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Ulrich Blanck, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Foto: A/be
Ulrich Blanck, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Foto: A/be

Grünen fordern die Verhüllung des Ehrenmals

Lüneburg. Die Grünen haben einen Antrag zur Sitzung des Lüneburger Stadtrates am 15. März 2018 gestellt, um das Ehrenmal der 110. Infanteriedivision von 1960 im Anstiegsbereich der Wallanlage Springintgut/Am Graalwall zu verhüllen. Außerdem sollen die Tafeln der Friedensstiftung Günter Manzke in unmittelbarer Nähe entfernt werden.

In der Begründung heißt es: „Das Ehrenmal ist weder als solches noch als ein Gegenstand der Zeitgeschichte geeignet unkommentiert gezeigt zu werden. Die Tafeln der Friedensstiftung Günter Manzke in der unmittelbareren Nähe dienen dabei nicht in der seitens der Stadt angedachten Weise zur historischen Einordnung, sondern relativieren sogar noch das Geschehene“

Als Beispiel bringen die Grünen dieses Foto:

und erklären: „Das Bild zeigt nur ein Beispiel für die oft falsche und für die Betroffenen verständlicherweise unerträgliche Darstellungsweise der Friedensstiftung Günter Manzke. Durch das in An-und Abführung setzen des Wortes „Vernichtungskrieg“ und die damit verbundene und offensichtlich gewollte Relativierung des Vernichtungskrieges erweisen sich die Tafeln der Stiftung als nicht geeignet die Haltung der Stadt Lüneburg zum Ausdruck zu bringen“.

Bereits am Mittwoch hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Ratssitzung am 15. März 2018 einen Antrag gestellt, um folgende Erklärung zu beschließen:

Lüneburger Erklärung

Lüneburg bekennt sich erneut zur von den vorangegangenen Generationen übernommenen Verantwortung für seinen guten Ruf als einer immer moderneren, durch die Vielfalt seiner Bürgerinnen und Bürger geprägten Hansestadt, die sich bereits seit Jahrhunderten durch europäische Vernetzung und Offenheit gegenüber der Welt entwickelt und auszeichnet.

Die für das Wohl der Bürgerinnen und Bürger verantwortlichen Vertreter im Rat stellen zusammen mit dem Oberbürgermeister fest, dass es für die Zukunft der Hansestadt erst recht in unserer Zeit keine bessere Gestaltungsalternative zu einer stetig modernisierten Offenheit gegenüber Europa und der Welt gibt. Entsprechend ist sich Lüneburg auch aus leidvollen Phasen seiner eigenen Geschichte bewusst, dass nationalistische Verengung, rassistische Irrwege, Extremismus jeder Schattierung und Ausrichtung sowie Abschottung gegenüber Menschen anderer Herkunft und deren Diskriminierung eine produktive und friedliche Entwicklung in allen Bereichen stören und so die Zukunftschancen der Stadt beschädigen. Daher lehnt Lüneburg im stolzen Bewusstsein seiner jahrhundertealten Stadtgeschichte derartige extremistische Manifestationen als schändliche und primitive Störungen und Gefährdungen eines friedlichen, vielfältigen und zukunftssichernden Zusammenlebens in der Hansestadt ab.

Dies gilt insbesondere, Jahrzehnte nach der totalitären Katastrophe von 1933 bis 1945, für schändliche Versuche von rechtsextremer Seite, die beispiellos verlustreiche gewaltpolitische Vergangenheit Deutschlands und deren Folgen mit grellen Scheinwerfern des Lügens und der medialen Manipulation „positiv“ zu beleuchten, die bis heute uns berührenden schrecklichen Folgen effekthaschend zu verdrehen, ja für diesen Zweck u.a. den Holocaust zu verhöhnen, zu relativieren oder zu verneinen.

Wir wollen als heute verantwortliche Vertreter der Stadt sicherstellen, dass auch die nächsten Generationen durch eine angemessene, den inzwischen vorliegenden Kenntnissen entsprechende Erinnerungskultur nachvollziehbar verstehen, wie es auch in Lüneburg im zunehmend totalitären Gleichschritt mit dem übrigen damaligen Deutschland zunächst zu einem totalen Verlust der inneren Freiheit in unserer Hansestadt kam. Wir wissen und verstehen heute zweifelsfrei, dass und warum es anschließend keine innerstaatlichen und gesellschaftlich ausreichenden Bremsen mehr gegen die Vorbereitung und anschließende brutale Durchführung eines deutschen Angriffs- und Vernichtungskrieges nach außen gab, der dann über fast sechs Jahre in immer mehr Ländern unseres Kontinents Frieden und Freiheit zerstörte und Menschen millionenfach vernichtete. Wir sind uns bewusst, dass ein Teil der von Deutschland für diese Verbrechen eingesetzten militärischen Verbände auch in Lüneburg aufgestellt wurde.

Für den Ruf von Lüneburg ist es vor diesem Hintergrund wichtig, dass sich die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger der historischen Verantwortung für eine angemessene Erinnerungskultur in übergreifender Gemeinsamkeit stellen. Die Einberufung eines „Forums Lüneburger Erinnerungskultur“ dient diesem Ziel. Niemand der heute für die Stadt Verantwortlichen ist verantwortlich für die damalige staatliche Verbrechenspolitik. Aber wir sind heute verantwortlich für den klaren Umgang mit dieser deutschen Vergangenheit und ihren bis heute spürbaren Folgen.

