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Niels Webersinn hat am Montagabend seine Ämter in der Lüneburger CDU-Stadtratsfraktion niedergelegt. (Foto: A/t&w)
Niels Webersinn hat am Montagabend seine Ämter in der Lüneburger CDU-Stadtratsfraktion niedergelegt. (Foto: A/t&w)

Lüneburgs CDU-Chef wirft das Handtuch

Lüneburg. Es sind ganze sieben Zeilen, die am späten Montagabend bei der LZ eingehen und die es in sich haben: Danach hat der CDU-Fraktionschef im Lüneburger Rat, Niels Webersinn, sein Amt „per sofort niedergelegt“ und angekündigt, ebenso sein Stadtratsmandat zum 1. Februar „aus persönlichen und beruflichen Gründen niederzulegen“.

Weitere Begründungen erfolgten nicht. In der von Fraktionsvize Henrik Morgenstern verschickten Erklärung heißt es nur: „Wir bedauern die momentanen Ereignisse und werden aus dieser anspruchsvollen Situation in unserer Geschlossenheit gestärkt hervorgehen.“ Webersinn selbst war nicht zu erreichen.

Konsequenzen einer Indiskretion

Der 37-Jährige zieht damit die Konsequenzen aus einer Indiskretion, die über das Wochenende die Lüneburger Christdemokraten erschüttert hat. Die LZ zitierte in ihrer Sonnabendausgabe aus dem Gesprächsverlauf einer fraktionsinternen WhatsApp-Gruppe. Aus dem der Redaktion anonym zugespielten Dokument geht hervor, dass ein vorzeitiger Rückzug von Dr. Gerhard Scharf innerhalb der CDU-Fraktion ernsthaft erwogen wird. Der Bürgermeister steht seit Tagen wegen seiner umstrittenen Äußerungen gegenüber einem rechten Blogger in der Kritik.

Webersinn sagte der LZ am Freitag: „Das macht mich natürlich nicht glücklich, dass jemand dies öffentlich gemacht hat.“ Wie inzwischen durchsickerte, soll jedoch der bisherige Fraktionschef selbst als „undichte Stelle“ identifiziert worden sein. Am Wochenende glühten deshalb die Drähte bei den Christdemokraten und der Druck auf Webersinn wuchs.

Morgenstern wollte dies am Abend nicht kommentieren. Er kündigte lediglich an, dass die Aufgaben bis zur Regelung der Nachfolge von seinen Stellvertretern übernommen würden.

Einer der Architekten des Jamaika-Bündnisses

Damit geht einer der Architekten des Jamaika-Bündnisses von CDU, FDP und Grünen nach der Kommunalwahl vom Herbst 2016 von Bord. Webersinn gehörte der CDU-Fraktion im Lüneburger Rat seit 2011 an. 2014 übernahm er deren Vorsitz.

Zuletzt musste der ambitionierte Webersinn politische Niederlagen verdauen. Bei der parteiinternen Nominierung als Landtagskandidat scheiterte er überraschend. Auch als Bundestagskandidat war er zuvor gehandelt worden, verzichtete darauf jedoch.

Ob Webersinn auch sein Amt als Chef des CDU-Stadtverbandes niederlegt, blieb zunächst offen. Über die Zukunft von Scharf debattierte die CDU-Fraktion am Montagabend nicht. Für diese Personalie blieb keine Zeit mehr.

Von Marc Rath

Mehr dazu am Mittwoch in der LZ sowie auf auf Blog.jj.

55 Kommentare

  1. Herr Dr. Scharf, der moralisch zweifelhafte Klammerbeton am Bein seiner „christlichen“ Fortschrittspartei, hätte sein Wunschdenken nicht verquaster in Worte fassen können: „Wir bedauern die momentanen Ereignisse und werden aus dieser anspruchsvollen Situation in unserer Geschlossenheit gestärkt hervorgehen.“ Das wird wohl auch die Essenz der Scharfschen Ratsansprache am 1. Februar sein.

    Unglücklicher Weise fällt der „Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ auf den Sonnabend fünf Tage vor der Rats-Performance des gewieften Schauspielers.

    Was soll „die Partei“ bloß mit dem Videokünstler und rechten Scharfmacher in ihren Reihen tun?

  2. Scharf hetzt in rechtem Youtubevideo, Webersinn leitet Interna weiter, die LüneCDU schweigt nach außen, chattet nach innen, der Skandal ist öffentlich in der Welt, soll aber ratsinnerlich aus der Welt geschafft werden …

    Ja, sind diese blasierten Politfuzzis noch ganz knuschber?

    Wer soll euch noch irgendwas glauben Leute? Wacht auf …! Seid ihr die Steigbügelhalter für die rechten Stiefel? Chattet ihr bis die Demokratie wech is vom Fenster?

  3. Scharf hat unentschuldbaren Mist gebaut, Webersinn auch.

    Scharf klebt an seinem Pöstchen, auch wenn die Partei zu Bruch geht. Webersinn zieht die Konsequenzen und tritt zurück.

    Niels Webersinn ist ein Ehrenmann, Gerhard Scharf ist es nicht.

    • Scharf sagt die Wahrheit, Webersinn ist ein Lügner … so ist das. Natürlich waren die Wehrmachtssoldaten bis auf wenige keine Nazi-Mörder, aber die alliierten Bomberpiloten wussten genau, dass da unter ihnen in den deutschen Städten Frauen und Kinder verglühten.

      • Warum wollen Sie hier relativieren, was soll der Unsinn?

