Donnerstag , 13. Dezember 2018
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Im Oktober und im November hat die Gemeinde Adendorf die Geschwindigkeit der Autofahrer im Kirchweg kontrolliert. (Foto: t&w)

Adendorf: Spitzenreiter rast mit Tempo 119 durch den Ort

Adendorf. Es ist ein Thema, das in den Adendorfer Ratsgremien immer wieder auftaucht: Wird im Kirchweg, zwischen dem Kreisel am Grünen Weg und der Heinrich-Hille-Straße, zu schnell gefahren? „Jein“ lautet die Antwort, die es in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Straßen, Verkehr und Grünflächen gab.

Bauamtsleiter Christian Ninnemann stellte die Ergebnisse zweier Messungen vor, die in der Zeit vom 12. bis 30. Oktober und vom 3. bis 14. November im südlichen Bereich der Straße durchgeführt worden waren. Dabei wurde die Geschwindigkeit von insgesamt 92 191 Fahrzeugen erfasst.

Das Ergebnis: 74 Prozent der Fahrzeuge fuhren auf dem Kirchweg, einer der Hauptverkehrsadern der Gemeinde, langsamer als 50 Kilometer in der Stunde (km/h). Weitere 17 Prozent fuhren zwischen 50 und 54 km/h, sechs Prozent zwischen 55 und 59 km/h, drei Prozent zwischen 60 und 79 km/h.

Der Spitzenreiter, berichtete Ninnemann dem Ausschuss, raste allerdings mit 119 km/h über die Straße, auf der das innerörtliche Tempolimit von 50 km/h gilt. Und noch etwas haben die Messungen ergeben: In den späten Abendstunden und frühmorgens seien die meisten Temposünder unterwegs, erklärte der Bauamtsleiter.

Ohne Pflasterung wohl mehr Raser

Bürgermeister Thomas Maack (SPD) kündigte deshalb in der Sitzung an: „Wir werden die Mess­ergebnisse an den Landkreis Lüneburg weitergeben.“ Vielleicht könne der „dann in den späteren Abendstunden auch da mal eine Geschwindigkeitskontrolle durchführen“.

Für das kommende Frühjahr kündigte Maack außerdem noch Lärmmessungen für den Kirchweg an – dort klagen Anwohner über die Geräuschbelästigung im Bereich der aufgepflasterten Kreuzungen. Würde die Aufpflasterung entfernt, würde das zwar den Lärmpegel absenken, sagte Ronald Steinberg (SPD), gleichzeitig müsse aber auch bedacht werden, „dass das Risiko des Rasens erhöht wird“.

Auch der Zustand der Moor­chaussee im Norden der Gemeinde ist immer wieder Thema in den Gremien der Gemeinde Adendorf – einstimmig sprach sich der Ausschuss jetzt dafür aus, die konkrete Sanierungsplanung zu beginnen. In den verschiedenen Abschnitten, so die Überlegungen, soll die Straße unterschiedlich gestaltet werden – von der Asphaltspur mit angrenzenden Rasengittersteinen als Ausweichspur bis zur zweispurigen Straße. Die Sanierung, erklärte Bürgermeister Maack, soll frühestens dann beginnen, „wenn etwa 80 bis 90 Prozent des neuen Baugebiets Nördlich Rehkuhle bebaut sind“.

Von Ingo Petersen