Aktuell
Home | Lokales | Viele Ideen für die Quartiere
Sanierungsmanagerin Dr. Karina Hellmann ist derzeit in Kaltenmoor unterwegs. Foto: Stadt

Viele Ideen für die Quartiere

Lüneburg. Mal gab es für die Kreideberger programmierbare Thermostate zu gewinnen, mal war es eine Einladung zu einer Probefahrt mit einem E-Mobil. Und auch ein e LED-Tauschaktion hat die Stadt den Bewohnern des Quartiers schon angeboten. Immer wieder fanden Kreideberger in den vergangenen Wochen Post in ihren Briefkästen, in denen die Stadt sich überraschend spendabel zeigte – ohne dabei zu erwähnen, warum sie das tut. Auf LZ-Nachfrage erläuterte sie nun ihre Beweggründe.

Inte­griertes Energetisches Quartierskonzept

Konkret gehe es darum, klimaschonend zu wohnen, ohne auf den vollen Komfort verzichten zu müssen, erklärt Dr. Karina Hellmann das Ziel des Projekts, das sich hinter der etwas sperrigen Bezeichnung „Inte­griertes Energetisches Quartierskonzept“ verbirgt. Neben dem Kreideberg gehört auch Kaltenmoor zu den beiden Quartieren, die von der Sanierungsmanagerin der Stadt betreut werden – beides Viertel, deren Bausub­stanz zum Teil deutlichen Sanierungsbedarf aufweisen. Dabei entwickelt sie Maßnahmen für eine klimafreundliche Strom- und Wärmeerzeugung und gibt Impulse für ein „klimagerechtes Mobilitätsverhalten“ – etwa durch Errichtung einer Ladesäule für E-Mobile an der Thorner Straße.

Aber auch auf nachbarschaftlicher Ebene ist Karina Hellmann aktiv. So wird der Erfahrungsaustausch untereinander durch Ausbau des Netzwerks aus Hausverwaltungen, Quartiersmanager, Stadtteilbücherei, Gemeindehaus und Begegnungsstätte für Senioren gefördert. Mit von der Partie sind auch die anderen „Klima“-Akteure der Stadt, da­runter die Klimaschutzleitstelle von Stadt und Kreis, die Verbraucherzentrale oder auch Energieeffizienz-Experten der Leuphana.

Beratung der Quartiersbewohner steht im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt aber steht die Beratung der Quartiersbewohner mit dem Aufzeigen konkreter Handlungsmöglichkeiten. Dazu bietet Hellmann Thermografie-Spaziergänge und LED-Tauschaktionen an, berät über Stromsparmöglichkeiten und leitet sanierungswillige Eigentümer durch den staatlichen Fördermittel-Dschungel. Denn der Bund unterstützt Energieeinsparmaßnahmen durch sein KfW-Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung“, in das auch Lüneburg mit seinen Quartieren aufgenommen wurde. Hierzu zählt als drittes Viertel auch der Hasenburger Berg mit Wohnungen, deren Sanierung aber von der Lüneburger Wohnungsbau Gesellschaft (Lüwobau) als Eigentümerin direkt in Angriff genommen werden.

In diesen Tagen ist Karin Hellmann vor allem in Kaltenmoor unterwegs. Hier stehen aktuell Thermografieaufnahmen auf dem Programm, also Wärmebilder, die Energieverluste durch schlechte oder falsche Isolierung aufzeigen. Kürzlich ist eine E-Ladesäule an der Carl-Friedrich-­Goerdeler-Straße gegenüber dem St.-Stephanus-Platz errichtet worden. Und für das diesjährige Stadtteilfest hat die Sanierungsmanagerin bereits neue Aktionen angekündigt.

Von Ulf Stüwe

One comment

  1. „Immer wieder fanden Kreideberger in den vergangenen Wochen Post in ihren Briefkästen, in denen die Stadt sich überraschend spendabel zeigte…“

    Tatsächlich? Ich hatte keine Post dieser Art im Briefkasten.