        • Eratosthenes, haben Sie Schwierigkeiten Kriegsverbrechen als solche zu benennen, wenn diese nicht von Deutschen begangen wurden?
          Sie sollten sich ganz schnell fragen, wer hier relativiert.
          Geben sie doch einfach zu, dass millionenfach von Stalins Schergen und Bomberpiloten Kriegsverbrechen begangen wurden. Dann wären wir ein erhebliches Stück weiter. Ich zu meinem Teil habe nämlich keine Schwierigkeiten Verbrechen, die von Teilen der Wehrmacht verübt wurden, als solche zu benennen.

          • Ach so, und die Luftwaffe der Wehrmacht hat im WK II nur Hilfslieferungen abgeworfen, oder wie?
            DAS meinte ich mit relativieren.

          • Was faseln Sie da, „Falk“?

            Es geht hier nicht um die „Aufarbeitung“ des Luftkrieges. Es geht um einen lügenden Bürgermeister und um ein groteskes Hassvideo, in dem dieser Bürgermeister gegen eine frei erfundene „Linke“ gehetzt hat, indem er ihr Dinge anlastet, die einmal nicht zutreffen und für die er zum Zweiten gar keine Beweise vorlegen kann.

            Und dann, Falk, die Wehrmachtseinheiten, die in und um Minsk „Juden“ zusammengetrieben und in die KZs verfrachtet haben, wussten auch genau, dass diese Menschen dazu bestimmt waren, in den Krematorien zu „verglühen“.

            Wer hat den Angriffs- und Terrorkrieg gestartet und halb Europa kujoniert? Dass das Dresden-Bombardement ein Verbrechen war, ist unumstritten. Aber rechtfertigt dieses Faktum, dass ein Lüneburger Bürgermeister dazu aufruft, einer Mörderdivision zu huldigen? Dass darunter einzelne waren, die lieber nicht mitgemacht hätten, ist eine Trivialität. Aber sich hinzustellen und zu sagen „die Einheit“ insgesamt, deren Angehörige in wenigen Tagen 9.000 „unnötige Esser“ abgeschlachtet haben, müsse geehrt und davor bewahrt werden, gegenüber ihren Opfern ins Unrecht gesetzt zu werden, ist ungeheuerlich.

          • Norbert Kasteinecke

            „Erst wenn die Kriegspropaganda der Sieger Einzug gefunden hat in die Geschichtsbücher der Besiegten und von der nachfolgenden Generation geglaubt wird, kann die Umerziehung als wirklich gelungen angesehen werden.“
            Walter Lippmann

            Brecht drückte es etwas derber aus :

            Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge.
            Aus der Welt geht der Schwächere und zurück bleibt die Lüge.

          • @Kasteinecke

            Verräterisch!

            Der feuchte Traum der rechten Blasenfürsten.

            Mit Lippmann haben Sie sich ja einen feinen Gewährsmann rausgesucht. Für den Platoniker gibt es nur die Elite der „echten“ Bescheidwisser à la Dr. Scharf, die sehr kleine Klasse der selbsterklärten „Spezialisten“, die aktiv mit den Angelegenheiten des Allgemeinwohls betraut ist. Diese Halbgötter analysieren die Lage der Nation und treffen Entscheidungen auf politischer, wirtschaftlicher und ideologischer Ebene.

            Ihr gegenüber, nein, Lichtjahre unter ihr steht die Klasse der diesen Spezialisten überlassenen „Handlungsobjekte“, nach Lippmann die „verwirrte Herde“, vor deren Getrampel und Gelärm die Spezialisten geschützt werden müssten. In einer funktionierenden Demokratie habe die Masse der Menschen („die Herde“) laut Lippmann lediglich die Befugnis, die Spezialisten zu wählen und den Rest der Zeit mit „Grasen“ zu verbringen.

            In seinen Essays zur Demokratie fordert er, dass nur die spezialisierte Klasse für die „Herausbildung einer gesunden öffentlichen Meinung“ Sorge tragen dürfe, weil die Öffentlichkeit lediglich aus „unwissenden und zudringlichen Außenseitern“ bestehe.

            Das alles scheint mir ziemlich genau auch der Auffassung unserer „Stadtspitze“ in Bezug auf „die Angelegenheit“ Dr. Scharf zu entsprechen. Der schreiende öffentliche Pöbel hat hier nichts zu melden. Die delikate „Sache“ geht nur die Auserkorenen etwas an, welche die Herde beizeiten wissen zu lassen gedenken, wie sie Gefallen hatten zu befinden.

            Ihr Lippmann-Zitat ist aus dem Zusammenhang gerissen und würde für „uns“ nur gelten, wenn „wir“ uns selbst als solche erzogenene, dumme Brut ansehen würden. Der Aufschrei gegen die Herrenreiter-Geschichtsklitterungen des Dr. Scharf zeigt aber gerade, dass es Menschen gibt, die sich NICHT länger von Scharf und Ihnen, Kasteinecke, für blöd verkaufen lassen wollen.

            Ihr Brecht-Zitat dagegen gilt universell: Wo Gewalt sich durchsetzt – egal wie sie sich maskiert hat – folgt die Lüge auf dem Fuße. Darum darf es keine pauschalen Huldigungen von Gewaltformationen wie der inkriminierten Lüneburger Infanterie-Einheit meht geben!

      • Dr. Scharf lügt, scheint mir, wenn er behauptet, seine Video-Äußerungen nicht bei vollem Bewusstsein gemacht zu haben. Wer viermal nachdrücklich bestätigt, der Interviewer könne das Gesagte so, wie es gesagt wurde, bringen, der weiß, was er tut. Und leider, so muss man daraus folgern, lügt er, wenn er eine Woche später behauptet, er habe das nicht gewusst.

