Donnerstag , 22. November 2018
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Schon jetzt steht fest: Die Lüneburger Feuerwehr wird in diesem Jahr so viele Einsätze absolviert haben wie noch nie. 832 Malrückten die Helfer schon aus – wie hier in Rettmer.

Feuerwehr Lüneburg knackt eigenen Rekord

Lüneburg. In der Nacht zu Mittwoch ist die Lüneburger Feuerwehr zu den Einsätzen 831 und 832 ausgerückt. Es war zwar „Kleinkram“, aber statistisch gesehen ist da mit der Höchststand aus dem Jahr 2002 mit 832 Ereignissen eingeholt. „Und das Jahr ist nicht zu Ende“, sagt Stadtbrandmeister Thorsten Diesterhöft. In den kommenden dreieinhalb Wochen werden seine Leute sicher noch gebraucht.

Feuerwehrleute haben reichlich zu tun

In der Nacht brannte ein Mülleimer am Meisterweg, in der Flüchtlingsunterkunft in der alten Schlieffenkaserne war eine Lampe durchgeschmort. Diesterhöft hatte neulich im Feuerwehrausschuss des Rates bereits darauf hingewiesen, dass seine Kameraden reichlich zu tun haben. In diesem Jahr schlagen rund 230 Unwettereinsätze zu Buche, die für die Rekordzahl sorgten.

Im Frühjahr waren nach einem Gewitter Keller vollgelaufen, im Sommer und im Herbst knickten Stürme Bäume um und deckten Dächer ab. Generell sei die Feuerwehr in der wachsenden Stadt stärker gefordert, sagt Diesterhöft: „Vor 20 Jahren hatten wir im Jahr 400 Einsätze.“

Neues Konzept muss her

Die aktuelle Zahl sei auch eine Bestätigung für das Feilen an einem neuen Konzept. In Lüneburgs freiwilliger Feuerwehr sind lediglich ein Dutzend hauptamtliche Gerätewarte beschäftigt. Deren Zahl soll steigen. Zudem soll eine dritte Wache im Osten der Stadt entstehen, um Ausrückzeiten zu verbessern. Diesterhöft berichtet, dass man nicht nur den Fahrzeugpark entsprechend anpasse, sondern auch auf die vielen Unwettereinsätze reagiere: „Wir schaffen zusätzliche Tauchpumpen und Motorsägen an.“

Auch im Jahr 2002 ließen Unwetter die Zahl der Einsätze nach oben schießen: Es war das Jahr des ersten dramatischen Elbhochwassers. Vor allem aber hatte Anfang August sintflutartiger Regen die Stadt unter Wasser gesetzt. An einem Tag mussten die Helfer, damals noch unter Stadtbrandmeister Matthias Kleps, 120 Mal ausrücken. ca