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Mehr als ein halbes Jahr nach dem verheerenden Brand untersuchen Gutachter der Versicherung, ob Teile des Baus noch verwendet werden können. Foto: lz/cm

Grundschule Echem: Abriss in drei Etappen

Echem. Mehr als sechs Monate ist es nun her, dass ein Feuer die Grundschule in Echem in Schutt und Asche legte. Ein halbes Jahr Fragen, Bangen und teils hitzige Diskussionen darüber, ob und wo eine neue Schule entstehen könnte. Mit der Entscheidung für den Wiederaufbau in Echem wurde es ruhiger um die Ruine am Ende des Birkenweges. Doch ein Neubau steht noch in weiter Ferne, denn die Abwicklung mit der Versicherung dauert länger, als viele sich das hätten vorstellen können.

Neubau steht in weiter Ferne

„Wir mussten die Abrissarbeiten auf Wunsch der Versicherung in drei Abschnitte unterteilen“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Laars Gerstenkorn auf LZ-Nachfrage. In einem ersten Schritt wurden in den vergangenen Wochen die Räume vom Schutt befreit. Dann kam ein Gutachter der Versicherung aus Berlin, der sich ein Bild davon machen wollte, ob die noch stehenden Wände bei einem Neubau verwendet werden könnten.

„Wir sind zu diesem Termin mit eigenem Statiker und Architekten gekommen“, so Gerstenkorn. „Es wurde darüber diskutiert, wie viel Sinn es ergibt, alte Wände zu erhalten, denn das ist schon allein hinsichtlich der Gewährleistung kritisch.“ Das sah auch der Gutachter ein und damit kann jetzt der zweite Abschnitt der Abrissarbeiten eingeleitet werden.

Entscheidung könnte noch 2017 fallen

„Es werden die Wände abgebrochen und der Estrichbelag entfernt“, erläuterte der Samtgemeindebürgermeister. Der Auftrag ist bereits erteilt, voraussichtlich werden die Arbeiten vom 4. bis 15. Dezember laufen. Anschließend steht wieder ein Besuch des Gutachters an. „Dann wird es darum gehen, ob Bodenplatte und Fundamente noch verwendet werden können“, erklärte Gerstenkorn.

„Das sieht im Moment ganz gut aus, aber man kann das jetzt erst einmal nur oberflächlich beurteilen, denn bei solchen Bränden können die Schäden weit in den Boden reichen.“ Eine Frage ist beispielsweise, ob die Abflusseinläufe nicht schlicht geschmolzen sind. Erst wenn diese Frage geklärt ist, entscheidet sich, ob das gesamte Gelände in einem dritten Schritt geräumt oder der Neubau auf die alten Fundamente gesetzt wird.

Je nachdem, wie lange der Abriss von Wänden und Estrich konkret dauert, könnte die Entscheidung noch in diesem Jahr fallen. Gerstenkorn setzt auf eine zügige Abwicklung: „Ich hoffe doch sehr, dass wir trotz der Feiertage noch einen Termin vor Weihnachten machen können.“

Von Claudia Wesch