Donnerstag , 18. Oktober 2018
Aktuell
Home | Lokales | Lösung für Kindergarten Lüdersburg in Sicht
Künftig soll auch das komplette Dachgeschoss des Kindergartens Lüdersburg für die Kinderbetreuung genutzt werden. Foto: cm
Künftig soll auch das komplette Dachgeschoss des Kindergartens Lüdersburg für die Kinderbetreuung genutzt werden. Foto: cm

Lösung für Kindergarten Lüdersburg in Sicht

Lüdersburg. In der Debatte um den Ausbau des Kindergartens Lüdersburg zeichnet sich eine Lösung ab. Noch fehlt dem Projekt zwar die Zustimmung aus den Räten Echem und Hittbergen, „doch so wie es aktuell aussieht, haben wir eine für alle drei Gemeinden akzeptable Variante gefunden“, berichtet Klaus Bockelmann, Bürgermeister in Lüdersburg und Kuratoriumsvorsitzender des Kindergartens. So schnell wie möglich sollen die Gremien nun über den Umbau des historischen Pfarrhauses entscheiden, denn die Zeit drängt.

Wie berichtet, ist es zu eng geworden in dem Kindergarten, der zuständig ist für die drei Gemeinden Lüdersburg, Echem und Hittbergen. Um die akute Not zu lindern, ist ein Gruppenraum für die Angestellten umgebaut worden zur Kinderbetreuung. Eine Lösung, die der Landkreis Lüneburg nur ausnahmsweise genehmigt hat – und zwar bis zum 31. Juli 2018. „Bis dahin sollte der Umbau eigentlich fertig sein“, sagt Bockelmann, „doch ich fürchte, das könnte jetzt schon schwierig werden.“

Das Problem: Die Kosten von anfangs 250.000, später 230.000 Euro waren den beteiligten Kommunen zu hoch. Grünes Licht gab es bisher nur aus dem Rat Lüdersburg. Hittbergen stimmte einer grundsätzlichen Kostenbeteiligung zwar zu, lehnte aber die Umsetzung der 230.000-Euro-Variante ab. In der Gemeinde Echem steht die Entscheidung noch aus. Echems Bürgermeister Steffen Schmitter sagt: „Ich wollte erst abwarten, bis auch Alternativen geprüft wurden, bevor ich das Thema in den Rat zur Abstimmung gebe.“ Das ist inzwischen geschehen, Zahlen liegen auch für eine Container-Lösung auf dem Tisch. „Kosten würde uns die geschätzt 150.000 Euro“, berichtet Schmitter, „allerdings wäre das Ganze befristet auf zwei Jahre.“ Die drei Gemeindechefs sind sich einig: Der Ausbau erscheint als beste Lösung. Blieb nur noch eine Frage: Wie lassen sich die Kosten reduzieren?

36.000 Euro Förderung vom Land

Bisher läuft der Kindergarten- und Krippenbetrieb im Erd- sowie in Teilen des Dachgeschosses. „Künftig soll das ganze Dachgeschoss genutzt, dafür eine Wohnung umgebaut werden“, sagt Bockelmann. Gemeinsam mit seinen beiden Kollegen und dem Architekten setzte er nun nochmal den Rotstift an, „sodass wir nun bei Kosten von 220.000 Euro liegen“. Für die Schaffung von drei neuen Krippenplätzen gibt es zudem 36.000 Euro Förderung vom Land. „Außerdem wird sich die Kirchengemeinde mit mindestens 17.000 Euro beteiligen, weil sie die Toiletten mitbenutzen“, erklärt der Lüdersburger. Blieben 16. 000 Euro – und damit ein Anteil pro Gemeinde von rund 55.666 Euro.

Echems Bürgermeister Schmitter ist zuversichtlich, dass der Rat dem Ausbau zustimmen wird. Und auch sein Kollege aus Hittbergen Alfred Ritters, glaubt, „dass die Ratsmitglieder dieses Mal zustimmen werden“. Der Bauantrag ist laut Bockelmann bereits in Vorbereitung, „und ich hoffe, dass wir dann so schnell wie möglich mit dem Umbau beginnen können“.

Von Anna Sprockhoff