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"Café Klatsch"-Betreiber Ulrich Schröder. (Foto: A/t&w)
"Café Klatsch"-Betreiber Ulrich Schröder. (Foto: A/t&w)

Das „Café Klatsch“ macht weiter

Lüneburg. Ulrich „Ulli“ Schröder hatte öffentlich übers Aufhören nachgedacht. Nicht nur, weil er auf die 70 zusteuert und gesundheitliche Probleme hat, sondern weil ihm ein Nachbar das Leben als Kneipen-Betreiber schwer gemacht hat. Diese Sorge ist Schröder jetzt los, das „Café Klatsch“ macht erstmal weiter: „Alles ist wieder gut.“

Der Mieter, der seit mehr als einem Jahr dafür gesorgt hat, dass regelmäßig die Polizei vor der Tür stand, wenn Bands im „Klatsch“ gespielt haben, musste ausziehen. Das Bauamt, schreibt Schröder, habe nun festgestellt, dass es sich bei dessen Wohnung um einen Raum handelt, der ausschließlich gewerblich genutzt werden dürfe.

In den sozialen Medien bejubeln die Fans der Blues-Kneipe Schröders Nachricht. Denn sein Live-Club ist eine Institution in Lüneburg. Am 20. Januar 1984 hatte Schröder das „Klatsch“ mit Siegfriede Rieß gegründet. Das Konzept: ein gemütlicher Club mit Live-Musik. Rund 50 Konzerte im Jahr holt Schröder auf die Bühne, lange Jahre unterstützt von Werner Laatsch, bis der krankheitsbedingt nicht mehr konnte. Hochgerechnet kommt man bei gut 1600 Konzerten an. lz

 

3 Kommentare

  1. Das ist mal eine gute Nachricht und eine tolle Leistung und ganz ohne Subventionen und ohne mietfreie Räumlichkeiten und ohne Forderungen ala Hoppe an den Steuerzahler zwecks Tempelbau etc.

  2. Wilfried Bergmann

    Einfach genial! Eine einzigartige Kneipe, tolle Musik. Schön, dass der Ärger mit dem Nachbarn vorbei ist. Ich wünsche Ulli weiterhin alles Gute!

  3. Andreas Nitschke

    Dass der ehemalige Mieter ausziehen musste entspricht nicht der Wahrheit. Ich kenne diesen Fall persönlich. Wahr ist, dass der Raum nicht als Wohnraum hätte vermietet werden dürfen, der Vermieter also unrechtmäßig vermietet hatte.Das hat das Bauamt ja auch sofestgestellt, wie LZ ja selbst schreibt. Warum ist dem Verfasser dieses Artikels dieser Widerspruch nicht aufgefallen? War da ein Klatsch Fan am Werk? Wahr ist, dass der Mieter sich eine andere Wohnung gesucht hat und entnervt ausgezogen ist!