Donnerstag , 15. November 2018
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Teurer Beton: Für viele Lüneburger steht das Hanseviertel exemplarisch für den enormen Preisanstieg bei den Immobilien. Foto: t&w

Immobilienpreise rasen nach oben

Lüneburg. Dass Lüneburg ein teures Pflaster ist, belegen Studien in schöner Regelmäßigkeit. Wer seinen Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen möchte, m uss eine Menge Geld bewegen. Wie stark die Kaufpreise für Immobilien zuletzt gestiegen sind, belegt nun ein aktueller Vergleich des Portals immowelt.de. Er listet 108 deutsche Städte mit 50 000 bis 100 000 Einwohnern auf. Lüneburg belegt einen Podestplatz hinsichtlich des Preisanstiegs seit 2012. Um enorme 67 Prozent habe sich Wohneigentum in der Hansestadt verteuert. Bundesweit hat nur Rosenheim mit 79 Prozent im selben Zeitraum einen noch größeren Sprung erlebt.

Nicht länger ein Problem von Metropolen

In den deutschen Metropolen Berlin, München oder Hamburg sind steigende Kaufpreise für Wohneigentum längst keine Besonderheit mehr. Inzwischen verteuern sich aber auch in den allermeisten Mittelstädten Eigentumswohnungen und Häuser deutlich. Zu diesem Ergebnis kommt die Auswertung. Lüneburger kennen den Preis des Zuzugs seit Jahren, egal ob sie Immobilien kaufen wollen oder eine preisgünstige Mietwohnung suchen.

In konkreten Zahlen nennt der Vergleich für Lüneburg folgende Zahlen: Kosteten Kaufimmobilien 2012 noch 1490 Euro pro Quadratmeter, sind es aktuell schon 2490 Euro. Doch alles ist relativ: Für Hamburger sei Lüneburg eben immer noch die preiswertere Alternative, heißt es von immonet. Zudem rangiert Lüneburg im reinen Quadratmeterpreisvergleich lediglich auf Rang 24.

Konstanz am Bodensee führt Hitliste an 

Insgesamt sind in 104 der 108 untersuchten Städte die Kaufpreise für Wohneigentum stärker gestiegen als die Inflationsrate. Diese betrug im selben Zeitraum gerade einmal 7 Prozent. Nur in zwei Städten sind die Immobilienpreise in den vergangenen fünf Jahren übrigens gesunken, und zwar im sächsischen Plauen (– 6 Prozent) und in Gera in Thüringen (– 15 Prozent).

Teuerstes Pflaster bei den Mittelstädten ist das baden-württembergische Konstanz am Bodensee, hier müssen Käufer aktuell 4480 Euro pro Quadratmeter berappen. In Plauen ist es nur ein Zehntel der Summe. red

4 Kommentare

  1. Andreas Janowitz

    Diese Probleme werden woanders gemacht?
    Die Studie übersieht ganz nebenbei wo die Eigentümer der Renditeobjekte überwiegend wohnen: nicht in Lüneburg. -.-
    Die Immobilienpreise sind hierzulande eben im int. Vergleich immernoch „unterbewertet“? Sprich: ein ElDorado für Spekulation? Auch kein Wunder ist der explodierende Pendlerverkehr?

    Wo sollen denn die billigstlöhner Wohnen, wenn sie selbst aus Unterzentren herraus Gentrifiziert werden?

    Wie sollen die heute hier, morgen dort Arbeiter öffentliche Verkehrmittel nutzen, wenn nichteinmal sicher ist übermorgen noch nach X,Y fahren zu müssen, geschweige denn ein Einkommen der Höhe Z zu beziehen??

    Schliesslich muss der gemeine Scherge ja „flexibel“ sein, was Lohn und Arbeitsort angeht…

    Anlageportfolios werden in Lichtgeschwindigkeit verschoben und erzeugen Renditedrücke, denen man sich unausweichlich zu beugen hat. Die unteren 40% Einkommensbezieher haben gar nichts davon, dürfen aber die Hauptlast der Renditedrücke tragen? Und zwar gleich doppelt in Form von Druck bei der Arbeit (Lohnnebenkosten? siehe Artikel: Faktor Arbeit in Deutschland teurer) und danach auch noch bei den Lebenshaltungskosten?

    Es ist genau diese völlig weltfremde Pseudoargumentation, die unsere „Problemlöser“ absurd komisch dastehen lässt. Die Lage ist derart desolat, das es ein leichtes für vollkommen Irre ist, deren Stimmen mit gefährlich bekloppten Ideen einzusammeln? Egal ob es um den schweizer Movenpicker oder der Seifenopernstar aus Übersee geht?

  2. Wenn hier Chinesen Zehntausende Wohnungen kaufen, wenn hier Staatsfonds, Griechen, Araber, Türken, Italiener und der Rest der Welt Immobilien kaufen dürfen, soviel wie die heimische Notenpresse hervorbringt, vielfach noch mit deutschen Geld besichert, braucht sich der deutsche Michel nicht über steigende Preise im knapper werdenden Markt zu wundern. Er wird sich aber wundern, wenn er selbst versucht ein Haus in Polen oder Dänemark zu kaufen und er nicht darf.

    • Ganz meiner Meinung , es ist alles gesagt.
      Wenn ich mich anderweitig äußern würde ,wird mein Kommentar sowieso nicht veröffentlich

  3. was soll hier die künstliche aufregung. geld regiert die welt und ihr wollt das so.