudem beträgt der jährliche Grundpreis für einen Standardhausanschluss mit einer Zählergröße QN 2,5 künftig 104,26 Euro brutto statt bisher 94,37 Euro pro Zähler.“

Kubikmeterpreis steigt auf 1,40 Euro brutto

Für die Samtgemeinde Amelinghausen macht Ralph Montag für eine drei- bis vierköpfige Familie bei 150 Kubikmetern pro Jahr folgende Rechnung auf: „Die Kosten steigen in einer Größenordnung von monatlich 2,57 Euro. Im Einzelnen steigt der Kubikmeterpreis von 1,26 Euro auf 1,40 Euro brutto.“ Auch hier erhöht sich der jährliche Grundpreis für den Hausanschluss von 94,37 auf 104,26 Euro.

Laut dem Purena-Sprecher habe das Unternehmen in den vergangenen Jahren eine „weitgehende Preisstabiltät“ bewiesen: „Die Anpassung ist vor allem den über die Jahre kontinuierlich gestiegenen Bau-, Material-, Lohn- und Energiekosten geschuldet. Seit 2007 gab es lediglich eine Preisanpassung im Jahr 2015 zur Weitergabe der erhöhten Wasserentnahmegebühr. In diesem Zuge wurde auch der Grundpreis in geringem Umfang angehoben. Demgegenüber sind die allgemeinen Kosten der Wasserversorgung in den letzten zehn Jahren um rund 27 Prozent gestiegen.“ Um auch künftig in der Trinkwassersparte kostendeckend arbeiten zu können, gebe Purena die Kostensteigerungen nun teilweise an die Kunden weiter.

Von Rainer Schubert