Donnerstag , 13. Dezember 2018
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Das Grundstück in Nachbarschaft zum Gebäudeensemble des alten Amelinghausener Bahnhofs hat die Gemeinde für ihre Pläne erworben. Dort soll ein zentraler Platz entstehen, beispielsweise für den Umstieg vom Rad auf den Bus. (Foto: phs)
Das Grundstück in Nachbarschaft zum Gebäudeensemble des alten Amelinghausener Bahnhofs hat die Gemeinde für ihre Pläne erworben. Dort soll ein zentraler Platz entstehen, beispielsweise für den Umstieg vom Rad auf den Bus. (Foto: phs)

Pläne für Busse und Räder

Amelinghausen. Einen Großteil des Grundstücks des ehemaligen Bahnhofs Amelinghausen hat sich die Gemeinde Amelinghausen gesichert und möchte dort einen neuen Busbahnhof entwickeln, Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder sowie Pkw-Stellplätze schaffen. Das bestätigt Gemeindebürgermeister Hartmut Schmidt (SPD) auf LZ-Nachfrage. Laut Gemeindedirektor Michael Göbel wird derzeit ein Konzept erarbeitet, das bald im Bauausschuss der Gemeinde vorgestellt werden soll. Weiterhin zum Verkauf steht das Bahnhofsgebäude von 1912, für das die Kommune zuletzt für eigene Zwecke keine Verwendung gesehen hat.

„Der Gemeinde ist das Grundstück an der Oldendorfer Straße vom Eigentümer angeboten worden“, sagt Bürgermeister Schmidt. Schließlich hatte sich die Kommune dazu entschlossen, 1740 Quadratmeter zwischen Bahnschuppen und den bestehenden Parkplätzen an den Gleisen zu kaufen. Gemeindedirektor Göbel sagt: „Für das Bahnhofsgebäude mit Lokschuppen haben wir als Gemeinde keine sinnvolle Nutzungsmöglichkeit gesehen.“ Im Erdgeschoss war früher mal eine Gaststätte untergebracht. Ein privater Käufer sei besser geeignet. Seit Herbst bewirbt nun ein Maklerbüro in Lüneburg den „altehrwürdigen Bahnhof“ mit 180 Quadratmetern Wohnfläche und rund 1400 Quadratmetern Grundstück.

Unterdessen arbeitet das Lüneburger Ingenieurbüro Beußel im Auftrag der Gemeinde Amelinghausen an einem Konzept für die Neugestaltung eines kleinen Busbahnhofs. Planer Ulrich Beußel sagt: „Durch den Flächenzukauf der Gemeinde sind wir in der Lage, den Bereich großzügiger zu gestalten.“ Eine erste grobe Kostenschätzung für das Vorhaben beläuft sich auf rund eine halbe Million Euro. Laut Gemeindedirektor Michael Göbel wolle sich die Gemeinde bis Mai bei der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen um finanzielle Unterstützung aus der ÖPNV-Förderung bewerben. 75 Prozent Zuschüsse seien denkbar.

Ladestationen für E-Bikes

Angedacht ist, nicht nur die Bushaltestelle barrierefrei umzubauen und die Beleuchtung zu verbessern. Sondern auch die Schaffung weiterer Pkw-Parkplätze sowie der Bau eines neuen Unterstands stehen auf der Wunschliste sowie ein abschließbares, möglicherweise überdachtes Areal, auf dem Radfahrer ihre Velos sicher abstellen können.

Zudem werde über Fahrradboxen und Aufladestationen für E-Bikes nachgedacht. Gleichzeitig soll mit der Umgestaltung des Bahnhofsumfelds eine mögliche Wiederbelebung des Schienenverkehrs auf der alten OHE-Strecke nicht verbaut werden. Beußel: „Auf Wunsch der Gemeinde werden wir zu den Gleisen mehrere Meter Abstand halten, um die Option offen zu halten, dass dort irgendwann ein Bahnsteig gebaut werden könnte.“

Laut Bürgermeister Schmidt sei es erklärtes Ziel der Gemeinde, den Ortskern an der Oldendorfer Straße attraktiver zu gestalten und gleichzeitig den Verkehrsweg für Jung und Alt sicherer zu gestalten. Noch stehen die Planungen aber am Anfang. Erstmals öffentlich diskutiert werden soll das Vorhaben in einer Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Amelinghausen am 7. März. Dann stellt Planer Beußel das Konzept vor.

Von Dennis Thomas