Damals verlor auch Lüneburg nach innen seine Freiheit und wurde so ebenfalls zum Instrument einer deutschen Gewaltpolitik nach innen und außen. Im Maße einer unangemessenen, unzureichenden Erinnerung hieran würde die damalige Unfreiheit noch heute nachwirken. Ihre kritische Offenlegung hingegen stärkt unsere heutige Freiheit, wie die jüngere deutsche Geschichte vielfach gezeigt hat, auch in unserer traditionsreichen Hansestadt. Lüneburg, vertreten durch den Rat und den Oberbürgermeister, ächtet daher im Namen seiner Bürgerinnen und Bürger mit dieser „Lüneburger Erklärung“ jeden extremistischen Versuch, durch Manipulationen, Lügen, Verleumdungen und Drohungen unsere Stadt und deren Freiheit bösartig zu beschädigen und ihren guten Ruf nach außen zu beschmutzen. Derartige verantwortungslose Kräfte, die sich derzeit unter anderem in den modernen Medien missbräuchlich verbreiten, müssen wissen, dass die Stadt Lüneburg diese Ächtung mit allen Mitteln des Rechtsstaates konsequent durchsetzen und jede extremistische Verhöhnung und Bedrohung mit allen zulässigen eigenen Ordnungsmitteln abwehren wird.

56 Kommentare

  1. Das Pamphlet der Grünen liest sich wie eine unter Gewalt- und Vernichtungsandrohung unterzeichnete totale Kapitulationserklärung mit Übernahme der totalen Schuld bis in alle Ewigkeiten und der Akzeptanz, das der Sieger immer Recht hat und schon gar nicht für eigenes Vergehen zur Verantwortung gezogen werden darf. Viele Akten bleiben geschlossen und anders lautende Meinungen und Aussagen von Zeitzeugen haben zu unterbleiben. Tote dürfen nicht beklagt werden, denn merkt euch es gibt gute und schlechte Tote! Es geht hier nicht um Ausgewogenheit oder Gerechtigkeit sondern um klare Kante und die ist bekanntlich Messerscharf. Da ist kein Platz für den Hauch von Entlastung einzelner oder der gesamten Generation und ihrer Nachfahren es sei denn, es kann die Blutsverwandtschaft bis ins vierte Glied widerlegt werden. Jawohl!

    • Peter, Sie schreiben totalen Quatsch, reihen Sätze aneinander, die keinen Sinn ergeben, sondern bloß Empörung zum Ausdruck bringen. Wenn Sie Einwände haben, müssen Sie sich schon die Mühe machen, die Überlegungen zu nennen, denen Sie widersprechen möchten und diesen Widerspruch begründen.

      Hauptfehler Ihrer Tirade: Sie verwechseln ein „Ehrenmal“ mit einem „Toten-“ oder „Grabmal“.

      Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob bestimmten Soldaten gedacht, ob diese betrauert werden, was hier nicht der Fall ist, oder ob ein Stein aus Gründen der verklärenden Verschleierung (der Geschichtsfälschung oder auch der Geschichtslüge) zum „Gedächtnis“ an eine verbrecherische Organisation errichtet worden ist, was hier – ohne jeden möglichen Zweifel – der fall ist.

      • Herr Merz, das ist ein Gefallenendenkmal der im Zweiten Weltkrieg gefallenen Angehörigen der 110. ID. und ich hoffe, das die Stadt Lüneburg die Verhöhnung ihrer Gefallenen wie es am Stein durch die Schändungen sichtbar wurde mit allen zulässigen eigenen Ordnungsmitteln abwehren wird. Im übrigen sollten Sie sich die Auslassungen der Grünen mal genau durchlesen, dann verstehen Sie sicherlich auch die Antwort von Peter und erkennen, dass es hier nicht um Empörung geht. Die von Ihnen gemeinte Empörung nahm ihren Anfang mitt der versuchten Demontage von Herrn Scharf. Die Grünen versuchen schon seit Jahren ihre Antideutsche Haltung zu einer gemeinschaftlichen Erinnerungskultur zu machen um auch die nächsten Generationen einseitig zu prägen und zu erziehen. Diese Generationen können sich schließlich kein ausgewogenes Bild mehr machen, da entsprechende Zeitzeugen nicht mehr zur Verfügung stehen.
        Im übrigen sollte man generell die Frage stellen, ob man den Grünen mit ihrer antideutschen, Ideologie durchsetzten Haltung die Deutung überlassen sollte.

        • Klaus
          was treibt sie eigentlich an, immer wieder den gleichen unsinn abzulassen? fremdenfeindlichkeit? inländerfreundlichkeit,oder nur die angst vor dem fremden, was man nicht kennt? warum sollen die grünen deutschlandfeindlich sein? wer sägt sich den ast ab, auf den er sitzt? ich verstehe ihre unterstellungen nicht. meinen sie etwa äußerungen von grünen , wie einhegen ? wer zitate aus dem zusammenhang reißt, will meistens was ganz anderes, als das die ,,wahrheit ,,ans licht kommt.

  2. Für mich ist der beschriftete Stein von 1960, der im Anstiegsbereich der Wallanlage Springintgut/Am Graalwall an die 110. Infanteriedivision erinnert, KEIN Ehrenmal.

    Wie sollte man auch „eine Division“ ehren? Und wie sollte man insbesondere eine organisatorische Einheit ehren, deren Angehörige für eine Reihe der bestialischsten Verbrechen verantwortlich sind, die jemals in einem Krieg begangen wurden?

