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Caritas-Geschäftsführer Berthold Schweer, Georg Havemann, Haus-Leiterin Claudia Kuchler, Silke Havemann und Erika Warstat, die mit dem Mittagstisch Gäste verwöhnt. Foto: fr
Caritas-Geschäftsführer Berthold Schweer, Georg Havemann, Haus-Leiterin Claudia Kuchler, Silke Havemann und Erika Warstat, die mit dem Mittagstisch Gäste verwöhnt. Foto: fr

Wo Jung und Alt sich helfen

Lüneburg. Im Geschwister-Scholl-Haus hilft eine 80-Jährige einer geflüchteten Frau beim Deutsch lernen, während ein Zwanzigjähriger Senioren den Umgang mit dem Smartphone nahebringt. Das Miteinander von Jung und Alt ist Konzept des Mehrgenerationenhauses. „Bei uns steht der Mensch im Vordergrund, nicht das Alter oder die Herkunft“, erklärt die Leiterin des Hauses Claudia Kuchler.

Seit 2004 ist die Einrichtung, die unter der Trägerschaft des Caritasverbands und der Stadt steht, Mehrgenerationenhaus. Im Laufe des Jahres werden dort rund 85 verschiedene Aktivitäten angeboten – von Sprachkursen, Sportgruppen bis zu Nähtreffs, bei denen jeder mitmachen darf. Möglich ist das nur durch das ehrenamtliche Engagement von rund 120 Freiwilligen, dazu zählen Schüler und Studenten ebenso wie Senioren.

Konzept beruht auf einem gegenseitigen Geben und Nehmen

Ein besonders gut besuchter Treffpunkt aller Generationen sei der Mittagstisch: „Selbst Leute, die aus dem Landkreis sind, kommen dazu“, erzählt Claudia Kuchler. Außerdem sehr gefragt seien Weiterbildungsangebote wie Computerkurse oder die internationalen Kochtreffen.

Das Konzept des Hauses beruhe auf einem gegenseitigen Geben und Nehmen: „Man zeigt dem anderen einen Trick mit dem Handy und bekommt dafür ein Kuchenrezept“, gibt Caritas-Geschäftsführer Berthold Schweer ein Beispiel. Finanziert wird das Haus durch Zuschüsse von Stadt, Land und Bund, aber auch besonders durch Spenden. Zu den Gönnern zählen Silke und Georg Havemann. Das Ehepaar unterstützt das Haus mit seiner nach ihm benannten Stiftung seit mehreren Jahren. Jetzt übergab das Paar erneut einen Scheck über 2500 Euro. Besonders schätze er die Vielfältigkeit und die Kreativität der Einrichtung, in der „ein wunderschönes Miteinander“ gelebt werde, begründet Georg Havemann. Das Caritas-Team kann das Geld gut gebrauchen, denn eine Renovierung steht an. fr