    • Herr Webersinn hat keinen Mist gebaut. Hier passiert nur was altbekannt ist. Nicht die Nachricht ist wichtig, sondern der Bote, der sie überbringt. In der Vergangenheit wurden Boten, die schlechte Nachrichten überbracht haben getötet. Und da die CDU gern das Althergebrachte bewahren will, passiert genau dieses immer wieder. schmunzeln.

  4. Ich ahne Schreckliches, die solidarische Parkraumbewirtschaftung der Sülzwiesen und andere kolossal wichtige Infrastrukturmassnahmen stehen ohne den ambitionierten Herrn Webersinn auf ganz wackligen Beinen …
    https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/1447812-bleiben-die-wenigen-gratis-parkplaetze

    • So ist es, Gudrun, für freie Fahrt in tolle Parkhäuser werden die Eberhard-Manzke-Getreuen im Rat jetzt wieder mit 380 PS und einem Durchschnittsverbrauch von 27 Litern Diesel auf 50 Km Stecke sorgen können.

      Weg mit der Fahhrad-Mafia und den blöden Gesundheitsfanatikern!

      Echte Bio-Lüneburger haben Benzin im Blut!

      Und das ist auch gut so!

      Das wird „man“ ja wohl noch mal sagen dürfen!

      Ein Hoch auf die gesinnungsfesten Zeitzeugen ihres eigenen verlogenen Selbstbetrugs!

  5. Walter Hagemann

    Scharf muss auf der Stelle zurücktreten!

    Sein Fraktionsvorsitzender Webersinn, der erst für, dann wegen Scharfs unwürdigem Verhalten gelogen hatte, hat ihm vorgemacht, wie das geht.

    Mehr dazu hier: https://jj12.wordpress.com/2018/01/23/ruecktritt-webersinn-auf-dem-blanken-politischen-parkett-ausgerutscht/#more-345

    • Richtig! Dr. Scharfs Video-Auftritt ist ein Desaster. Eine moralische Selbstdemontage. Seine Mittwoch und Freitag vergangener Woche nachgelieferten Erklärungen sind pure Ausflüchte. Sie versuchen vom Thema abzulenken, sie verkleinern, vertuschen und verharmlosen, aber sie bieten keinen Ausweg. Dr. Scharf hat gezeigt, was und wie er denkt: beides ist eines städtischen Repräsentanten und Bürgermeisters nicht würdig. Das lässt sich nicht mehr wegleugnen oder aus der Welt schaffen. Das Niederlegen aller Wahl- und Ehrenämter heute oder morgen ist die einzige Möglichkeit für Dr. Scharf einen Rest von Anstand und Würde zu bewahren – und nicht weitere Personen aus Politik und Verwaltung durch das Zulassen von «Entschuldigungen» zu beschädigen, die gar nicht anders als so verdreht und unbefriedigend ausfallen k ö n n e n wie z. B. die dissimulierende Presseerklärung des Oberbürgermeisters. Denn es gibt an Dr. Scharfs unfreiwilligem aber „authentischem“ Video-Bekenntnis nichts zu beschönigen. Es offenbart genau das, wofür Dr. Scharf „steht“.

  6. herr webersinn hatte ein problem, er verwechselte öfters freund mit feind.

  7. Ein Lüneburger

    Alles spannend hier…da treten doch die großen Fragen der Weltpolitik ganz in den Hintergrund wenn es so aufregende lokale Skandälchen zu diskutieren gibt.
    Erstaunlicherweise ist bislang aber weder hier noch in den LZ-Kommentarspalten erläutert worden, WIE denn die CDU-Fraktion dem geheimnisvollen Informanten auf die Schliche gekommen ist. Die LZ hat dazu heute (in der Print-Ausgabe) einen erklärenden Kasten abgedruckt , wonach man anhand der optischen Darstellung auf dem Bildschirm-screenshot einer WhatsApp-Gruppe ableiten könne, von welchem Handy dieser denn stamme. Abgesehen davon daß die Erklärung Ungereimtheiten enthält (in aller Regel sind dort NICHT die Namen aller Gruppenteilnehmer zu erkennen, höchstens drei oder vier…) stellt sich doch der Leser kopfkratzend die Frage, wie das „anonym“ der LZ zugespielte Bild zur CDU gelangt ist…. Abgedruckt hatten es, soweit ich sehe, weder LZ noch LünePost. Es gab dort nur Zitate im Fließtext. Hat etwa der verantwortliche Redakteur (oder gar ein ‚Maulwurf‘ in den Redaktionsstuben ?) den nach journalistischem Ehrenkodex so hoch gehaltenen „Quellenschutz“ durchbrochen und damit den Informanten an’s Messer geliefert ? Und wenn ja warum ? Um selbst mal ein bißchen in der Lokalpolitik mitzumischen ? Die ungeliebte Jamaika-Gruppe zu destabilisieren ? Oder schlicht aus Dusseligkeit ? Fragen über Fragen… Herr jj wird uns sicher aufklären. By the way: dass ein „digital native“ wie Herr Webersinn so naiv sein sollte, einen (in der Rat leicht zuzuordnenden) WhatsApp-screenshot an die Presse zu geben kann ich mir nun gar nicht vorstellen. Aber er sagt ja nix dazu…

    • Keine Sorge, der Informantenschutz hat Vorrang. lg jj

      • Ein Lüneburger

        Das ist ja schön zu hören…
        Und woher hat nun die CDU den screenshot ? Um sich aufzuregen oder gar einen Parteiausschluss voranzutreiben muss man doch wissen, WAS denn genau da zur LZ gelangt ist. Alles Andere wäre doch bloß Spekulation

    • Lieber Herr Jenckel

      Woher hat die CDU den screenshot ?