    Ist das nicht übelster, beschönigender, beinahe selbst schon wieder verbrecherischer Erinnerungskitsch der allerprimitivsten Sorte?

    • Sehr geehrter Herr Siegmann,
      das ist bereits ein Teil unseres Problems: die Lokalzeitung titelt mit „Ehrenmal“ für eine Wehrmachtsdivision, die Zivilbevölkerung massakrierte. Dieser Stein ist ein Denkmal, kein Ehrenmal.

      Welche historisch genaue und wahre Erinnerungskultur sollen denn jetzt Sonderkommissionen liefern, wenn selbst kritische Journalisten so sprachlich ungenau den parteipolitisch motivierten Polemiken folgen und aus einem Denkmal ein Ehrenmal machen?

      Das Denkmal erinnert an die Soldaten, die aus den Familien in Lüneburg stammten.
      Ohne das Denkmal würde heute niemand in Lüneburg über unsere Verantwortung aus dieser Vergangenheit diskutieren.
      Damit erfüllt das Denkmal seine Intention – an die Grausamkeiten dieses Krieges zu erinnern.

      Die Erläuterungen daneben kann man kritisieren, weil der Krieg gegen die Sowjetunion ein Vernichtungskrieg war. Mir wird schlecht, tatsächlich, dort Anführungszeichen zu sehen.

      Zu den Grünen: da wird mir aber angst und bange, wie wenig diese aus unserer Geschichte gelernt haben!

      Zitat 1:
      „… wie es auch in Lüneburg im zunehmend totalitären Gleichschritt mit dem übrigen damaligen Deutschland zunächst zu einem totalen Verlust der inneren Freiheit in unserer Hansestadt kam, …“

      Ach, war das so? Haben 100% der Lüneburger in den 12 Jahren von 1933-45 für die Nazi-Ideologie innerlich zugestimmt? Waren sie innerlich nicht mehr frei, Kritikfähigkeit an vorgegebenen gesellschaftlichen „So ist das jetzt, so machen das jetzt alle“ zu erhalten?

      Das wäre mir neu. Das ist bereits eine Fehldarstellung der historischen Tatsachen.

      Und so blicken wir auf eine (eher harmlose) Schlussfolgerung für heute, die sich nach Ansicht der Grünen in Lüneburg aus deutscher Geschichte ergibt (sonst gehörte es ja nicht in diese Beschlussvorlage in diesem Zusammenhang):

      Zitat 2:
      „…, dass es für die Zukunft der Hansestadt erst recht in unserer Zeit keine bessere Gestaltungsalternative zu einer stetig modernisierten Offenheit gegenüber Europa und der Welt gibt.“

      Aha. Alternativlosigkeit aus Sicht der ehemaligen Alternativen.
      Und es geht weiter:

      „…sowie Abschottung gegenüber Menschen anderer Herkunft und deren Diskriminierung eine produktive und friedliche Entwicklung in allen Bereichen stören und so die Zukunftschancen der Stadt beschädigen.“

      Die private Entscheidung und das individuelle Verhalten werden von den Grünen in Lüneburg für unter anderem die öffentliche Politik („produktive Entwicklung …der Stadt“) vereinnahmt. Aber… das ist doch genau das Gegenteil von individueller Freiheit und Verantwortung, oder nicht? Denn:
      Ob ich mich als extrovertierter Charakter innerlich öffne gegenüber mir fremden Menschen, oder ob ich mich als introvertierter Charakter nicht öffnen möchte gegenüber mir fremden Menschen – das ist doch meine innerste Freiheit und Entscheidung?!

      Also betrachten wir also nicht das Individuum, sondern unsere öffentliche Stadtgesellschaft in Lüneburg im Jahr 2018:
      Wo, bitte schön, liebe Grünen, schottet die Stadt Lüneburg sich gegenüber Menschen, die nicht aus Lüneburg kommen, ab? Welches Unternehmen, das sich aus einem anderen Land in Lüneburg ansiedeln möchte, darf dies nicht? Welche Personen, die in Lüneburg legal arbeiten wollen, darf dies nicht?

      Woraus ergibt sich aber die Übertragung von gesellschaftlicher Lage auf private Lebensführung? Die Grünen schreiben dazu in ihrer Undifferenziertheit, dass ich auch als Privatperson mit Menschen „anderer Herkunft“ (was ist damit eigentlich genau gemeint? Nationalität? Wohnort? Ethnie?) umgehen muss. , ich darf mich nicht „abschotten“, denn ansonsten – so muss das „und“ ja nun verstanden werden – bin ich verdächtig, die „Menschen anderer Herkunft“ auch zugleich abzuwerten oder diskriminieren zu wollen. Rein sprachlich gibt es keinen anderen Grund, wenn Abschottung und Diskriminierung in einem Zug in der Beschlussvorlage mit einem „und“ verbunden sind, als dass eine Entscheidung mit einer Haltung gleichgesetzt wird. Und das exakt tun Ideologien, so genau ersetzen sie Individualität und deren innere Freiheit durch gesellschaftliche Norm und Nötigung zu vorgegebener Entscheidung: über eine Gesinnungsethik, die Menschen eine Haltung vorgibt, da sie ihren Entscheidungen kategorisch eine Haltung aus ihrer Sicht heraus zuschreibt.

