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Schülerinnen servieren eigene Rezeptkreation zur Mensa-Eröffnung (v.l.): Carolina Umland, Lea Bette, Charleen Dettmann, Sozialdezernentin Pia Steinrücke, Architekt Frank Plesse, Schulausschussvorsitzende Sonja Jamme, stellvertretender Schulleiter Rainer Krebs, Le Thuc Anh Mai und Laura Dürke. Foto: t&w

Mittagessen statt Bockspringen

Lüneburg. Wo einst frühere Generationen der Wilhelm-Raabe-Schule Sport machten, sich am Stufenbarren oder Bockspringen quälten oder beim Volleyball austobten, ist heute Kraft tanken und Chillen angesagt. Denn aus der historischen Turnhalle ist eine Mensa mit Lehrküche geworden und damit ein weiterer Meilenstein in Sachen Ganztagsschule geschafft – ein Grund für eine Feierstunde. Zur offiziellen Einweihung spielte die Bigband unter der Leitung von Hartmut Singer und sorgte mit fetzigen Rhythmen wie „Summertime“ und „Smooth“ für Auflockerung zwischen den Grußworten einzelner Gäste.

Raum auch für Veranstaltungen

Auch in Zukunft soll dieser Raum nicht nur zum „Essenfassen“, sondern auch für Veranstaltungen genutzt werden, betonte Rainer Krebs, stellvertretender Schulleiter. Er erinnerte daran, dass die Phase des Umbaus mit „Klimmzügen“ verbunden war. Auch Frank Plesse vom Architekturbüro Oldenburg-Plesse nahm das Bild der sportlichen Herausforderung auf und sprach von Balanceakten, die es für die Maßnahme, ein altes Gebäude in einen modernen, barrierefreien Funktionsraum zu verwandeln, zu bestehen gab. Denn schließlich galt es auch, alles denkmalgerecht umzusetzen. „Nun haben wir nicht nur die schönste Schule Lüneburgs, sondern auch den schönsten Raum“, sagte Krebs mit einem Augenzwinkern gerichtet an Thomas Schnell, Leiter der Herderschule, denn Schnell war Krebs‘ Vorgänger und hat den größeren Teil der Umbauphase mitgestaltet.

Zentraler Treffpunkt für Schüler und Lehrer

„Wir haben hier einen Ort geschaffen, an dem 120 Mahlzeiten gekocht und ausgegeben werden können“, freute sich Bildungsdezernentin Pia Steinrücke, die Oberbürgermeister Ulrich Mädge vertrat. Die Mensa solle auch ein zentraler Treffpunkt für Schüler und Lehrer sein. Die stolze Summe von 1,8 Millionen Euro habe die Stadt gerne investiert. Und die Modernisierung gehe weiter, denn als Nächstes soll ein neues Selbstlernzentrum entstehen. Zum Abschluss servierte die Musical-AG unter der Leitung von Friedrich von Mansberg, Ratsherr und Chefdramaturg am Theater, den Song „Food, glorious food“ aus „Oliver Twist“. Eine passende Überleitung zum Menü aus der Lehrküche, das Schüler selbst kreiert haben: Feldsalat mit Feta, Walnüssen und Granatapfelkernen an Süßkartoffeln aus dem Ofen sowie Schokoladentarte zum Dessert. Das Rezept stammt aus einem Schüler-Kochbuch, das in einem Kursangebot von Lehrerin Silke Menzel-Bizi im Rahmen von „Konzept Kunst“ entstand. die