      Das ist eine sehr berechtigte Frage des Anonymus. Da reicht es nicht, noch einmal den Grundsatz des Informantenschutzes zu wiederholen, der sich in Deutschland direkt von Art. 5 GG ableitet, somit quasi Verfassungsrang hat und als eine, wenn nicht gar als „die“ elementarste Voraussetzung für die Pressefreiheit angesehen werden muss. Sie werden eine konkrete Antwort in Ihrem Hause finden, und zwar schnell finden müssen. Denn NUR über die Bande Landeszeitung KANN die Information an die CDU zurück gespielt worden sein. Entweder aus der Redaktion heraus oder von einem durch die Redaktion in Kenntnis Gesetzten. – Tertium non datur. Eine dritte Möglichlichkeit ist LOGISCH ausgeschlossen. Also bitte Herr Jenckel, jetzt gilt es. Begründen Sie ihre Aussage. Eine Ehrenerklärung von Niels Webersinn, dass er aus freien Stücken seine Machinationen eingestanden hat, würde vielleicht helfen.

      MfG, Lena Bergmann

    • Welche Quelle/welcher Informant verdient denn hier Schutz? Wie Sie richtig feststellen war den Zeitungen das doch anonym zugespielt worden. Hätte Herr Webersinn den Journalisten gesagt, ich hab hier ne Info, aber bitte nicht sagen woher, könnte ich den Einwand ja verstehen. Aber so? Geht es nicht eher darum zu prüfen, ob das Material überhaupt echt ist? Vermutlich ja mit dem Grund, jemand anderes in die Pfanne zu hauen. Und wie man heute in der Lünepost sehen kann, sind da sehr wohl Namen aufgeführt. Da war offenbar jemand ziemlich dämlich und hinterhältig…

  8. Wilfried Bergmann

    Danke Herr Jenckel, dass der Informantenschutz umfänglich gilt! Was normalerweise eine Selbstverständlichkeit sein sollte, ist es leider in den heutigen Zeiten nicht mehr. Es ist gut, dieses immer wieder zu betonen. In der CDU ist viel mehr schief gelaufen, als dass jetzt etwas durchgestochen wurde. Ich finde dieses Durchstechen zwar nicht in Ordnung, aber um so beruhigender, dass noch die alten Maßstäbe guten Journalismus gelten: Informanten werden umfänglich geschützt!

  9. Gabriele Werner

    Unerträglich!

    Dr. Scharf kann Lüneburg nur weiter vertreten, wenn er und alle, die ihn stützen, der Meinung sind, es sei wichtiger, einen DARSTELLER von Integrität im Amt zu belassen, als einen INTEGREN mit diesem Amt zu betrauen. Meines Erachtens kann ein Mann, der so voller Halbgarem und Schlechtverdautem steckt und den so ungeheuer starke Verachtung gegen Menschen würgt, die seine Ansichten nicht teilen, nicht länger Bürgermeister aller Lüneburger sein.

  10. Der Fall Scharf ist auch ein Fall Mädge und ein Fall Lüneburger Rat. Vertuschen, beschönigen, kleinreden, lügen, aussitzen, Thema wechseln. Das ist die Devise auch bei diesem Skandal. Die fatale, nachhaltige Vorbildwirkung der üblen Schmuddelgeschichte wird nicht bedacht. Und dann nehmen diese Leute das Wort Kultur in den Mund. Pfui Deibel!

    Ich hoffe, der Fall Scharf wird nicht auch noch zum Fall Landeszeitung!

    • Vielen Dank, Saskia Ludwig! Wunderbar auf den Punkt gebracht! Dem ist nichts hinzuzufügen.

      • Doch, „Alexis D.“, dem ist noch eine ganze Menge hinzuzufügen! Warten Sie einmal ab. Mir zum Beispiel war bis vorgestern Morgen nicht bekannt, dass angeblich Niels Webersinn selbst „den Gesprächsverlauf der fraktionsinternen WhatsApp-Gruppe“ durchgestochen hat, von dem wir am Sonnabend in der Zeitung lesen konnten. Warum nicht auf weitere unterhaltsame Neuigkeiten dieser Qualitätsstufe bauen? Wir reden hier immerhin über die unbewältigte jüngste Vergangenheit gesinnungsfestester germanischer Geschichtsklitterung DURCH DEN STELLVERTRETENDEN BÜRGERMEISTER DER STADT LÜNEBURG – und das ganze 48 Stunden bevor der „Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ anbricht! Zu dieser Koinzidenz, also dem zeitlichen Nebeneinander von harten Tatsachen, die nur auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, werden die CDU-Recken im Rat sich VOR dem herangaloppierenden Sonnabend „positionieren“ müssen. Sonst droht ein schmählicher Eintrag in die Geschichtsbücher. Das ist dann nicht so gut fürs Stadtmarken-Image. SCHROCKSCHWEREOPITZ !

        Jetzt führt Herr Morgenstern das große Wort in der Fraktion, ein bedenkenloser Arena-Reklamemann der 2016 neben seinem Volleyball-Kumpel, Herrn Dr. Buller, als Emissär der Bahlburgianisch-Hoppenstedtschen Geschäftsinteressen in den Rat gelangte.