      Und so kommen auch die Grünen in Lüneburg 2018 von einer undifferenzierten Annahme, bei der persönliche Freiheit und Entscheidung des Einzelnen in seinem Privatleben einer gesellschaftlichen Norm, einer politischen Forderung, einem sozialen Verhaltenskodex gleichgesetzt werden, zu einer Aussage, mit der sie persönliches Verhalten pauschal bewerten:

      Nur wer sich selbst nicht abschottet, der/die diskriminiert Andere nicht, und alle müssen dies alternativlos tun, da er/sie sonst die friedliche Entwicklung „stört“.

      Wie man mit solchen störenden Elementen umgeht, das lehren uns alle Despoten und totalitären Diktaturen der Vergangenheit. Leider scheint dies bei den Lüneburger Grünen nicht dazu geführt zu haben, dass sie erkennen, was sie selbst da eigentlich tatsächlich schreiben und aussagen.

      Was eine stetig modernisierte Offenheit gegenüber Europa und der Welt meint… das will ich gar nicht mehr fragen. Das stetig modernisierte Element gruselt mich etwas. Und irgendwie werde ich auch das Gefühl nicht los, dass es bei solcher Weltsicht dann auch heute bereits an der polnisch-deutschen Grenze derzeit endet mit der Offenheit für die Welt bei einigen… zu vielschichtig ist eben die Welt, als dass sich sich per Dekret der Lüneburger Grünen umarmen und vereinnahmen ließe.

      • Herr
        Recha
        sie lenken ab.
        auch die grünen haben den schlüssel der weisheit noch nicht gefunden. sie sind dem aber näher als der rechte rand, oder? wer meinen sie, wird bald zu den waffen rufen? ihre rechte abteilung ,oder die grünen? dass sie schon lange nicht mehr so grün sind, tut mir persönlich leid, manchmal werden sie sehr schnell gelb, aber braun ist noch nicht so verhanden, wie bei ihrer klientel. ich weiß, sie sind seit 4 jahren nicht mehr in der afd. aber ist ihre gesinnung nicht dort geblieben? wenn nicht, würde ich ihnen dazu gratulieren.

  3. Genügte es nicht, lediglich die Anführungszeichen vor und nach dem Wort „Vernichtungskrieg“ zu verhüllen?

  4. Norbert Kasteinecke

    Die „Grünen fordern“ mal wieder.
    Diese hypermoralisierenden Weltverbesserer, die nichts anderes können als fordern oder verbieten.
    Angetreten waren sie mal ganz anders – das waren noch Zeiten, da ging es in der Partei noch etwas wirrer zu als bei der AfD der heutigen Tage.
    Heute sind sie nur noch linksgestrickt und dogmatisch bis zum Erbrechen.
    Könnte mir mal einer der Wähler dieser Deutschlandhasser erklären, warum er diese Partei wählt?
    Aber bitte mit AHA-Effekt.

    Ich unterstelle einfach mal, dass es den Forderern nicht um diesen toten Stein geht, sondern um die Deutungshoheit – wir erpressen solange mit moralinsauren Argumenten, bis sich niemand mehr traut dagegen zu sein.
    Dann haben wir(die Grünen) wieder einmal einen Sieg davongetragen und können uns den entsprechenden Orden an die Brust heften.
    Dies klappt seit vielen Jahren und hat sich in der Politik der Grünen fest etabliert.

    Dies geht soweit, dass es ein Parteimitglied*in sogar schaffte mit der Forderung nach einem Eseltaxi (Susanne Murer, Zweibrücken) in die Presse zu kommen.

    Diese Partei hat mindestens so fertig wie die SPD, es wird sich in den nächsten Jahren zeigen.

    • Norbert Kasteinecke, Sie schamfudern und schimpfen mit pseudomoralischem Schaum vorm Maul (und von tausend fremden durchgekauten und eingespeichelten Worthülsen darinnen) auf „die“ armen Grünen ein. Haben Sie außer pauschal herabsetzenden Keifereien eines rechts hinkenden Anstandwauwaus und zum kleinstkarierten Sittenwächter durch den eigenen Tugendfuror bestellten Wichtigtuers sonst noch etwas zu bieten?

      Können Sie, anstatt dumme, destruktive Verallgemeinerungen in die Welt zu posaunen, die Sie irgendwo aufgeschnappt und behalten haben, weil diese sich flutschend Ihren Vorurteilen anbequemten, auch konstruktive Vorschläge machen oder sogar Argumente nennen?

      Aus welchen konkreten GRÜNDEN sind Sie genau GEGEN die Verhüllung oder Musealisierung des Denksteins an anderem Ort und stattdessen FÜR dessen Pflege und „Ehrung“? WAS wäre damit gewonnen und zum Ausdruck gebracht? WIE sollte das Ihrer persönlichen Ansicht nach in Zukunft geschehen? Und WARUM so und nicht anders?

