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Die Stipendiaten und ihre Förderer: (v.v.l.) Sven Jatzkowski, Tamara Müller, Sebastian Müller-Bosse, (h.v.l.) Thomas Piehl (Vorstandsmitglied des Fördervereins), Prof. Ulf G. Baxmann, Martin Aude (Beiratsvorsitzender) und Beiratsmitglied Armin Schlüter. Foto: ina

Finanzspritze fürs Studium

Lüneburg. Bereits im siebten Jahr erhalten besonders fleißige Studenten im Masterstudiengang „Financial Institutions“ an der Lüneburger Universität eine außerordentliche Unterstützung. „Verein zur Förderung der bank- und finanzwirtschaftlichen Lehre und Wissenschaft an der Universität Lüneburg“ (FVBF) nennt sich die Fördergruppe, bestehend aus rund 20 institutionellen Mitgliedern von Banken, Versicherungen und weiteren Institutionen sowie 200 persönlichen Mitgliedern, zu einem Teil Studenten sowie Ehemalige.

„Neben der finanziellen Förderung ist unser Ziel auch die Unterstützung bei der Suche nach Praktika und Stellen“, sagte Prof. Ulf G. Baxmann, Direktor des Instituts für Finanz- und Rechnungswesen und FVBF-Vorsitzender bei der feierlichen Ehrung der drei aktuellen Stipendiaten. „Wir sehen uns da ganz klar in einer Vermittlerrolle zwischen Bildung und Praxis.“

Die Geehrten – Tamara Müller, Sven Jatzkowski und Sebastian Müller-Bosse – freuten sich über ihre Urkunden und eine Fördersumme von 250 Euro monatlich für die kommenden zwei Studienjahre bis zum Master. Vergabekriterien waren neben Begabung und Leistung die berufliche Ausrichtung auf Banken und Finanzwirtschaft sowie soziales Engagement. Doch was hat das Trio aus der Gruppe der Mitbewerber besonders herausgehoben? „In meinem Fall könnte mein Einsatz für die Lüneburger Tafel eine Rolle spielen“, glaubt Sven Jatzkowski. Für den Lüneburger „Rotaract Club“ stand der Student mit seinen Mitstreitern unter anderem vor der Sandpassage und bat um Lebensmittelspenden.

Spätere beruflichen Aussichten scheinen gut

„In meinem Fall ist es wohl mehr das politische Engagement“, sagt Tamara Müller. Sie war an der Fachhochschule Westküste rund fünf Jahre Mitglied des AStA und des Studierendenparlaments. Darüber hinaus hat sie ein mehrmonatiges Praktikum im Züricher Unternehmen „BlackRock“, einem der größten Vermögensverwalter weltweit, vorzuweisen. Auch Sebastian Müller-Bosse ist bereits seinen Weg gegangen und hat neben zwei Praktika und einer aktuell laufenden, umfangreichen Fortbildung auf dem Finanzsektor eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der HypoVereinsbank Lübeck vorzuweisen. Keiner der drei Geehrten hat seinen Masterabschluss mit einem schlechteren Notendurchschnitt als 1,6 gemacht.

Die späteren beruflichen Aussichten scheinen gut. Sven Jatzkowski deutet an, dass für ihn im Controlling-Bereich der neuen Bosch-Niederlassung in Dresden quasi schon ein Stuhl bereit stehe, seine Kommilitonin Tamara Müller kann sich gut vorstellen, bei der Hamburger Privatbank Berenberg zu bleiben, bei der sie bereits zweimal pro Woche tätig ist. Sebastian Müller-Bosse kündigt an: „Ich möchte gern ins Risiko-Management. Während Controlling sich mehr mit dem Gestern beschäftigt, arbeitet man dort mit der Zukunft.“ ina