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Eine Umfrage über die regionale Wirtschjaft zeigt, dass besonders im Baugewerbe die Auftragslage sehr gut ist. (Foto: A/t&w)
Eine Umfrage über die regionale Wirtschjaft zeigt, dass besonders im Baugewerbe die Auftragslage sehr gut ist. (Foto: A/t&w)

Regionale Wirtschaft auf vollen Touren

Lüneburg. Die regionale Wirtschaft startet mit sehr guten Ergebnissen ins neue Jahr. Eine neuen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg zufolge bewerten 40 Prozent der rund 270 Betriebe, die sich an der Erhebung beteiligt haben, ihre aktuelle Geschäftslage als gut, 56 Prozent als befriedigend, nur vier Prozent fällen das Urteil „schlecht“. Und auch die Zukunftserwartungen fallen optimistisch aus: Zwei Drittel der befragten Unternehmen rechnen mit einer gleichbleibenden Entwicklung im laufenden Jahr, 22 Prozent mit einer Verbesserung. Der IHK-Konjunkturklimaindex ist um sieben Punkte auf 122 gestiegen. Besonders positiv ist die Entwicklung in der Industrie, der Dienstleistungswirtschaft und der Baubranche, weniger dynamisch entwickelt sich der Handel.

„Wir freuen uns über die guten Konjunktur-Ergebnisse und starten mit ordentlich Rückenwind ins neue Jahr“, kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert die Ergebnisse. Grund sind verschiedene Triebkräfte, wie zum Beispiel ein stabiler privater Konsum und niedrige Zinsen. Hinzu kommen gute Exportaussichten dank einer positiven Konjunkturentwicklung weltweit und auch innerhalb Europas, wo einige krisengeschüttelte Länder wieder auf Wachstumskurs sind. In der Folge wollen viele Betriebe in den kommenden Monaten mehr investieren und Personal einstellen.

Fachkräftemangel bereitet Sorgen

„Dennoch gibt es Faktoren, die den Betrieben Sorge bereiten, allen voran der Fachkräftemangel. Denn: Findet man keine passenden Mitarbeiter, können Wachstumspotenziale nicht ausgeschöpft werden. Und die demografische Entwicklung wird diesen Flaschenhals-Effekt noch verstärken“, erklärte Zeinert weiter. Auch die Arbeitskosten und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen werden als Risikofaktoren gesehen. „Viele Betriebe sorgen sich, dass ihnen die Politik angesichts glänzender Konjunkturwerte eine teure Rechnung präsentieren könnte.“

Betrachtet man die einzelnen Branchen, fällt die Konjunktur-Entwicklung in der Industrie positiv auf: 97 Prozent bewerten ihre aktuelle Lage als gut oder befriedigend. Für die Zukunft rechnen neun von zehn Industriebetrieben mit gleichbleibenden oder besseren Geschäften. Der Klimaindex steigt um zwölf Punkte auf 132 und erreicht damit den höchsten Indexwert seit acht Jahren. Die Auftragseingänge sind gestiegen, besonders aus dem Ausland. Für den Export werden weitere Zuwächse erwartet.

Einzelhandel hat sich etwas erholt

Den insgesamt höchsten Indexwert erreicht erneut das Baugewerbe mit 135 Punkten. Dank anhaltend niedriger Zinsen besteht eine hohe Nachfrage im privaten Wohnungsbau. Darüber hinaus sorgt die insgesamt gute Konjunktur nicht nur für Aufräge aus der gewerblichen Wirtschaft, sondern auch für verhältnismäßig hohe Steuereinnahmen – die Auftragslage durch öffentliche Auftraggeber ist deshalb ebenfalls gut.

Der Einzelhandel hat sich im Vergleich zum letzten Quartal etwas erholt – der Klimaindex steigt auf 103 Punkte, das ist ein Plus von zehn Punkten im Vergleich zur letzten Umfrage. Die Zukunftserwartungen im Einzelhandel sind jedoch vergleichsweise vorsichtig: 70 Prozent erwarten gleichbleibende Geschäfte, 19 Prozent eine ungünstigere Geschäftsentwicklung, nur elf Prozent eine Verbesserung. Der Großhandel zeigt ebenfalls verhältnismäßig weniger Schwung als andere Branchen – der Klimaindex bleibt auf dem Niveau der Herbst-Umfrage bei 115 Punkten. lz

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