      Als kleine Handreichung, die Ihnen vielleicht beim Sortieren Ihrer ganz sicher gewichtigen, weil sorgfältig erwogenen Gedanken hilft, möchte ich Sie auf einen LZ-Post vom 8. Februar aufmerksam machen, in welchem Herr Felix Röpke im Hinblick auf das „von der Stadt 1960 innerhalb ihrer Mauern in Obhut genommenen Ehrenmal für die 110. ID“ geschrieben hat (ich zitiere): Wir, also Sie, Herr Kasteinecke, und ich und andere Bürgerinnen und Bürger und darum natürlich auch die Mitglieder der Stadtverwaltung Lüneburgs seien – vielleicht – „einzelnen, namentlich identifizierbaren individuellen Soldaten, Angehörigen, Freunden und Bekannten“, aber „ganz sicher NICHT DER ABSTRAKTEN INSTITUTION einer riesigen Mordmaschine gegenüber, wie sie die 110. Infanterie Division aus Lüneburg ohne jeden möglichen Zweifel darstellte, zu ehrendem Gedenken ‚verpflichtet‘ – und schon überhaupt gar nicht zu Dank!“ Was vor und mit „dem Denkstein Am Springintgut seit Mitte der 60er Jahre betrieben werde“, schreibt Röpke weiter, sei „(sofern der Klotz überhaupt jemanden interessiert, solange nicht irgendwelche Neonazis Video-Unfug mit ihm anstellen oder irgendein Dummkopf schwachsinnige Sprüche draufsprüht), purer widervernünftiger, abergläubischer Götzendienst vor einer ausgedachten, geschichtsverfälschenden Fantasiefratze, die ihre Vitalität ursprünglich aus der manipulativen ‚Geschichtspolitik‘ heuchlerischer Tat- und Schuldverschleierung herleitete und ihre letzten, rest-vitalen Zuckungen heute allein noch aus Lügen und sentimentaler Landser-Heftchen-Romantik bezieht.“ (https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1462241-ehrenmal-soldaten#comment-140342)

      • Norbert Kasteinecke

        Auf genau so etwas habe ich gewartet.

        Diese Wortwahl, die im Übrigen suboptimal gewählt ist, findet man hier ständig unter wechselnden Antworten.
        Also, wer immer Sie auch sein mögen, Sie haben nicht bemerkt, dass ich mich hier explizit zu den Forderungen der Grünen ausgelassen habe.
        Den toten Stein können die sich meinetwegen in den Konferenzraum stellen.
        Aber Sie haben mal wieder versucht abzulenken vom wirklichen Thema, das sich hier auftut.

        Deutungshoheit beschreibt das Recht oder die Macht, zu definieren – sei es ein Sachverhalt, ein Begriff oder das Gesprächsthema. Weniger klar ist in der Regel, wem sie zusteht. Steht eine Definition im Duden, weil sie korrekt ist oder ist sie korrekt, weil sie im Duden steht (→Umgedrehte Kausalität)?

        Und nun ?

        • Den toten Stein können die sich meinetwegen in den Konferenzraum stellen.
          ha,ha, die idee ist mal wirklich eine. wer wird dann wohl anzeige erstatten?

      • Norbert Kasteinecke,

        mich interessiert nicht, was Sie meinen, längst getan zu haben. Ich habe Ihnen vier präzise Fragen zur konkreten Sache gestellt, die HIER das Thema ist. Ich erwarte EINE ANTWORT und kein wolkiges Blabla über „Deutungshoheit“.

        Mal sehen, ob Sie sich noch konzentrieren können, oder ob Sie schon ein bloß noch vom Wahn gesteuerter Bot sind und einfach weiter verrückte Parolen am Thema vorbei abspulen. Hier noch einmal meine vier Fragen:

        → Aus welchen konkreten GRÜNDEN sind Sie genau GEGEN die Verhüllung oder Musealisierung des Denksteins an anderem Ort und stattdessen FÜR dessen Pflege und „Ehrung“? WAS wäre damit gewonnen und zum Ausdruck gebracht? WIE sollte das Ihrer persönlichen Ansicht nach in Zukunft geschehen? Und WARUM so und nicht anders?

        • Norbert Kasteinecke

          Da hier ja nicht alles veröffentlicht wird, empfehle ich Ihnen einfach mal etwas Literatur.
          Lesen, lesen, lesen, das hat sogar Klaus Brunz schon gesagt.

          In diesem speziellen Fall empfehle ich von Jellinek – Die normative Kraft des Faktischen – so als Einstieg.
          Und natürlich nicht so viel ARD und ZDF schauen.

      • Kommt da noch was, Kasteinecke? Oder bleibt’s mal wieder beim lärmenden Schaumrühren?

        • Norbert Kasteinecke

          Elke, Schätzelken, nich so neugierich und sei ma nich so wat von frech, wat sollen die Leute denken?

          Ihr gäbet ein gutes Gespann ab, der Jürgen und Du.
          Ablenken, unter Druck setzen; aber hey – aus dem Alter bin ich raus.
          Der Diktion nach zu urteilen kommt ihr beide aus der grünen Hölle.
          Also – nett fragen gibt ne nette Antwort.

    • ha ha, ich gehöre zu keiner partei, im gegensatz zu ihnen norbert. ich würde dieses,,denkmal,, auf den hügel der GfA stellen. wäre das nicht ein guter wallfahrtsplatz für wehrmachtsanhänger? schmunzeln.

  5. „…jede extremistische Verhöhnung und Bedrohung mit allen zulässigen eigenen Ordnungsmitteln abwehren wird. “

    Schön gesagt, „Ordnungsmittel“.

    Das muss im Kopf passieren, nicht jedoch mit „Ordnungsmitteln“. ‚Brauche ich „Ordnungsmittel“, ist doch offenbar irgendwas nicht mehr richtig.

    • Habe ich keine Argumente, sondern konzentriere mich auf später noch leicht zu korrigierende Nebensächlichkeiten anstatt auf den Kern des Anliegens, gebe ich zu erkennen, dass „im Kopf“ noch einiges „passieren“ muss. Wie erreicht die Zivilgesellschaft das bei unbelehrbaren Realitätsverweigerern wie mir, wenn sie den Gebrauch bestimmter Ordnungsmittel nicht vereinbart und also auch nicht zur Verfügung hat?