        Wir werden sehen, was die „moderne“ Truppe der smarten Eberhard-Manzke-Nachfolger zu den Video-Petitessen des privatisierenden Geschichtsdichters und „Zeitzeugen“ Scharf zu sagen hat. Da muss ja in den nächsten paar Stunden Gewichtiges kommen. Wenn dann immer noch plausible Erklärungen fehlen – (Und wo aus den bereits dokumentierten Lügen des Herrn Dr. Scharf nach seinem Sündenfall sollten diese hergenommen werden können?) – dann werden „die Werte“ der Erschütterungen auf der erinnerungskulturellen Richterskala wohl ins Bedrohliche anwachsen. Und wenn das dann sprachlich gar ebenso verhunzte und geschwollene Nichtigkeiten sind, wie man sie seit eineinhalb Jahren in den SVG-Pressemeldungen findet, dann werden sicher sehr bald schon weitere Köpfe rollen.

        Also, „Alexa P.“, seien Sie zuversichtlich! Das CDU-Krisenmanagement hat noch nicht zuende gestümpert. Bis es einsieht, dass Heidegger recht hatte: „Nur noch ein Scharf (aber kein ankommender, sondern ein abtretender) kann uns retten“, werden noch ein paar herrlich lächerliche Volten folgen.

  11. Karsten Bostelmann

    Wie wird Informantenschutz von den Presseorganen unserer Stadt praktiziert?

    Ein überaus lehrreiches Gewinde, Gedrechsel und Gewolke zu diesem Thema wird von einem ortsansässigen Profi gerade in den Kommentaren bei Blog.jj, dem Lüneburger Forum für Stadtkultur und Lokalpolitik, geboten: https://jj12.wordpress.com/2018/01/23/ruecktritt-webersinn-auf-dem-blanken-politischen-parkett-ausgerutscht/#more-345

  12. Hallo Herr Jenckel, hallo Herr Rath

    Im abgelaufenen Jahr haben die Journalisten der Generation 2.0 wieder besonders gelitten, wie begossene Pudel an ihrer Bestimmung gezweifelt. Fake-News-Debatten allerorten, Glaubwürdigkeitsschwund, Liebesentzug durch Leser. Das setzt zu. Dicke Hose war gestern. Der Journalist 2.0 will wieder zuhören, ja moderieren, den Bürgerdialog führen.

    Dabei sind die Rezepte so einfach für einen geraden Rücken: Berichten statt richten, Sorgfalt statt Schnelligkeit. All the news that’s fit to print, der New-York-Times-Slogan. An guten Vorsätzen mangelt es Journalisten also nie, aber wie das so ist mit guten Vorsätzen: ab in den Wind.

    Bei diesen ständigen Kurskorrektur könnte der Verdacht aufkommen, Willi Wichtig habe seinen Kompass verloren.

    Einfache Frage an zwei gerade Rücken: Wie gelangte der vertraulich durchgesochene chat-screenshot von der LZ zur Lüne-CDU?

    Liebe Grüße, Kati Wagner

    • Liebe Kati Wagner,

      Der besagte Chat kam ausgedruckt und anonym ins Postfach der LZ. Wir haben dann das gemacht, was Journalisten bei anonymen Quellen, die Brisantes enthalten, tun – und haben sie verifiziert. Aus eben genau den Gründen, die Sie gepostet haben.
      Beste Grüße aus der LZ-Redaktion
      Marc Rath

      • Liebe Kati, uns erreichen wöchentlich anonyme Briefe, gerade heute wieder zu einem Artikel in der LZ von heute. Das prüfe ich in diesem Fall. Wie ich das mache, das habe ich hier und im Blog.jj beschrieben.
        Und des Rest hat doch Herr Rath sehr erklärt. lg

        • Nach dem zwei Wochen anhaltenden Dauererdbeben um den Scharf-Skandal, das der Einhändigung der Dokumente vorausgegangen war, werden Sie mir doch nicht erzählen wollen, dass nicht JEDER LZ-Redakteur aufs Äußerste sensibilisiert war und wusste, dass es sich bei dem Material um etwas Höchstexplosives handelt, dessen unsachgemäße Behandlung das komplette Rathaus in Schutt und Asche legen könnte? Sie wollen mir nicht erzählen, dass diese Sachen behandelt wurden, wie irgendein x-beliebiges anderes Schmierbriefchen? Warum antworten Sie mir nicht? Herr Rath oben hat gar nichts „erklärt“. Er hat bloß um den heißen Brei herumgeschwurbelt – wie Sie es seit zwei Tagen ebenfalls tun.

          Hier nocheinmal meine Fragen. Ich bitte um konkrete Beantwortung:

          (A) Hieß „verifizieren“ in diesem Fall, die durchgestochenen Dokumente an die CDU schicken und damit das Auffliegen des Informanten riskieren? Oder (B) hieß „verifizieren“ in diesem Fall ganz behutsam fernmündlich um die Bestätigung bestimmter Inhalte nachsuchen?

        • Liebe Kati Wagner,
          es gibt in Fällen wie diesen meist nicht nur Schwarz und Weiß, Es war weder A noch B – sondern C. Und darüber „schwurbele“ ich jetzt nicht, sondern schweige: Aus eben jenen – guten – Gründen, die Sie und andere hier auch angeführt haben. Mit besten Grüßen Marc Rath

        • Herrn Chefredakteur Marc Rath

          Das heißt im Klartext: Sie decken einen LZ-Mitarbeiter?

          Welches sind „eben jene – guten – Gründe, die ich und andere hier auch angeführt haben“? Können Sie mir bitte die zwei wichtigsten nennen?

