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Ein neues Videoüberwachungssystem soll am Hamburger Hauptbahnhof für mehr Sicherheit sorgen. Foto: nh

190 neue Überwachungskameras am Hamburger Hauptbahnhof

Hamburg/Lüneburg. Die Deutsche Bahn setzt auf Videoüberwachung: 190 neue Kameras am Hamburger Hauptbahnhof sollen jetzt für mehr Sicherheit sorgen. Dafür haben Bahn und Bund rund 1,7 Millionen Euro investiert. „Der am stärksten genutzte Hauptbahnhof Deutschlands ist nun mit bester Videoüberwachungstechnik ausgestattet“, sagt Hans-Hilmar Rischke, Sicherheitschef der DB. Etwa 500.000 Reisende nutzen jeden Tag die Bahnstation in Hamburgs Mitte. Bis 2023 wollen Bahn und Bund etwa 85 Millionen Euro in die Modernisierung und den Ausbau der Videotechnik investieren.

Die Bilder der Kameras werden in die Betriebszentrale des Bahnhofs und zur Bundespolizei übertragen. Normen Großmann, Leiter der Bundespolizeiinspektion Hamburg hält den Einsatz der Kameras für wichtig: „Vor dem Hintergrund der zunehmenden Gewaltkriminalität, dem hohen Niveau der Eigentumskriminalität und der anhaltenden abstrakten Gefahr terroristischer Anschläge kommt dem Einsatz von Videotechnik im öffentlichen Raum eine hohe Bedeutung zu.“ Die neuen Kameras zeichnen die Bilder in Full-HD auf, sagt Großmann. Vor der Modernisierungsmaßnahme seien am Hamburger Hauptbahnhof 60 Kameras mit analoger Technik im Einsatz gewesen. „Aufgrund der hervorragenden Bildqualität tragen die neuen Videokameras wesentlich dazu bei, Straftaten durch die Identifikation des Täters oder den Nachweis der Tathandlung aufzuklären.“

Keine Videoüberwachung am Lüneburger Bahnhof geplant

Am Lüneburger Bahnhof hingegen kommt derzeit keine Videoüberwachungstechnik zum Einsatz. Die im Vergleich zu Hamburg geringe Anzahl von Fahrgästen und registrierten Straftaten würden diese nicht rechtfertigen, heißt es von der Bahn: „Aus Gründen des Datenschutzes ist eine flächendeckende Videoüberwachung nicht möglich. Nach den geltenden Regeln des Datenschutzes ist Videotechnik nur dann zulässig, wenn sie erforderlich, angemessen und verhältnismäßig ist“, Dies sei am Bahnhof Lüneburg derzeit nicht gegeben. Für die Bewertung sei die Bundespolizei zuständig, die sich unter anderem an der Zahl von Fahrgästen und der Kriminalstatistik orientiere.  lz/row

9 Kommentare

  1. Norbert Kasteinecke

    Der Überwachungsstaat kommt voran.
    Gesichtserkennung sicherlich inclusive?

    Es gäbe wohl auch andere Möglichkeiten der Kriminalitätsbekämpfung.

    • Ja, Schwerkriminelle ,Terroristen, Grossfamilien mit Hunderten kriminellen Mitgliedern den Einlass ins Land verwehren,bzw. zurückschicken, anstatt zu verschlimmbessern und Milliarden aus Steuergeldern aufzuwenden.
      In Tschechien, Polen und Ungarn gibt es keine Kameras zur Überwachung und keine Poller am „Lichtermarkt“ oder „Winterfest“ ,sowie kein Polizeiaufgeot von 1400 Beamten an einem einzigen Ort und an einem einzigen Tag.

      • @Andreas
        Als Europäer steht Ihnen Freizügigkeit zu. Genießen Sie doch die „Freiheit“ in den von Ihnen genanten Ländern….

        • @Ingo
          Genau das tue ich. Das war aber nicht die Frage und das Thema,was ich persönlich mache.

        • Übrigens steht auch den Kritikern von Kameraüberwachung die Reisefreiheit in ein kameraloses Land offen.

          • @Andreas oder besser A.H.
            Ich bin in meinem Land ziemlich zufrieden, bin auch Patriot,aber halt anders als Sie. Der sich hinter „wir Bürger“ oder anderen volksgemeinschaftlichen Begriffen versteckt…nein, mich werden Sie nicht los! Und ich werde diese aufmerksamen, wachsamen Bürger genau beobachten! Auch ich werde als Patriot verbal für mein Land kämpfen.

      • A.H., Kasper, Ihr solltet euch Panik-Pat & Patachon taufen lassen, ihr zwei beiden dauerzündelnden Hosentaschenhysteriefeuerwerker.

        Was ist eigentlich ungesünder: Kaugummizigaretten zu rauchen oder echte zu kauen?

        • Sind Sie denn beim Feuerwerk am 31.12. auch auf der Domplatte oder kneifen Sie als Plüschtierwerferin(Sie sollten sich so taufen lassen) vor den charmanten Flirtversuchen, von denen man alljährlich hört und liest? Ach sorry,es waren ja nur 1200 Straftaten-also nicht weiter der Rede wert.
          Ich bevorzuge schon lange E-Zigarette.

  2. Was nützt die Überwachung,wenn die Politik, die Behörden und alle Beteiligten versagen? Es gibt deshalb vielfach Tote:

    https://www.bz-berlin.de/wedding/weil-mahmut-a-nicht-abgeschoben-wurde-konnte-er-noch-toeten