    • Ja, mir fällt spontan die Antifa ein. Gewalt, Hausbesuche, Schläge und Denunzinationen gegen Andersdenkende .

      • Da siehst du mal, wie beschränkt du bist, Andreas, wenn du dich von deinen spontanen Einfällen zu LZ-Posts hinreißen lässt.

        Hier geht es um Geschichtslügen, diese verschleiernde Denksteine und Massenmord durch Lüneburger Soldaten vor dem Hintergrund eines europaweit fabrikmäßig exekutierten Genozids durch Deutsche — und du schwallst Ausgedachtes und Aufgeschnapptes aus Hassblogs in rechten Internetblasen zusammen.

        • Nein, darum geht es den Grünen und Linken nicht. Sonst wären 6 Millionen Tote durch Stalin oder Pol Pot oder Mao diskutiert worden. Es wird aber ausschliesslich über „Deutsche“ gelabert, um von den Gräueltaten der Vorbilder dieser Spezies, besonders der SED-Nachfolgepartei abzulenken.

          • Andreas, nehmen wir in diesem Zusammenhang doch mal die Zahl von 27 Millionen sowjetischen Opfern des 2. Weltkriegs, übrigens mehr als die Hälfte davon Zivilisten!
            Ja, ich möchte über die Deutschen „labern“, die das verbrochen haben!
            Und ja ich möchte über die ca. 6 Millionen Opfer des Holocausts reden, die nun so überhaupt nichts mit Stalin, Pol Pot oder Mao zu tun haben!

          • Andreas, gehört das für Sie noch in die Kategorie »Praktisches Denken«, wenn Sie sich darüber freuen, daß sich Ihr Arzttermin jetzt doppelt lohnt, weil in der Nacht davor ein zweites, noch heftigeres Leiden dazugekommen ist?

            Tina Fischer

        • Jo, du solltest dir die Inschrift des Gedenkstein nochmal durchlesen, außer dem Gedenken an die Toten stehen da keine Geschichtslügen, wie du behauptest. Für ganz ungebildete wurde von einer Stiftung sogar noch eine Ergänzung angebracht.

          • Kläusern, sind Sie so naiv oder tun Sie bloß so? Wenn’s um das Arena-Desaster oder Ihren lieben MTV geht, lesen Sie doch auch wie ein Luchs zwischen den Zeilen.

            Nicht WAS auf dem Stein steht, sondern WARUM es dort steht und WER es dort hat draufschreiben lassen, DAS ist doch die Frage.

            Es war unter anderen Herr Martin Gilbert. Eben der Generalleutnant und Ex-Kommandant der 110. ID, deren Angehörige mit die bestialischsten Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkrieges verübten [also (nur unter anderen nachgewiesenen Massenmorden) im März 1944 im Raum Ozarichi (Belarus) eben die 9.000 Kinder, Frauen und Greise als „unnütze Esser“ abschlachteten, deren sechs (!) entkommenen Überlebenden Herr Dr. Scharf am 11. August vorigen Jahres im Rathaus „vermittelte“, er stehe mit ihnen als Leidensgenosse und „Zeitzeuge“ auf einer Stufe und bei denen er ihre Bereitschaft zur „Versöhnung“ anmahnte]. Jener Generalleutnant jedenfalls „versicherte“ am 7. Juni 1958 in einem Vortrag, ebenfalls im Fürstensaal des Lüneburger Rathauses u.a. vor OB, OStD und Rat: “Der Kern der Einheit [die Guten unter den Mördern!], deren Schicksal uns [!] [Herrn Scharf? Mich auch?] verbindet, war sauber, klar und echt wie Gold. Ich darf es aus eigenem Erleben [als Zeitzeuge also wie Oskar Gröning und Gerhard Scharf] und eigener Vergleichsmöglichkeit [also anders als Gerhard Scharf, der ja bei Kriegsende erst 6 Jahre alt war] bekunden, dass die 110. Infanterie-Division die Verkörperung besten deutschen Soldatentums leistungs- wie gesinnungsmäßig von erster bis zur letzten Stunde gewesen ist.” Und diesen Lügen möchten Sie sich nun anschließen Klaus? Das möchten Sie gerne so glauben und weitertragen? Na dann! Gilbert war ja auch der Ansicht, sein Denkmal, das 1960 mit großem Bahnhof eingeweiht wurde, sei Ehrensache! Und wer frei sei von Schuld, der werfe den ersten Stein. Ansonsten gilt, so muss man diesen Mordbanden-Capo (und Herrn Dr. Scharf heute auch) wohl verstehen:

            Wir sind alle kleine Sünderlein,
            ’s war immer so, ’s war immer so.
            Der Herrgott wird es uns bestimmt verzeih’n,
            ’s war immer, immer so.
            Denn warum sollten wir auf Erden
            schon lauter kleine Englein werden?

  6. Die Grünen hatten doch ein berühmten Steine Werfer oder ist die Vergangenheit nicht so wichtig .Stein oder Kugel das Ergebnis ist das selbe wenn man trifft. Hört endlich mal auf immer auf irgend welche Züge zu springen um in der Presse zu erscheinen.Jeder hat seine Vergangenheit und logischer Weise sind das unsere Väter Mütter Omas und Opas also wie war das mit wer wirft den ersten Stein.Ich bin jetzt über 50 und Zukunft ist angesagt aber ich sehe nur ein altes Lüneburg zb.Zu sammen arbeiten nicht gegen besonders in der Politik. Wie wäre es mal wieder mit Bäumen am Sande oder Elektro Bussen die es schon längst gibt und und und.Bla bla in der Politik hatten wir genug .Im übrigen ich habe genug Tote in meinem Leben erlebt und Gewalt und nicht aus der zweiten Reihe also keine Belehrung.

