Donnerstag , 13. Dezember 2018
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Die Gaube ist bereits umgebaut, die Fluchttreppe fehlt noch. Im Notfall soll sie den Mädchen und Jungen im Kindergarten Embsen den schnellen Weg ins Freie ermöglichen. Foto: off

Grünes Licht für die Fluchttreppe

Embsen. Seit April vergangenen Jahres sind Planer und Behörden dabei, den Kindergarten in Embsen brandschutztechnisch auf Vordermann zu bringen. Eine lange Zeit . Doch jetzt zeichnet sich ein Ende der Arbeiten ab. Am Montag gab der Prüfstatiker sein Okay für die geforderte Fluchttreppe. Somit kann Uwe Meyer, Inhaber der gleichnamigen Schlosserei, nun endlich mit dem Treppenbau beginnen.

In Embsen wartet man bereits sehnlichst auf den Tag, an dem auch die obere Etage mit dem Bewegungsraum wieder genutzt werden kann. Wie berichtet, durften die Kinder und Erzieher die oberen Räumlichkeiten seit April vergangenen Jahres nicht mehr betreten. Die Behörden hatten Mängel beim Brandschutz festgestellt. Um den Kindergarten-Betrieb trotzdem aufrechtzuerhalten, musste eine der drei Kita-Gruppen in eine Container-Anlage umziehen, die am Ende der Gartenstraße aufgebaut wurde. Die Gemeinde ist seitdem gefordert, den Brandschutz nachzubessern.

Doch dabei fühlten sich die Embsener vom Kreis als Bauaufsichtsbehörde zuweilen im Stich gelassen. Von „purer Verwaltungswillkür“ war die Rede, davon, dass die Bauaufsichtsbehörde der Kommune „jeden Stein, der sich findet“, in den Weg lege. Fest machte Koch seine Kritik unter anderem daran, dass im Spätsommer vergangenen Jahres der Kreis die Baugenehmigung blockierte, weil es Nachforderungen im Bereich der Gaube gab, die zum Notausstieg umgebaut werden muss. Mit den Vorwürfen konfrontiert, konterte Kreisrätin Sigrid Vossers damals: „Der Brandschutz hat bei uns höchste Priorität, da machen wir keine Kompromisse.

Hier geht es um die Sicherheit der Kinder.“ Im Übrigen habe der Kreis dem von der Gemeinde beauftragten Planungsbüro von Anfang an die baulichen Mängel aufgezeigt, „damit die Architekten die Anforderungen schnell umsetzen können,“ so die Kreisrätin vor wenigen Wochen. Am 11. Oktober wurde schließlich die Teilbaugenehmigung erteilt, „damit die Arbeiten beginnen konnten“, erinnert Kreissprecherin Katrin Holzmann. Die Baugenehmigung für das gesamte Vorhaben lag dann Mitte Dezember im Briefkasten der Gemeinde.

Dass die Genehmigungen so lange auf sich warten ließen, begründete Holzmann auch damit, dass die Bauantragsunterlagen unvollständig gewesen seien und Detailfragen zunächst hätten abgestimmt werden müssen.

Schweißen der Treppe viel Papierkrieg war notwendig

Für die Gemeinde aber bedeutet das, dass sie den Termin für die Wiedereröffnung der oberen Etage immer weiter nach hinten verschieben muss. Erst sollte alles in den Sommerferien erledigt sein, dann bis Ende Oktober, schließlich bis zur zweiten Kalenderwoche im Januar. Jetzt weiß Koch, dass auch der letzte Termin Wunschdenken war. Aber immerhin: Jetzt liegt endlich auch die Freigabe des Prüfstatikers für den Bau der Fluchttreppe vor. Die Fundamente, auf denen das Gestell ruhen wird, wurden schon im Dezember gegossen.

Dass auch für das Schweißen der Treppe viel Papierkrieg notwendig war, der Schlossereibetrieb dazu extra zertifiziert sein muss. Bürgermeister Koch nimmt das mittlerweile als gegeben hin.

Von Klaus Reschke