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Der ehemalige SS-Mann Oskar Gröning (96) hat ein Gnadengesuch beim Justizministerium in Hannover gestellt.

Gröning stellt Gnadengesuch

Lüneburg. „Das Gnadengesuch ist bei uns eingegangen.“ Das bestätigte am Montag Wiebke Bethke, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Lüneburg: Ihre Behörde werde über dieses Gesuch von Oskar Gröning (96) entscheiden. Der ehemalige SS-Mann hatte das Gesuch beim Justizministerium in Hannover gestellt, wie NDR 1 Niedersachsen berichtete. Das reichte es weiter nach Lüneburg. War bislang Hannover für das Gröning-Verfahren verantwortlich, ist es nun Lüneburg. Bethke erläutert: „Für die Bearbeitung von Gnadengesuchen ist die Staatsanwaltschaft zuständig, in deren Bezirk das Urteil gesprochen wurde.“

Schwere Gesundheitsgefahren seien nicht erkennbar

Der wegen Beihilfe zum Mord im Konzentrationslager Auschwitz in 300.000 Fällen 2015 vom Landgericht Lüneburg verurteilte Gröning solle seine Haftstrafe in Kürze antreten, sagte Kathrin Söfker von der Staatsanwaltschaft Hannover Ende Dezember 2017. Da war die Beschwerde des früheren SS-Mannes gegen diese Entscheidung „aus Gesundheitsgründen“ gerade vom Bundesverfassungsgericht abgelehnt worden: Schwere Gesundheitsgefahren seien nicht erkennbar, Beeinträchtigungen könne durch medizinische Vorkehrungen im Gefängnis Rechnung getragen werden. Wegen der Schwere von Grönings Taten habe die Durchsetzung des staatlichen Strafanspruchs außerdem ein besonderes Gewicht. In welche Anstalt Gröning kommen sollte, wollte Söfker nicht sagen. Laut Lüneburger NDR-Studio hat das Ministerium bestätigt, dass es die JVA Uelzen ist. rast

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