  7. Ach so wen wir alle unsere Fehler abhängen würden wäre vom Himmel nichts mehr zu sehen.

    • @Thomas Kampa

      Das Erschießen von 9.000 Frauen, Kindern und Greisen innerhalb von vier, fünf Tagen, um „unnötige Esser“ zu beseitigen, ist kein „Fehler“.

      Das ist Massenmord.

  8. Der Kommentar von Fred ist meines Erachtens einer der bislang besten zum Thema (siehe oben: „Genügte es nicht, lediglich die Anführungszeichen vor und nach dem Wort „Vernichtungskrieg“ zu verhüllen?“).
    Denn Anführungsstriche sind nur vermeintlich eine „Kleinigkeit“,- bekanntlich sind sie (auch) ein stilistisches Mittel der Distanzierung. Bei anderen Begriffen wären Anführungsstiche m. E. hingegen mehr als angebracht, beispielsweise beim Begriff „Drittes Reich“. (Diese Bezeichnung haben , soweit ich informiert bin, auch die Nazis selbst gern verwendet, natürlich ohne Anführungsstriche. Wenn ich irgendwo „Drittes Reich“ ohne Anführungsstiche lese, dann wirkt das daher zumindest auf mich verharmlosend (ob nun beabsichtigt oder nicht), zumindest zeugt es aber nicht gerade von kritischer Reflexion und Geschichtskenntnis. Ich fände es toll, wenn sich die LZ evtl. einmal etwas ausführlicher dieses Themas annehmen könnte; denn mir ist schon des öfteren aufgefallen, dass (auch in der LZ) der Begriff Dritttes Reich (ohne Anführungsstriche) verwendet wird. Wir ein kritisches Hinterfragen dieses Begriffs in der heutigen Schulausbildung bzw. im Deutschunterricht überhaupt noch vermittelt (?)

  9. Das Problem des Gedenksteines für die vormalige 110.I.D. ausgerechnet hier in Lüneburg droht zu einer unendlichen Geschichte zu werden. Fakt ist doch wohl, dass es nach der Mehrheitsmeinung weder heute in die Zeit noch an einen Platz in der Stadt passt. Verhüllung ist keine Lösung, dann schon eher Efeu pflanzen. Mein Vorschlag: Man versetzt den Stein auf einen der Friedhöfe, wo auch Opfer des Krieges bestattet sind oder aber in einen abgelegenen Bereich der Bundeswehrkaserne am Flugplatz.

  10. Wie wäre es, mal über die Millionen Toten zu reden, die die Angriffskriege des Natopartners , USA hervorgebracht haben?

    • andreas
      nanu, sie gehen auf die christen in den usa los? wer soll jetzt das verstehen? die moslems sollen doch in ihren augen die bösen sein. wer vertreibt die alle aus ihre heimat?

    • Ach Andreas,

      Hier geht es aber nicht um die USA, die Nato-Partner oder Echsenmenschen – sondern um die Rolle der 110. Infanterie der Wehrmacht im WKII und deren Gedenken und Erinnerungswahrnehmung.
      Sie wollen alles relativieren und vergleichen – das geht aber nicht, man muss alles einzeln betrachten.
      Sie bewegen sich vollends auf Kindergarten-Niveau.(… die anderen, die anderen haben aber auch…)
      Vergleiche als Rechtfertigung funktionieren nicht.

      • Dann würde ich sagen, lesen Sie die Inschrift durch! Meine Güte, so einfältig kann kein Mensch sein. WO wird dort etwas VERHERRLICHT wie es hier ständig wiederholt wird?
        Meine Güte, Sind Sie deutscher Bürger? Dann müssten Sie sich erschiessen anhand der Schuld, die Sie auf sich geladen haben!

        • Wissen Sie wann ich kein Problem mehr mit diesem Gedenkstein habe?
          Wenn als Zusatz darunter stehen würde: „Leider waren Teileinheiten der 110. Infanteriedivision an einem der schwersten Kriegsverbrechen des 2.Weltkrieges in der weißrussischen Stadt Ozarichi , mit schätzungsweise 9000 Zivilopfern, beteiligt.“

          • Norbert Kasteinecke

            Bester Vorschlag der gesamten Diskussion.

          • Wollen Sie das in ganz Europa ,Russsland in England auch machen? Und nochmal zum Nachdenken.
            Die Zivilbevölkerung eines jeden Landes war betroffen-leider! Die Engländer FEIERN ihren Bomber Harris jedes Jahr! Die Linken auch. Vor allem die weiblichen Aktionistinen: Google hilft:
            Femen-Aktion: Ex-Rostockerin verhöhnt Dresdner Bombenopfer

