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Nachholbedarf bei der Sauberkeit

Adendorf. Wie sie ihr Eisstadion noch attraktiver machen können, wissen Adendorfs Rat und Verwaltung spätestens, seit Studierende der Leuphana Universität eine Studie dazu vorgelegt haben (LZ berichtete). Nun können sie auch die Qualität des Freibads am Scharnebecker Weg weiter verbessern: Ihre Bachelorarbeit zum Thema „Kundenzufriedenheit im Freibad Adendorf“ stellte Jannike Jungclaus jetzt im Ausschuss für Kultur, Sport, Freizeit und Tourismus des Gemeinderats vor.

Am Öffnungstag der Saison 2017 hatte die Leuphana-Studentin Jungclaus die Besucher detailliert befragt und deren Antworten ausgewertet. Dass sie bei der Freundlichkeit von Kassenpersonal und Schwimmmeistern gut dastehen, bei der Qualität der Sprungtürme und dem Kinderbecken durchschnittlich abschneiden und bei der Sauberkeit etwa im Bereich der sanitären Anlagen noch Verbesserungspotenzial haben, wissen Verwaltung und Politik nun.

Rund 70.000 Gäste im Sommer

Holger Schölzel, Fachbereichsleiter bei der Gemeinde Adendorf, ist zufrieden mit dem Ergebnis: „Bei der Gesamtzufriedenheit liegen wir im Bereich zwischen 71 und 79 von 100 möglichen Punkten.“ Verbesserungsvorschläge, etwa im Bereich Sauberkeit, wolle man in der nächsten Saison umsetzen. Schölzel: „Wir wissen jetzt, wo wir ansetzen müssen. Außerdem wollen wir eine ähnliche Befragung auch zur Saison 2018 durchführen.“

Das Adendorfer Freibad hatte in diesem Sommer insgesamt rund 70.000 Gäste – eine zufriedenstellende Zahl angesichts des meist nassen, kalten Sommers, findet Schölzel.

„Solidarische Eintrittspreise“ wird es im Freibad Adendorf nicht geben. Einstimmig sprach sich der Ausschuss in seiner jüngsten Sitzung dafür aus, dem Verwaltungsausschuss der Gemeinde zu empfehlen, den entsprechenden Antrag des Ratsmitglieds Markus Graff (Linke) abzulehnen. Graff selbst ist in dem Ausschuss nicht stimmberechtigt.

„Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Diese bedauernswerte Entwicklung muss auch in öffentlichen Einrichtungen berücksichtigt werden“, hatte der Linke Graff in der Begründung seines Antrags geschrieben. Seine Idee: Künftig solle es beim Eintrittspreis für das Freibad drei Tarifstufen geben: Einen Standardtarif, einen ermäßigten Tarif und einen „politischen“ Tarif, für diejenigen, die mehr zahlen können und wollen.

Die Gemeindeverwaltung konnte sich dem Vorschlag nicht anschließen, verwies etwa darauf, dass der Kassiervorgang „möglichst schlank gehalten“ werden müsse, „damit der Gast keine langen Wartezeiten erfährt“. Zweifel an der Durchführbarkeit „solidarischer Eintrittspreise“ hatten auch die Ausschussmitglieder und lehnten den Antrag ab.

Von Ingo Petersen