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Wechsel an der Spitze im Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg (v.l.): die scheidende Landesbeauftragte Jutta Schiecke, Ministerin Birgit Honé und die neue Landesbeauftragte Monika Scherf. Foto: be
Wechsel an der Spitze im Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg (v.l.): die scheidende Landesbeauftragte Jutta Schiecke, Ministerin Birgit Honé und die neue Landesbeauftragte Monika Scherf. Foto: be

Monika Scherf übernimmt Staffelstab

Lüneburg. Sie kennen und sie schätzen sich schon aus früheren Lüneburger Zeiten, als beide noch bei der damaligen Bezirksregierung tätig waren: Birgit Honé als Regierungspräsidentin, Monika Scherf als Leiterin des Europa-Büros. Am Dienstag trafen sich die beiden Frauen an alter Stelle in neuen Positionen wieder. Nur, dass die Bezirksregierung mittlerweile zum Amt für regionale Landesentwicklung umstrukturiert wurde und Birgit Honé heute das Amt der Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung bekleidet. In dieser Funktion überreichte sie Monika Scherf die Ernennungsurkunde zur Landesbeauftragten für regionale Landesentwicklung. Scherf löst Jutta Schiecke ab, die nach vier Jahren in Lüneburg in die Landesvertretung nach Brüssel wechselt, um dort künftig Aufgaben des Umweltministeriums wahrzunehmen.

Monika Scherf kehrt zurück

„Sie finden ein sehr gut aufgestelltes Haus mit engagierten Mitarbeitern vor, das sie nun weiterentwickeln können“, betonte Birgit Honé bei der symbolischen Staffelstabübergabe von Jutta Schiecke an Monika Scherf. Die Ministerin lobte Scherf als ausgewiesene Kennerin der Region, die neben ihrer Verwaltungskompetenz auch die Fähigkeit mitbringe, im politischen Raum trittsicher zu agieren. Das Amt der Landesbeauftragten ist unterhalb der Staatssekretärsebene angesiedelt.

Noch bis Dienstagmorgen stand Monika Scherf als Kreisrätin in Diensten des Landkreises Harburg, hatte noch an einer Sitzung teilgenommen, bevor sie nach Lüneburg eilte, um ihre Ernennungsurkunde zur Landesbeauftragten entgegenzunehmen. In ihrer neuen Funktion ist die Lüneburgerin zuständig für elf Landkreise. Ihr Zuständigkeitsbereich ist deckungsgleich mit dem alten Regierungsbezirk Lüneburg.

Terminkalender ist schon jetzt gut gefüllt

Der Terminkalender der neuen Landesbeauftragten ist schon jetzt gut gefüllt. Zunächst will sie sich bei den regionalen und kommunalen Akteuren in ihrer neuen Funktion vorstellen. Sie wird sich noch in dieser Woche mit den elf Landräten aus der Region zuammensetzen – und dabei auch ihre beiden ehemaligen Chefs treffen: den Lüneburger Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) und dessen Amtskollegen, den Harburger Landrat Rainer Rempe (CDU). Ende Januar wird Scherf zur Grünen Woche nach Berlin fahren, dort Aussteller und Akteure aus der Region treffen sowie an verschiedenen Veranstaltungen und Konferenzen zu Themen des ländlichen Raums teilnehmen. Für diesen Termin gab ihr ihre Amtsvorgängerin Jutta Schiecke noch einen gutgemeinten Tipp mit auf den Weg: „Wenn Sie die Grüne Woche besuchen, schauen Sie unbedingt beim Bauernverband Nordostniedersachsen vorbei. Die haben am Stand eine wirklich leckere Currywurst.“

Und für sich selbst äußerte die scheidende Landesbeauftragte noch einen Wunsch: Sollte zwischen Buxtehude und Neu Wulmstorf tatsächlich ein Wachtelkönigpärchen entdeckt werden, das dann auch noch brütet, „dann gebt bitte einem der jungen Küken meinen Vornamen“, bat Jutta Schiecke mit einem verschmitzten Lächeln ihre ehemaligen Kollegen. Der Grund für diese Bitte: Dort soll ein Radweg entstehen, doch das Amt für regionale Landesentwicklung hatte zunächst die Baumaßnahme gestoppt, weil man nicht ausschließen könne, dass Radfahrer und Hunde negative Auswirkungen auf den selten gewordenen Wachtelkönig haben könnten.

Von Klaus Reschke

Hintergrund

Ansprechpartner des Landes

Im Januar 2014 hat das Land in den Regionen Lüneburg, Braunschweig, Leine-Weser und Weser-Ems Ämter für regionale Landesentwicklung eingerichtet. Aufgabe der Landesämter ist es, gemeinsam mit den Akteuren vor Ort passgenaue, regionale Entwicklungskonzepte und Förderprojekte für die unterschiedlich geprägten Landesteile Niedersachsens zu planen und umzusetzen. An der Spitze stehen die Landesbeauftragten.

Sie koordinieren den Einsatz der Europäischen Fördermittel für die Region und haben eine wichtige Scharnierfunktion. Sie sind Vertreter der Landesregierung in ihren Regionen, vertreten aber auch ihre Regionen innerhalb der Landesregierung und stehen vor Ort als Ansprechperson des Landes zur Verfügung. Sie sind zuständig für Fragen der regionalen Landesentwicklung, der Regionalplanung und der Raumordnung, der Stadt- und Landentwicklung und der Wirtschaftsförderung – Letzteres insbesondere bei der Umsetzung der Europäischen Strukturfonds. lz