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Dr. Jan Kreuch ist der neue Pastor in Deutsch Evern. Der gebürtige Lüneburger war zuletzt als Seelsorger in Bendesdorf und am Gymnasium Hittfeld tätig. (Foto: kre)
Dr. Jan Kreuch ist der neue Pastor in Deutsch Evern. Der gebürtige Lüneburger war zuletzt als Seelsorger in Bendesdorf und am Gymnasium Hittfeld tätig. (Foto: kre)

Theologischer Dienstleister

Deutsch Evern. Der Terminkalender von Dr. Jan Kreuch füllt sich langsam: Gestern stand das erste Taufgespräch an, danach der Termin mit der Landeszeitung. Und heute begleitet er während eines Beerdigungs-Gottesdienstes einen Verstorbenen auf seinem letzten Weg. Glück und Trauer liegen eben oftmals dicht beieinander. Wer weiß das wohl besser als Dr. Jan Kreuch. Der 38-Jährige ist der neue Pastor in der Martinusgemeinde Deutsch Evern und damit der Nachfolger von Dr. Frank Mertin, der im Sommer vergangenen Jahres zur Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in Luxemburg gewechselt ist (LZ berichtete). Am Sonntag, 11. Februar, wird Dr. Kreuch nun auch offiziell von der Leitenden Superintendentin Christine Schmidt als neuer Pastor der Martinuskirchengemeinde in Deutsch Evern in sein Amt eingeführt.

Der 38-Jährige war zuletzt vier Jahre lang mit einer halben Stelle Pastor in Bendesdorf im Kirchenkreis Hittfeld und mit der anderen Hälfte Schulpastor am Gymnasium Hittfeld. Doch die Stelle als Schulpastor war zeitlich befristet. Der Anruf der Leitenden Superintendentin Christine Schmidt im Sommer kam für den jungen Theologen daher gerade recht: „Ich bin Lüneburger in der vierten Generation“, sagt der Pastor, der verheiratet und Vater einer zweijährigen Tochter ist: „Ich wollte auch beruflich wieder zurück in die alte Heimat.“

Als Mensch und als Pastor angekommen

Das ist Dr. Kreuch mit der Stelle als Pastor der Martinusgemeinde Deutsch Evern geglückt. Die Gemeinde sagt ihm ebenso zu, wie die Martinuskirche, der Kirchenvorstand und die Menschen, die im Ort leben. „Ich habe Glück gehabt“, sagt er und lässt dabei seinem Blick aus dem neuen Büro in den kleinen Garten schweifen: „Wir fühlen uns wohl hier“, sagt Pastor Dr. Jan Kreuch – und es klingt als sei er bereits nach so kurzer Zeit angekommen in Deutsch Evern, als Mensch und als Pastor.

Natürlich wolle er als Pastor auch eigene Schwerpunkte setzen, „aber zuallererst sehe ich mich als ‚theologischen Dienstleister‘“ sagt der neue Deutsch Everner Pastor Dr. Kreuch. Sein Handeln wolle er nach dem ausrichten, was die Gemeinde wünsche und von ihm erwarte.

Er will heimsch werden

Als eine Zwischenstation auf der Karriereleiter sieht Dr. Kreuch seine Pastorenstelle nicht. Im Gegenteil: „Meine Familie und ich wollen hier heimisch werden“, sagt er, „uns zieht es nicht in die große, weite Welt.“ Ob er sich vorstellen könnte, dass er bis zur Rente in Deutsch Evern bleibt? „Warum nicht“, antwortet der 38-jährige – und setzt schmunzelnd nach: „Ich weiß aber nicht, ob es so gut ist, wenn ein Pastor 30 Jahre lang in einer Gemeinde tätig ist.“

Doch so weit in die Zukunft will der der neue Deutsch Everner Pastor zum jetzigen Zeitpunkt auch gar nicht schauen. Denn jetzt steht erst einmal der Einführungsgottesdienst am Sonntag um 15 Uhr in der Martinuskirche an. Die steht unter dem Segenswort, das ihn seit der Ordination begleitet: „Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln. Als Elija es hörte, hüllte er sein Gesicht in den Mantel, trat hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle.“

Von Klaus Reschke

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