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Haben den Startschuss für den Breitbandausbau in Gellersen gegeben (v.l.): Uwe Krabbe (LAN Consult), Georg Türpe (NGN Telecom), Uwe Luhmann (ElbKom), Franz-Peter Sprung (LAN Consult), Rainer Garbers (Gemeinde Westergellersen), Josef Röttgers (Samtgemeinde Gellersen), Jürgen Hövermann (Kirchgellersen) und Steffen Gärtner (Südergellersen). (Foto: dth)

Spatenstich für Breitbandausbau

Kirchgellersen. „Wir gehören zu den schnellsten Samtgemeinden beim Glasfaserausbau“, freute sich Josef Röttgers. Der Gellerser Verwaltungschef schippte mit den Kooperationspartnern gestern in Kirchgellersen beim Hof Hövermann kräftig ein paar Haufen Erde von hier nach da – anlässlich des symbolischen Spatenstichs als Auftakt für den Breitbandausbau. Damit kann es nach Bardowick nun auch in Gellersen losgehen. Röttgers lobte die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der „ElbKom“. Der Eigenbetrieb der Samtgemeinde Elbmarsch verantwortet den Bau und die Finanzierung. Dabei wird es bei schönen Worte allein nicht bleiben: Sowohl für Gellersen als auch Bardowick ist eine Gesellschafterbeteiligung an der ElbKom im Gespräch. Und sie wollen Bau-Begleiter als Ansprechpartner für die Anwohner einstellen.

Die ElbKom als Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) soll auf breitere Füße gestellt werden. Laut ElbKom-Geschäftsführer Uwe Luhmann ist angedacht, dass die Samtgemeinde Elbmarsch rund 200 000 Euro als Stammkapital einzahlt und auch den Samtgemeinden Gellersen und Bardowick die Möglichkeit einräumt, sich ebenfalls als Gesellschafter einzubringen. Dabei wolle die Elbmarsch aber mit 51 Prozent die Stimmenmehrheit behalten. Den Rest könnten sich Bardowick und Gellersen jeweils zur Hälfte sichern. Dazu sind pro Samtgemeinde rund 100 000 Euro als Einlage im Gespräch. Ausverhandelt ist das aber noch nicht. Nach dem Spatenstich sprach Dr. Hinrich Bonin, SPD-Fraktionschef im Gellerser Samtgemeinderat, Luhmann an: „Wir wollen ein Drittel der Anteile.“ Ausgang offen.

Ziel: Alle Haushalte mit Vorvertrag bis Ende 2019 anschließen

Klar ist hingegen, dass sowohl Gellersen als auch Bardowick neue Teilzeitstellen schaffen wollen für Bau-Begleiter, die den Bürgern in den Breitband-Ausbaugebieten als Ansprechpartner zur Seite stehen sollen, als „Kümmerer“, so Röttgers.

Der Ort für den Spatenstich in Kirchgellersen wurde aus dem gleichen Grund gewählt wie vergangene Woche in Wittorf: Auch in Kirchgellersen wird ein „PoP“ („Point auf Presence“), beziehungsweise ein Hauptverteiler für das ElbKom-Glasfasernetz, entstehen. Luhmann: „Von da ab gehen alle Leitungen sternförmig in die Fläche und zum überörtlichen Backbone-Netz.“ Die Ausschreibung für den Tiefbau hat die Lüneburger Firma Kuhlmann für sich entschieden. Luhmann weiter: „Sobald die Baustelleneinrichtung erfolgt und die Baufreiheit vorliegt, geht es zügig in den Ausbau.“

Ziel sei es, alle Haushalte, die einen Vorvertrag abgeschlossen haben, bis Ende 2019 anzuschließen. In Gellersen sind das stattliche 75 Prozent aller unterversorgten Haushalte. Insgesamt seien allein in Gellersen rund 1600 Verträge abgeschlossen worden. Damit stehen insgesamt rund 1300 Gebäude auf der Ausbauliste für schnelle Internetanschlüsse per Glasfaser für rund 4,2 Millionen Euro. In der Samtgemeinde Bardowick sind es rund 2200 Gebäude für rund sieben Millionen Euro. Die ersten Kunden können voraussichtlich schon im Sommer 2018 mit einem funktionierenden Anschluss rechnen, heißt es.

Frist bis Ende Januar

Im laufenden Ausbaugebiet der Samtgemeinden Gellersen und Bardowick können Nachzügler, die keinen Vorvertrag für einen Glasfaser-Hausanschluss abgeschlossen haben, noch kurzfristig einsteigen. „Bis der Bagger vor der Tür steht“, sagt Uwe Luhmann von der ElbKom. Im Rahmen dieser Nachvermarktung wäre ein Hausanschluss für 399 anstatt für 1250 Euro zu haben.

Kostenlos können ihn sich noch Hausbesitzer sichern, die sich im neuen privatwirtschaftlichen Ausbaugebiet in Reppenstedt, Vögelsen und im Flecken Bardowick befinden. Dort läuft die Vorvermarktung noch bis Ende Januar. Infos: glasfaser-bardowick-gellersen.de.

Von Dennis Thomas

One comment

  1. ich habe schon mehr gelacht. man achte auf die folge-verträge. habe jetzt 400 mbit download und 25 mbit upload für knapp 25 euro. wenn ich diesen ,,spaß,, glasfaser mitmache und für meinen alten betrag leistung erwarte, bekomme ich von diesen spaßvögeln 50 mbit download und 25 mbit upload. beim download also en achtel der leistung. glasfaser ist ja so toll. in zehn jahren zwar überflüssig, denn satelliten werden es übernehmen.