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Mehr als fünf Kilometer lang ist der Abschnitt der Kreisstraße 16 zwischen Reinstorf und Neetze, der in diesem Jahr gründlich ausgebaut werden soll. (Foto: t&w)

Schluss mit Schlaglöchern

Reinstorf. Ihre besten Zeiten hat die Kreisstraße 16 zwischen Reinstorf und Neetze lange hinter sich: Der Straßenbelag ist wellig, Absenkungen , Risse und Schlaglöcher sind weitere untrügliche Anzeichen dafür, dass es an der Zeit ist, die Straße neu aufzubauen. „Und das haben wir dieses Jahr auch vor“, sagt Jens-Michael Seegers, Chef des kreiseigenen Betriebs für Straßenbau und -unterhaltung (SBU). „Die Planungen sind bereits in vollem Gange.“ Rund 910 000 Euro wird der Ausbau der Kreisstraße 16 kosten. Er wird damit das größte Straßenbauprojekt des Kreises in diesem Jahr werden.

Ausbau in drei Abschnitten

Geplant ist der Ausbau der 5,1 Kilometer langen Strecke in drei Bauabschnitten. „Wobei wir versuchen werden, dass ein Großteil der Arbeiten in den Sommerferien durchgeführt wird“, sagt SBU-Mitarbeiter Frank Tippe – schon wegen des Schulbusverkehrs. Denn während der Bauarbeiten muss die Straße voll gesperrt, der Verkehr in dieser Zeit umgeleitet werden. Mit 5,50 Metern Breite ist die K 16 nicht breit genug, um nur mit einer halbseitigen Sperrung zu arbeiten“, erklärt Seegers.

Erneuert wird auch die Asphaltdecke in der Ortsdurchfahrt Holzen. „Mit der Samtgemeinde Ostheide haben wir schon gesprochen“, berichten Tippe und Seegers. Die Kommune werde vorab noch einmal den Schmutzwasserkanal überprüfen. „Das wäre schließlich mehr als unglücklich, wenn die Samtgemeinde die frisch asphaltierte Straße wieder aufbuddeln müsste, weil Arbeiten am Kanal ausgeführt werden müssen.“ Ausgetauscht werden auch die Kanaldeckel – „gegen neue, die dann nicht mehr klappern“.

Und so wird die Fahrbahn erneuert: Der alte Belag muss nicht erst abgetragen und ausgekoffert werden, „sondern wir werden auf dem alten Belag aufbauen“, erläutert Straßenbau-Experte Frank Tippe. Erst werde eine zehn Zentimeter dicke Tragschicht aufgetragen, auf die dann die vier Zentimeter dicke Asphaltdecke komme. „Wenn die Baumaßnahme abgeschlossen ist, werden wir auf dieser Strecke die nächsten 30 Jahre Ruhe haben“, hoffen Seegers und Tippe. Schließlich sei auch die Verkehrsbelastung mit gezählten 1832 Pkw und 88 Lkw beziehungsweise Traktoren in 24 Stunden nicht sonderlich hoch.

Viele Jahre Warten auf die Sanierung

Probleme erwarten Seegers und sein Team im Zuge der Baumaßnahme nicht. Sorge bereitet dem SBU-Chef da vielmehr schon die Frage, ob sich überhaupt genügend Unternehmen an der Ausschreibung beteiligen werden. Die Konjunktur brummt, und auch die Tiefbau-Unternehmen haben zurzeit volle Auftragsbücher.

Aber die Straßenbauer mussten ohnehin lange warten, bis sie den Baufirmen grünes Licht für den Ausbau der K16 geben durften: Erstmals stand die 5,1 Kilometer lange Straße 2007 im Mehrjahresprogramm für den Straßenausbau. „Danach hätte die Straße 2013 ausgebaut werden sollen, allerdings musste die Maßnahme immer wieder wegen anderer, noch dringenderer, Baumaßnahmen geschoben werden“, erinnert sich Seegers. Doch nun ist auch die Kreisstraße 16 zwischen Reinstorf und Neetze endlich an der Reihe.

Von Klaus Reschke