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Mit diesem Entwurf ist vor etlichen Monaten im Stadtrat und im Kreistag für die Multifunktionshalle geworben worden. Inzwischen sind die Pläne mehrfach überarbeitet worden.

Widerspruch gegen Arena nicht „ganz“ vom Tisch

Adendorf. Auf der Tagesordnung stand die „Arena Lüneburger Land“ nicht in der Sitzung des Rats der Gemeinde Adendorf – Thema war sie aber doch . Der Grund: Bürgermeister Thomas Maack hatte einen am 15. November eingelegten Widerspruch gegen die Baugenehmigung für die Arena durch die Stadt Lüneburg am 1. Dezember kurzfristig wieder zurückgezogen (LZ berichtete). Das passte Gunther von Mirbach, Sprecher der Gruppe CDU/FDP, überhaupt nicht.

Der Trumpf des Widerspruchs

Von Mirbach in der Ratssitzung: „Wir wollen die Arena zwar nicht verhindern, aber wir dürfen den Trumpf des Widerspruchs und der zwingenden Beteiligung nicht aus der Hand geben. Meine Anregung ist daher, dass wir den Widerspruch erneut erheben. Ich möchte gern von der Verwaltung wissen, wie sie dazu steht.“

Bürgermeister Maack erklärte auf LZ-Nachfrage, der Widerspruch sei, auf Anregung der Gruppe CDU/FDP im Ausschuss Umwelt Ortsentwicklung und Bauen, eingelegt worden. Der Auftrag für die Verwaltung sei unter dem Punkt „Verschiedenes“ erteilt worden. Einen förmlichen Beschluss habe es nicht gegeben. Daher sei er als Verwaltungschef auch berechtigt gewesen, den Einspruch wieder zurückzunehmen.

Gunther von Mirbach sieht das anders: „Das ist kein vertrauensvoller Umgang mit uns. Wir haben keine Veranlassung, den Widerspruch zurückzunehmen. Obwohl der Ausschuss für den Widerspruch war, hat die Verwaltung ihn zurückgenommen, ohne wiederum das Placet der Politik einzuholen – und das bei einer so wichtigen Angelegenheit. Das Placet hätte sie von meiner Gruppe auch nicht bekommen.“

Er habe „Schaden abwenden“ wollen. Ein Widerspruchsverfahren hätte das Potenzial gehabt, die Zeitplanung für die Arena Lüneburger Land komplett durcheinanderzubringen, sagt Bürgermeister Maack. „Wir können erneut Widerspruch einlegen“, betonte er und verweist auf den „juristischen Beistand“, den die Gemeinde hinzugezogen habe.

Maack: „Wir wollen, dass uns der Landkreis eng bei der Verkehrsplanung zur Arena beteiligt.“ Im Kern befürchtet die Adendorfer Politik, dass während des Arena-Betriebs Gemeindestraßen zugeparkt werden. Die Kommunalpolitiker sehen auch die Verkehrssituation im Kreuzungsbereich Grüner Weg/Lüner Rennbahn/Artlenburger Landstraße kritisch.

Von Mirbachs Befürchtung: „Ich bezweifle, dass der Landkreis als Bauherr und die Stadt als Genehmigungsbehörde nach den bisherigen Erfahrungen auf unsere Bedenken und Probleme eingehen werden. Ich möchte nicht von den Adendorferinnen und Adendorfern anschließend in Haftung genommen werden, wenn der Besucherverkehr von bis zu 3800 Gästen an 10, 20 oder 30 Tagen durch Adendorf fließt und parkt.“ Von Mirbach weiter: „Die Adendorfer wohnen in unmittelbarer Nähe zur Arena Lüneburger Land – kaum die Lüneburger, wenn man mal auf die Karte schaut.“

Arbeitsgruppe soll kommen

Bürgermeister Maack sicherte die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zu, in der Vertreter der Gemeinde, aber auch des Landkreises, vertreten sein sollen. Für gestern Abend hatte der Verwaltungschef die Vorsitzenden der Fraktionen zu einem Gespräch zum Thema Arena Lüneburger Land in das Rathaus eingeladen.
Hans-Dieter Wilhus (Aktive Bürger für Adendorf und Erbstorf) forderte in der Ratssitzung zudem die Einberufung einer Bürgerversammlung zur Arena. Thomas Maack: „Eine Bürgerversammlung wird kommen.“

Lüneburgs Arena-Bau verzögert sich

Von Ingo Petersen

9 Kommentare

  1. Ein Arena-Freund ist Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack wohl nicht. Er betont: „Wir können erneut Widerspruch einlegen“ und verweist auf den „juristischen Beistand“, den die Gemeinde hinzugezogen habe.

    Zu den Befürchtungen „der Adendorfer Politik“ und ungezählter Adendorfer Bürger, „dass während des Arena-Betriebs Gemeindestraßen zugeparkt werden“ und sich „die Verkehrssituation im Kreuzungsbereich Grüner Weg/Lüner Rennbahn/Artlenburger Landstraße kritisch“ entwickelt, zuspitzt oder gar verknotet und zu zahlreichen anderen Problemen, die dem Arena-Projekt Lüneburger Landesglück anhaftet, gibt es einen aktuellen Blog-Artikel vom Vize-Chef der Landeszeitung Hans-Herbert Jenckel, unter dessen Text knapp fünfzig sehr gute Wähler- und Steuerbürger-Kommentare zu studieren sind, zu deren Verfassern Gunther von Mirbach und Hans-Dieter Wilhus, wenn ich das richtig sehe, bislang noch nicht gehören.

    Ein Klick öffnet die Pforte:
    https://jj12.wordpress.com/2017/12/06/event-halle-auf-treibsand-geplant/#more-289

  2. Dann muss halt ein großes Parkhaus gebaut werden oder die Arena an einen anderen Ort gebaut werden. Auf die Mediamarktparkplätze braucht man nicht schielen, der Markt hat Samstag bis 20 Uhr auf, das wird sich mir Veranstaltungen überschneiden.

    • Arena-Zwickmühle

      Aber wenn dann statt Event-Profis und tausender Heino-Fans doch nur der Adendorfer Schulsport und die Reppenstedter SVG drin residieren? Was machen Manfred und Uli dann mit dem Manzkeschen Parkodrom unter der Vrestorfer Heideerde? Für 150 bis 200 Volleyballinteressierte im Lüneburger Land würden sich acht Tiefgaragen-Etagen mit 15.000 Stellplätzen kaum lohnen.

      Kurt Jansen

  3. Notwendiger Entschluß

    Wenn mir bewiesen würde, daß unser gesamtes Denken und Handeln determiniert ist, würde sich für mich dadurch nichts ändern. Ich würde alles noch einmal ganz genauso machen.

    Ulrike Mädle

  4. Heidi, beim Arena-Bau läuft auch einiges schief. Können Sie hier mehr zu lesen:

    https://jj12.wordpress.com/2017/12/06/event-halle-auf-treibsand-geplant/

  5. ich lach mich schlapp …

  6. Putscht Thomas Maack die Arena weg, was kommt dann? Was machen dann die Volleyballer? Und Helene Fischer kommt nie, nie nie nach Lüneburg? Und Justin Bieber?

  7. ihr könnt euch aufregen ,wie ihr wollt, der politische unfug kommt bestimmt. sie geben nur das geld der steuerzahler aus und selten ihr eigenes.