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Fast 80 Jahre alt ist die Fähre „Amt Neuhaus“, die seit 27 Jahren zwischen Bleckede und Neu Bleckede verkehrt. Der Landkreis Lüneburg will nun eine neue Fähre anschaffen. (Foto: dth)

Bleckeder hoffen auf Solar-Fähre

Bleckede. Dass eine neue Elbfähre kommt, ist seit der jüngsten Kreistagssitzung beschlossene Sache. Fragt sich nur: Wie wird das Schiff auss ehen, das künftig zwischen Bleckede und Neu Bleckede übersetzen wird? Konkrete Wünsche haben die Grünen in der Elbestadt: Sie plädieren für eine Solar-Fähre, genauer eine „elektrisch und solarangetriebene Fähre“. Einen entsprechenden Antrag stellte die Fraktion jetzt im Bleckeder Stadtrat, der sich dem Wunsch der Grünen einstimmig anschloss. Damit wird es nun Aufgabe von Bleckedes Bürgermeister Jens Böther (CDU) sein, „sich beim Landrat für die Beschaffung“ eines Solar-Schiffes einzusetzen.

Wie berichtet, ist die Fähre „Amt Neuhaus“ in die Jahre gekommen, gerät unter anderem bei starker Strömung an ihre Leistungsgrenze. Ersetzen soll das fast 80 Jahre alte Schiff ein Neubau – größer, moderner, leistungsfähiger. 2,5 bis 3 Millionen Euro wird das den Landkreis nach ersten Schätzungen kosten, 1,1 Millionen Euro sind als erster Teilbetrag für Fähre und Erneuerung des Anlegers im Haushalt 2018 bereits eingeplant. Details zu Größe, Antrieb und Ausstattung der neuen Fähre erarbeitet aktuell ein Ingenieur-Büro aus Hamburg. „Anfang 2018 sollen die Vorplanungen abgeschlossen sein“, sagt Kreissprecherin Birgit Fischer.

Ein Bus muss auf die Ladefläche passen

Geprüft werden dabei ausdrücklich alternative Antriebsarten. „Auch mit Hinblick auf mögliche Förderungen“, erklärt Fischer. Weitere Voraussetzungen, die ein Neubau erfüllen muss: „Die Fähre muss auf Hoch- und Niedrigwasser eingestellt sein, außerdem sollte problemlos ein Bus auf die Ladefläche passen.“

Heiko Borgert, Grünen-Mitglied im Bleckeder Stadtrat, ist überzeugt: Wenn der Landkreis schon eine neue Fähre kauft, „dann kann es nur eine Solar-Fähre sein“. Die hätte aus seiner Sicht vor allem zwei Vorteile. Erstens: „Durch eine Elektrofähre hätte der Landkreis eine weitere technische Attraktion, die Besucher in unsere wunderschöne Landschaft zieht.“ Und zweitens: „Der Ausstoß von CO₂ und anderen Abgasen würde reduziert und damit einen Beitrag zum Klimaschutz erbringen.“

Borgert selbst hat sich über den Einsatz von Solar-Fähren informiert und seinen Antrag um Zeitungsartikel ergänzt, in denen über die erste Elektrofähre Finnlands sowie den Bau einer „Elektro-Solar-Autofähre“ für die Gemeinde Oberbillig in Rheinland-Pfalz berichtet wird. „Moderne Schiffe fahren alle mit einem Elektroantrieb“, betonte er, „wir sollten mit diesem Antrag deutlich machen, dass wir Bleckede voranbringen wollen.“

Von Anna Sprockhoff

One comment

  1. ob damit den verhinderten brückenbauern ala althusmann ein licht aufgehen soll?