          LG, Kati Wagner

        • Lieber Chefredaktor Rath

          Anstatt zu antworten, weichen Sie erneut aus. Was ist das für eine Zeitungskultur?

          Randolph von Schwalberg Oldesloe

    • Hallo Herr Jenckel, hallo Herr Rath

      Ihre Antwort an Kati Wagner ist unbefridigend. Es ist eine Kopie des Textchens, das Herr Rath gestern Nacht an mich geschickt hat. Darum schicke ich eine Kopie meiner Antwort an Herrn Rath und insistiere, dass eine befriedigende Antwort auf meine am Ende formulierte, einfache Frage immer noch aussteht:

      Herrn Jenckel zufolge gab es, ich zitiere: „Papiere […], die einem [sic] von [sic] Informanten auch zugespielt wurden, über die aber gar nicht geschrieben wird, die nur zur Absicherung dienen, die teils unglaubliche Details beinhalten, die so persönlich sind, dass Sie einfach nicht an die Öffentlichkeit gehören“.
      Wenn diese dermaßen aufregenden „Papiere“ bereits „absicherten“, dann benötigten Sie noch eine weitere Bestätigung. Aber selbst, wenn Ihrer Meinung nach zwei zusätzliche Verifikationen erforderlich gewesen sind, wollen Sie doch nicht etwa andeuten, Sie hätten, statt zu telefonieren, Kopien Ihres Materials verschickt? Das käme ja einem Eingeständnis des fahrlässigen Umgangs mit dem für Journalisten sakrosankten Gebot des Quellenschutzes gleich, der ein strafbewehrtes Verfassungsgrundrecht berührt (nach Art. 5 GG sowie nach § 53 Abs. 1 Nr. 5 StPO, § 383 Abs. 1 Nr. 5 ZPO sowie § 102 Abs. I Ziffer 4 AO). Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen einzigen Journalisten bei der Landeszeitung gibt, der „Verifikation“ mit Informantenverrat verwechselt. Also – so hoffe ich wenigstens inständig – haben Sie mir mit der Skizze Ihrer Vorgehensschritte KEINE Antwort auf meine Frage gegeben, wie der ChatScreenshot aus Ihrem Haus in die CDU-Zentrale gelangte.

      Wie gelangte der fotokopierte ChatScreenshot aus Ihrem Haus in die CDU-Zentrale?

      Mit ganz lieben Grüßen, Ihr Daniel

      • Da ich nicht in der CDU-Zentrale sitze, weiß ich nicht, was dort wie als Post eingeht. Mehrere Diskutanten unterstellen uns hier einerseits unsauberen Umgang, fordern andererseits selbst Indiskretionen ein. Das ist eine bizarre Ebene. Ich kann und werde nicht unsere Quellen und auch nicht die Arbeit mit ihnen offenlegen. Da muss ich um Ihr Verständnis bitten. Beste Grüße aus der LZ-Redaktion Marc Rath

  13. Um zu erfassen, worüber hier im Zusammenhang mit dem Scharf-Skandal gestritten wird, ist der Debattenhintergrund wichtig. Ich zitiere einen kleinen, erhellenden Text aus der Lünepost vom Montag:

    »Am Freitagmorgen, 19. Januar, lag ein weißer Umschlag im LÜNEPOST-Briefkasten. Namentlich adressiert an den Redaktionsleiter der LP. Anonym – Absender unbekannt.

    Der Inhalt entbehrt nicht der Brisanz: Auf zwei DIN-A4-Blättern sieht man die Kopien eines Screenshots von einem internen WhatsApp-Nachrichtenaustausch zwischen Mitgliedern der Lüneburger CDU-Ratsfraktion.

    In einem längeren Beitrag schlägt CDU-Ratsmitglied Henrik Morgenstern vor, dass man den Parteikollegen Dr. Gerhard Scharf als Lüneburger Bürgermeister absetzen solle.

    Scharf war zuletzt kritisiert worden, weil er dem rechtsradikalen Internet-Blogger Nikolai Nehring bei einer zufälligen Begegnung an einem Lüneburger Denkmal ein umstrittenes Interview gegeben hatte.

    Morgenstern schlägt den Parteifreunden auch gleich einen Termin und eine Nachfolgerin vor: Oedemes Ortsbürgermeisterin Christel John solle Scharf sofort ablösen und nicht erst, wie vorgesehen, im kommenden Jahr.«

    Quelle: LünePost vom 22. Januar 2018 (Link: https://www.luenepost.de/lokales/cdu-diskutiert-abloesung-von-scharf/)

    Gestern, am 24. Januar 2018, ergänzte die LünePost:

    »Politisches Erdbeben in Lüneburg: Niels Webersinn, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Stadt, hat am Montagabend überraschend seinen Rücktritt erklärt – mit sofortiger Wirkung. Der 38-Jährige legt zum 1. Februar auch sein Ratsmandat nieder. Das teilte die CDU in einer Presseerklärung mit.

    Über die Gründe schweigt sich die Partei aus. Doch wie die LÜNEPOST von CDU-Mitgliedern erfuhr, kam es auf der Fraktionssitzung am Montag zum Eklat.

