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Arbeiter eines Abbruchunternehmens haben damit begonnen das Schützenhaus zu entkernen. Zunächst wird die Dämmwolle entsorgt. Foto: be

Schützenhaus in Dahlenburg wird entkernt

Dahlenburg. Der Abriss des Schützenhauses in Dahlenburg hat begonnen. Seit Montag sind Mitarbeiter einer Abrissfirma dabei, das Gebäude Stück für Stück auseina nderzunehmen: Von außen ist von den Arbeiten aber noch wenig zu sehen – nur ein Bauzaun und ein aufgestellter Baucontainer künden vom nahen Ende der einstmals größten Veranstaltungshalle im Kreis.

Zurzeit sind Baustellenleiter Tobias Wallner und seine Kollegen noch damit beschäftigt, die Innenverkleidung des Schützenhauses ab- und die Dämmung auszubauen. Die besteht aus Glaswolle und muss daher in sogenannten Big-Bags fachgerecht entsorgt werden. Da diese Arbeiten nur von Hand erledigt werden können, wird der Rückbau im Inneren noch einige Tage in Anspruch nehmen.

Anschließend geht es auf das Dach der alten Halle. Dort müssen dann die alten Eternitplatten abgenommen und ebenfalls fachgerecht verpackt und entsorgt werden. „Erst dann“, so Wallner, „wird der Bagger zum Einsatz kommen und die Reste der Halle zum Einsturz bringen“. Für viele Dahlenburger wird das wohl ein emotionaler Moment werden, für den Abriss-Profi und seine Kollegen dagegen ist es ein ganz normaler Auftrag.

Wie berichtet, wird das inzwischen marode Schützenhaus abgerissen, weil das Dach undicht und das Parkett aufgrund eines Wasserschadens aufgequollen war. Als unverhältnismäßig hoch waren zudem die Kosten für energetische Sanierung, Brandschutz und Beseitigung des Schimmelbefalls eingeschätzt worden. Auch der Landkreis Lüneburg als Kommunalaufsicht hatte sich gegen den Erhalt des Schützenhauses ausgesprochen.

Dafür aber soll nach dem Abriss der alten Halle ein Neubau an gleicher Stelle entstehen – das „Kultur- und Bürgerhaus.“ Ein Gebäude mit den Außenmaßen 37 mal 22 Meter – vorgesehen ist der Bau eines Giebelhauses, das gutes Raumklima bei Veranstaltungen bieten soll. Ein Saal mit Platz für bis zu 270 Menschen ist Herzstück des neuen Kultur- und Bürgerhauses, dazu kommen ein Foyer, eine Cateringküche, eine Kühlzelle, sanitäre Anlagen und Garderoben für Besucher und Künstler. Die Baukosten: knapp 1,9 Millionen Euro.

Jetzt wartet die Samtgemeinde noch auf die Bewilligung eines Förderbescheides, dann können die Arbeiten ausgeschrieben und Aufträge an die Baufirmen vergeben werden. Wenn alles nach Plan läuft, könnten die Bauarbeiten für die Halle im Sommer beginnen.

Von Klaus Reschke

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