          • Andreas, vergessen Sie bitte nicht WER den Krieg vom Zaun gebrochen hat und mir nicht damit das die Engländer und Franzosen indirekt Schuld sind ,weil sie Hitler haben gewähren lassen.
            Und nein , ich möchte das nicht für andere Länder machen, jedes Land muss seine Geschichte selbst aufarbeiten.
            Und natürlich weiß ich das die Luftangriffe im WK II auf nicht militärische Ziele in Deutschland Kriegsverbrechen sind.
            Sie wissen es, ich weiß es, alle im Forum wissen es. Was wollen Sie? Keine Siegermacht wird sich jemals dafür entschuldigen – obwohl es auch falsch war. Der Versailler Vertrag war auch völlig falsch, da er statt zu versöhnen neuen Hass geschürt hat.
            Aber erwarten Sie allen Ernstes , von Leuten und deren Nachfahren, deren Land von einem Aggressor angegriffen worden wurde, das diese sich entschuldigen?
            Meinen Sie nicht, das Menschen versuchen – ab einem bestimmten Punkt – das grauenhafte Morden schneller zu beenden?
            Nehmen Sie die A-Bombenabwürfe auf Hiroschima und Nagasaki. Lupenreine Kriegsverbrechen, beide Angriffe galten niemals militärischen Zielen sondern um bewusst zivile Opfer herbeizuführen.
            Es ist ein moralisches Dilemma.
            ABER, hier geht es doch um diesen Gedenkstein, und wie wir im 2018 damit umgehen wollen.

          • Diese „Teileinheiten“ haben beim Gedenklen aber nicht die Priorität. Deshalb ist das ein Vorschlag , den man verwerfen kann.
            Warum das Ehrenmal nicht einfach abreissen? Ist eh egal. Wen interessiert es, wenn es weg wäre.Niemanden.

  11. Norbert Kasteinecke
    22. Februar 2018 at 12:39

    Bester Vorschlag der gesamten Diskussion.

    könnte man glauben. nur, was hatte die wehrmacht in russland zu suchen?

    • Dasgleiche wie alle Truppen: Befehle ausführen ohne zu fragen, weil Machthaber es befehlen. Wie immer. Siehe heute.

      • waren sie soldat? bestimmte befehle darf man jetzt verweigern.bei söldnern, die wir jetzt nur haben, wird es bestimmt nicht einfach sein. auf wen sind die eigentlich eingeschworen? auf von der leier, oder etwa auf die brd?

        • Nur mal so am Rande: Auf Befehlsverweigerung stand die Todesstrafe! Für Sie aber sicher kein Problem.Sie hätten den Rambo gespielt und den Befehl verweigert. Klar!

          • Andreas, im krieg gibt es andere spielregeln. da gibt es für befehlsverweigerung tatsächlich auch die todesstrafe. sind wir im krieg? ständig ist die bundeswehr doch im auslandseinsatz. dieses ist übrigens kein scherz, der einsatz in afghanistan war laut politiker nie ein krieg. dieses wort krieg wurde gern übergangen. es geht da um die haftung. ich wäre wohl damals in den widerstand gegangen. kriegstreiber gefallen mir bis heute nicht. ich finde zum beispiel frahm hat es richtig gemacht.

          • Andreas, ich habe noch was vergessen. ich war mal ausbilder bei der bundeswehr.

        • Entschuldigung …. aber da verrennen Sie (Herr Bruns) sich aber ziemlich. Wir haben jetzt Söldner ? Wissen Sie überhaupt was Sie da schreiben ? Bitte sagen Sie jetzt „Nein“. Dann kann man Ihnen solche Entgleisungen vielleicht verzeihen.

          • Ron
            den bürger in uniform gibt es ,seit die wehrpflicht abgeschafft wurde nicht mehr. die jetzt soldaten sind , sind bezahlte freiwillige, die man söldner nennen kann und muss. was stört sie an den begriff söldner?
            Ein Söldner ist ein gegen Bezahlung (Sold) angeworbener, zumeist zeitlich befristet dienender und durch Vertrag gebundener Soldat. Quelle Wikipedia.

          • Kann leider nicht direkt auf Ihr Kommentar antworten … deshalb hier … Wenn Sie (Herr Bruns) schon Wikipedia bemühe, sollten Sie den Artikel auch zu Ende lesen und nicht nur den ersten Satz wiedergeben. Wir sollten uns da mal an die Definition der Genfer Konvention halten !! Die Genfer Konvention sollten Sie (als ehemaliger BW Ausbilder) eigentlich auswendig im Schlaf aufsagen können. Entschuldigung .. aber solche Aussage (von Ihnen) über ein Thema wo Sie beruflich tätig waren. Unglaublich. Ich will nicht über die Aussagen nachdenken von Themen für die Sie sich „nur“ privat interessieren.

          • Es ist wirklichb schlimm geworden her. Mit völliger Unwissenheit wird hier eine Stimmung gemacht und Phrasen gedroschen. Zu Herrn Bruns kann man nichts mehr sagen. Ist es der Alterstarrsinn oder die Uninformiertheit.
            Unglaublich,was da an Halbwahrheiten, erdachten Phrasen , leeren linken Worthülsen und Themasprüngen vom 2. WK bis heute zu „Söldnern“ (?) schwadroniert wird.

    • Ich empfehle allen die Bericht aus dem Fokus vom 21.10.16 zu lesen. Er ist betitelt: Hunderttausende Ausländer kämpften in der Waffen SS-etliche um zu überleben.
      Nur mal für diejenigen, die immer ganz schlau sind und hier die typische Keule rausholen..

  12. Ron
    ich hatte noch einen link von der zeit in einem anschließenden kommentar dazu gesendet. man hat ihn nicht reingestellt. warum wohl? sie sollen sich aufregen. ich weiß, was sie meinen, aber ich weiß auch, wer solche dinge formuliert. für mich sind freiwillige= söldner. ganz einfach. ich war auch einer. nur, in der der zeit,wo ich soldat war, hat die bundeswehr nicht krieg im ausland gespielt. ansonsten wäre ich nicht soldat geworden.

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