    ›Niels Webersinn hat erst bestritten, dann aber zugegeben, dass er selbst eine interne WhatsApp-Nachricht an die Presse weitergegeben hat“, berichten zwei Christdemokraten.‹«

    (Link: https://www.luenepost.de/topnews/webersinn-wirft-hin/)

  14. Lieber Herr Jenckel

    An anderer Stelle (hier: https://jj12.wordpress.com/2018/01/23/ruecktritt-webersinn-auf-dem-blanken-politischen-parkett-ausgerutscht/#comment-1895) schreiben Sie, „als Schmierentheater bezeichne ich die Vorgänge um Anonymus, den CDU-Chat und den Rücktritt von Webersinn, und das immer unter der Prämisse, dass da einer Briefe anonym einsteckt, sich dann über diese Indiskretion in den Medien beschwert und schließlich gegenüber Parteifreunden erklärt haben soll, dass er es selber war und enttarnt zurücktritt.“

    Dieser Passus ist für mich (Ich bin nicht der Schnellste!) schwer zu begreifen. Ihre dunklen Worte scheinen wie eine Aufforderung zum Grübeln und Mutmaßen. Daher drei Fragen:

    1.) Gibt es Webersinn und noch einen Dunkelmann? D. h.: Gibt es nach Ihrem Dafürhalten einen „Anonymus“, einen maskierten Strippenzieher, der „das Schmierentheater“ arrangiert, Webersinn benutzt und den hilf- und arglos naiven Fraktionsvorsitzenden hat ins Messer laufen lassen? In welchem „Lager“ würden Sie (als Privatperson) diesen schlauen, intriganten Machiavellisten vermuten? Rinks oder Lechts? Welchen Zweck könnte sie/er mit dieser niederträchtigen Kabale verfolget haben wollen? Nur Webersinns Sturz? Aufschub für Scharf? Kollaps der Rastafari-Frondeure? Was sonst?

    2.) Oder ist Webersinn Ihrer Ansicht nach Blödkopf und Dunkelmann in Personalunion? Dann würde ich allerdings nicht verstehen, warum Sie soviel Aufhebens ums „Schmierige“ machen und einschränkende Formeln wie „erklärt haben soll“ verwenden. Denn dann wäre alles klar: Dieb gefangen, Dieb gehangen.

    3. Oder – und jetzt nähern wir uns dem CDU-GAU (in des Wortes doppelter Bedeutung) – insinuieren Sie, Webersinn habe sich auf „höhere Anordnung“ zu einer Schandtat bekannt, mit der er gar überhaupt nicht zu tun hat? Sagen Sie, Herr Webersinn ist ein Bauernopfer, mit dem nicht nur der unwürdige Lügner als Bürgermeister gehalten, sondern auch noch Morgenstern und andere aus der jamaikanisch aufgepeppten jungen Garde enthauptet werden sollen? Wer hat die Macht, so einen ruchlos tückischen Winkelzug ins Werk setzen und ausführen zu lassen? Rolf Twesten aus Artlenburg? Oder der Bürgermeister von Heiligenthal vielleicht? Wer käme da infrage, Herr Jenckel?

    MfG, Randolph von Schwalberg Oldesloe

    • Lieber Herr von Schwalberg Oldesloe, eigentlich ist das ja nicht schwer zu verstehen. Eine holprige Inszenierung eben.
      Zu Ihren interessante Fragen:
      1) Meinen Sie, dass auch das Video schon ein Arrangement war, also der Strippenzieher noch unbekannt, Scharf das Opfer, Webersinn der Kollateralschaden? Das wäre dann wirklich ein Knaller.
      2) Vermutlich haben Sie recht. ich bleibe da dran.
      3) Sie denken an einen Paten?

  15. Gabriele Hannemann

    Höchste Zeit, daß Scharf dem kleinen Webersinn folgt und endlich abtritt!

  16. „Wir bedauern die momentanen Ereignisse und werden aus dieser anspruchsvollen Situation geschlossen hervorgehen.“
    Ich möchte hier jetzt alles aufbieten, dass wir geschlossen herausgehen. Infolgedessen werde ich alles akzeptieren, was dem dient, und alles ablehnen, was dem nicht dient.
    Ich verlese einen Antrag, der vorgelegt wurde:
    Ich stelle den Antrag, für den Fall, dass ….. als Vorsitzender gewählt wird, Stadtrat ….. zum zweiten Vorsitzenden zu wählen.
    Begründung: Wir erkennen klar den Wert des Herrn Stadtrat ….. und wollen auf die hinter ihm stehende Gruppe nicht verzichten.
    Die Unterschrift kann ich nicht lesen. Ist es ein abstimmungsberechtigtes Mitglied, das den Antrag gestellt hat? Es scheint ein Gast gewesen zu sein. Infolgedessen bitte ich die Versammlung, damit einverstanden zu sein, dass dieser Antrag nicht besprochen wird. Ich glaube Stadtrat ….. wird selbst verstehen, dass wir heute diesen Antrag nicht besprechen. Die Versammlung ist dann damit einverstanden, dass dieser Antrag nicht weiter behandelt wird.

  17. Antrag auf Abberufung von Bürgermeister Gerhard Scharf von der Fraktion DIE LINKE. im Rat der Stadt Lüneburg eingereicht.
    http://www.scharf-links.de/141.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=63787&tx_ttnews%5BbackPid%5D=56&cHash=703668aa4b

    „Auf Grundlage seiner Äußerungen eignet sich Dr. Scharf in unseren Augen nicht, zukünftig die Stadt Lüneburg zu vertreten und die dringend erforderliche öffentliche Debatte zur Erinnerungskultur zu begleiten.“

    Eingestellt von Jo (Bislang CDU-Wähler / Das wird nur so bleiben, wenn Scharfs schleunigst abtritt.)

