Aktuell
Home | Lokales | Unterkünfte werden zu Kita und Wohnungen
Die Flüchtlingsunterkunft am Ochtmisser Kirchsteig ist nicht mehr voll belegt. Die Stadt plant dort jetzt eine Kita. Foto: A/be

Unterkünfte werden zu Kita und Wohnungen

Lüneburg. Insgesamt 1542 Plätze in Gemeinschaftsunterkünften bot die Stadt 2015 zur Unterbringung von Flüchtlingen an. Da es inzwischen einen Rückgang bei den Z uweisungen gibt, wurden von den ehemals 15 Unterkünften sechs geschlossen. „Seit Dezember 2015 wurden 535 Plätze abgebaut“, erläuterte Sozialdezernentin Pia Steinrücke im Sozialausschuss. Sie stellte auch die Planungen für einen weiteren Rückbau vor.

Bei den bisher erfolgten Rückbauten sei es auch um die Frage gegangen, ob eine Unterkunft noch den Standards entspricht, sagte Pia Steinrücke. Die Einrichtungen am Meisterweg zum Beispiel waren so sanierungsbedürftig, dass die Gebäude abgerissen wurden und die Lüneburger Wohnungsbaugesellschaft dort geförderten Mietwohnungsbau erstellt hat. Stillgelegt wurden unter anderem auch die Gemeinschaftsunterkünfte in Böhmsholz sowie am Vrestorfer Weg, die Unterkunft im ehemaligen MaDonna-Haus Vor dem Neuen Tore wurde inzwischen regulär vermietet. Ausgelaufen sind Verträge für die Standorte Wichernstraße, Ritterstraße und Psychiatrische Klinik. Nominal gebe es noch 1000 Plätze inklusive der, die in Bundeswehrwohnungen bereitgestellt sind, so die Sozialdezernentin. Mittelfristig wolle man 322 weitere Betten abbauen.

Zwei Container sollen besser ausgestattet werden

Von 190 auf 90 Plätze reduziert werden soll die Unterkunft am Ochtmisser Kirchsteig. Wie berichtet, plant die Stadt dort auf Teilen des Grundstückes eine Kita mit bis zu fünf Gruppen. Dazu sollen zwei Container besser ausgestattet sowie zwei abgebaut werden, damit ein Außenbereich für die Kita entstehen kann. Drei Container bleiben Unterkunft für Familien. Schneller in Mietwohnungen umgewandelt werden soll die Unterkunft Schaperdrift. Eigentlich hatte die Stadt dort Wohnraum für Studenten zur Verfügung stellen wollen. Aber das sei nicht angenommen worden, weil zu weit draußen, berichtete die Sozialdezernentin. Mietobjekt soll das Gebäude an der Goseburgstraße 18 werden. Außerdem will die Stadt künftig nur noch eines der beiden Gebäude 30 und 31 im Schlieffenpark nutzen.

Unterm Strich würde es nach diesem Rückbau nominal 688 Plätze geben, Anfang Februar waren 572 Plätze belegt. Die Stadt geht davon aus, dass die Kapazitäten mit Blick auf 2018 ausreichend sind. Allerdings ist es schwierig, Prognosen zu stellen aufgrund des Familiennachzugs und weil es weiterhin einen Zuzug aus anderen Kommunen in die Stadt gibt.

Von Antje Schäfer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.