  18. Sehr geehrter Bürgermeister Scharf

    Sie sind Zeitzeuge. Oberbürgermeister Ulrich Mädge sind Sie dafür bekannt, dass Sie ein offenes Wort schätzen und sich lange und mit sehr persönlichem Blick mit dem Thema Krieg, Flucht und Vertreibung beschäftigt haben. Herr Jenckel kennt Sie seit dreißig Jahren, als Ratsherrn und Bürgermeister und als Schuldirektor. Herr Nerling kennt Sie auch. Und die ganze weite Welt der Lünebürger und Lüneburgliebhaber kennt Sie seit dem 2. Januar als einen Video-Star-Talker, der aus dem Herzen seiner unverstellten Privatgesinnung absolut keine Mördergrube macht.

    Ich möchte Sie als Spezialisten für Generelles, als universellen Auskenner, als Geschichtenerfinder sowie als Medien- und Kommunikationsexperten fragen, ob Sie mit folgenden Aussagen und Forderungen einverstanden sind:

    Wir brauchen eine freiwillige Selbstkontrolle für nachrichtliche Zuflüsse so wie es sie für Youtube-Filme gibt. Nur so können kommunale Medienhäuser (und Bürgermeister) vor dem Ruin (wirtschaftlich und moralisch) geschützt werden. Denn mit gutgemeinten Informantenprogrammen locken Redaktionen und Landeszeitungen Dörfler allzu oft in die Outing-Falle.

    Die freiwillige Selbstkontrolle einer „unabhängigen“ Presse durch ein unabhängiges Gremium würde auch mit Blick auf die Folgen entscheiden, welche informationellen Zuflüsse gut sind, welche zur Belastung werden. Schließlich geht es ums Informantenwohl, um App-Einnahmen aus dem „Kaufhaus Lüneburg“ und ums Anzeigen- und Abonnentengeld und mancher dicker Durchsickermoloch würde verhindert.

    Es grüßt Sie von einer besorgten Schnatternase zur anderen Ihre Gesine Gotteskind (Tespe)

  19. Lieber Herr Jenckel

    Hat ein(e) Redakteur(in) der Landeszeitung oder haben mehrere Redakteur(inn)e(n) der Landeszeitung den der LZ als Fotokopie anonym eingehändigten ChatScreenshot [zum „Verifizieren“] an ein oder mehrere Lüneburger CDU-Mitglieder geschickt? Entspricht das der Wahrheit? Können Sie das so bestätigen?

    O JA

    O Nein

    Mit besten Grüßen, Otto Berg

  20. Norbert Kasteinecke

    Diese Provinzposse ist nur noch lächerlich.

    Das ganze Schmierentheater um das Interview eines Bürgermeisters, eine ungeliebte Jamaikakoalition gegen den amtierenden Oberbürgermeister, eine Intrige gegen den Schmied dieser Koalition und Rücktrittsforderungen gegen alle Beteiligten.
    Eine Regionalzeitung läßt sich als Erfüllungsgehilfe benutzen, die versammelte Provinzelite schreibt unter Schnappatmung eilige und tiefschürfende Kommentare in eben dieser.

    Die einzige offene Frage ist doch – wer sind Regisseur und wer Produzent?
    Es darf spekuliert werden.

  21. Rücktritt Scharf! Rücktritt Webersinn. Rücktritt Mädge?

    Zu diesem Themenpaket gibt es aktuell eine recht lebhafte Diskussion in dem herrausragenden Blog-Forum vom Online-Chef unserer LZ, Hans Jürgen Jenckel. Manche Lüneburger Politiker*innen und andere Lokalgrößen befinden sich unter den Kommentarschreiber*inne*n bei JJ vor Ort.

    Wer hier klickt, findet dorthin: https://jj12.wordpress.com/2018/01/23/ruecktritt-webersinn-auf-dem-blanken-politischen-parkett-ausgerutscht/

  22. „Rücktritt Scharf! Rücktritt Webersinn. Rücktritt Mädge?“

    Peter Cordes, da glauben Sie doch nicht selbser dranne! Das wird schön bramsig und dickfällig ausgesessen. Wir sind hier in Lüneburg! Braune Gebisse reinigen, dafür zahlt die Krankenkasse nicht.

  23. Ist Eckhard Pols der gesuchte intrigante Manipulator in der CDU?

    Dieser Frage geht derzeit die Elbe-Jeetzel-Zetung nach:

    Es herrsche das blanke Chaos unter den Lüneburger Christdemokraten, ist dort heute zu lesen.

    Und:

    „Bei der Suche nach dem Maulwurf in der Lüneburger CDU sieht sich der Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols zu Unrecht vom bisherigen Vorsitzenden des Lüneburger CDU-Stadtverbandes, Niels Webersinn, verdächtigt. Pols erwägt ein Parteiausschlussverfahren. In Wahrheit soll Webersinn selbst der Informant sein, der inzwischen von seinen Ämtern zurückgetreten ist.“

    (Quelle: https://www.ejz.de/ejz_50_111457043-28-_Querelen-in-Lneburger-CDU.html)

  24. Rücktritt Scharf! Rücktritt Webersinn. Rücktritt Pols? DAS scheint mir der Dreischritt aus Forderung, Faktum und Frage zu sein, der immer mehr an Gewicht gewinnt. Warum sollte Mädge zurücktreten? Der macht doch bloß Business as usual.

  25. Liebe Kati Wagner,
    es gibt in Fällen wie diesen meist nicht nur Schwarz und Weiß, Es war weder A noch B – sondern C. Und darüber „schwurbele“ ich jetzt nicht, sondern schweige: Aus eben jenen – guten – Gründen, die Sie und andere hier auch angeführt haben. Mit besten Grüßen Marc Rath