Donnerstag , 20. September 2018
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Die geplante Arena schwebt noch immer als bestimmendes Thema über der Lüneburger Tagespolitik. (Foto: t&w)
Die geplante Arena schwebt noch immer als bestimmendes Thema über der Lüneburger Tagespolitik. (Foto: t&w)

Gellerser stehen zu Volleyballern

Reppenstedt/Lüneburg. Die Errichtung einer wettkampfgerechten Sporthalle für die Volleyball-Erstligisten der Spielvereinigung Gellersen (SVG) Lüneburg hatte die Samtgemeinde Gellersen bereits im August 2014 ins Auge gefasst. Damals gab der Samtgemeinderat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. Ziel war es, neben dem Leistungs- auch für den Breiten- und Freizeitsport zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Gutachter Professor Robin Kähler kam im März 2015 zu dem Schluss, dass Gellersen dafür zehn bis 15 Millionen Euro investieren müsste, ohne weitere Spitzensportangebote aber für Gellersen „überdimensioniert“ und besser in der Stadt Lüneburg aufgehoben wäre. Nachdem Stadt und Landkreis Lüneburg sich mit neuer Kraft für den Hallenbau engagieren wollten, nahmen die Gellerser jedoch wieder Abstand von derartigen Plänen. Jetzt könnten sich die Gellerser das aber noch einmal anders überlegen.

Bei der gelanten „Arena Lüneburger Land“ in der Stadt Lüneburg werden die Volleyballer nicht mehr oberste Priorität haben, sollte der Konzertveranstalter FKP Scorpio als favorisierter Betreiber einsteigen (LZ berichtete). Volleyball-Fan und Gellersens Samtgemeindebürgermeister Josef Röttgers sagt auf LZ-Nachfrage: „Ich nehme diese Entwicklung mit Befremden, Unverständnis und Bedauern zur Kenntnis. Die Halle ist unter den Voraussetzungen für die Volleyballer so nicht mehr sinnvoll nutzbar.“ Zu der Frage, wer in der Arena wohl die erste oder die zweite Geige spiele, sagt Röttgers: „Die Volleyballer sind wohl nur noch die Triangel, die beim Orchester sparsam zum Einsatz kommt.“ Er könne zudem nicht nachvollziehen, „ob die Kreispolitik diese zur Eventarena mutierte Halle so miträgt“. Hingegen habe die Samtgemeinde immer zu ihren Volleyballern gestanden. Röttgers: „Im Moment baue ich darauf, dass es noch zu einer tragbaren Lösung kommt, bei der auch die SVG unter vernünftigen Bedingungen ihren Platz in der Arena findet.“

Falls nicht, so Röttgers, „müssen wir als Samtgemeinde mit der SVG und anderen Kommunen das Gespräch suchen, ob es noch andere Alternativen gibt“. Diesen Gesprächen würde sich zumindest auch die Gemeinde Reppenstedt nicht verschließen, bestätigt auf LZ-Nachfrage CDU-Gemeindebürgermeister Peter Bergen, der auch Sprecher der schwarz-roten Mehrheitsgruppe im Gellerser Samtgemeinderat ist. Bergen: „Wir haben das Thema wettkampfgerechte Sporthalle mit auf Agenda gesetzt.“ Und auch Hinrich Bonin hatte 2014 seitens der SPD erklärt: „Wenn andere unseren SV Gellersen hängen lassen, kommen halt wir in die Puschen.“ Aktuell habe es dazu aber noch keine neuen Überlegungen gegeben, heißt es. Noch nicht.

Zur Sache

Arena-Gespräche auf Entscheider-Ebene

In Sachen „Arena Lüneburger Land“ halten sich die Verantwortlichen an den selbstverordneten Maulkorb. Allenfalls Andreas Bahlburg, Geschäftsführer des Volleyball Erstligisten SVG Lüneburg freut sich gegenüber der LZ, dass der Landkreis Lüneburg als Bauherr nun das klärende Gespräch zwischen dem designierten Betreiber sowie der SVG als sportlichen Hauptnutzer suchen will. Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt hatte angekündigt, sowohl mit den Lüneburger Volleyballern als auch dem Konzertveranstalter FKP Scorpio sprechen zu wollen, um schließlich bei der Kreistagssitzung am 26. Februar über die Ergebnisse berichten zu können.

Gegenüber der LZ bestätigte Nahrstedt gestern, dass die Gesprächstermine wohl zustande kämen – mehr aber nicht. Nahrstedt: „Ich will darüber nicht mehr über die Presse kommunizieren, und ich will jetzt auch nicht der Erste sein, der damit wieder anfängt.“ Ähnlich sieht das SVG-Chef Bahlburg. Der sagt nur so viel: „Ich bin froh, dass wir jetzt ins Gespräch kommen.“ Denn: Es sei „zielführend, dass wir auf der Ebene der Entscheidungsträger über die weitere Entwicklung reden“. Für die SVG sei vor allem das Thema Kosten elementar. Wie berichtet, hatte sich die SVG zuletzt vor allem an den Kosten zum Aus- und Einbau des mobilen Sportbodens gestoßen, die auch beim – nicht garantierten – Trainingsbetrieb anfielen. Nahrstedt hatte nun alle Seiten zu Kompromissbereitschaft aufgerufen.

Während die Abgeordneten des Kreistages bei der Sitzung am Montag, 26. Februar, ab 16 Uhr in der Ritterakademie ins Bild gesetzt werden sollen, wird speziell für die Adendorfer Bevölkerung eine Bürgerinformationsveranstaltung zur Arena geplant. Die Gemeinde sorgt sich mit Blick auf die Arena in direkter Nachbarschaft im Lüneburger Gewerbegebiet „Vrestorfer Heide“ um die Verkehrs- und Parkplatzproblematik. Bürgermeister Thomas Maack sagt: „In Absprache mit Stadt und Landkreis haben wir einen Termin Ende März, Anfang April vorgesehen.“ Das genaue Datum werde noch abgestimmt. dth

Von Dennis Thomas

17 Kommentare

  1. Was für eine Schildbürgerei!

    Der Privatunternehmer und SVG-GmbH-Geschäftsführer Andreas Bahlburg ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten.

    Wenn er für sein exotisches Bundesliga-Volleyball-Entertainment-Business eine Halle braucht, wieso baut er sich und seinen maximal 500 Fans im Kreis dann keine? Soll er doch alleine, wie es jeder ordentliche hanseatische Kaufmann tut, mit seinem Privatprojekt ins Risiko gehen, sich Investoren suchen und für die (zweifellos erheblichen) Risiken persönlich haften. Ist es die Aufgabe der Samtgemeinde Gellersen oder die des Landkreises Lüneburg, ihm eine solche Gebäudehülle unentgeltlich zur Verfügung zu stellen und auf den Betriebskosten und den Folgelasten sitzen zu bleiben? Würde dagegen von einem Tischler oder einem Galeristen geklagt, die auch gerne ein solches Geschenk bekommen, aber nicht erhalten würden, wäre das teure juristische Fiasko für die daran beteiligten Gemeindevertreter schon in der untersten Instanz so gut wie sicher.

  2. es darf gelacht werden. erfolgreiche sportler werden solange gesponsert, solange sie erfolg haben. volleyball ist immer noch eine randsportart. gut, es sind überwiegend die angeblichen schlauen, die diese sportart betreiben. so schlau, wo das geld fair für ihren sport herkommen soll, sind sie aber nicht.
    Gellerser stehen zu Volleyballern ist eine Scherzbehauptung. es sind nur immer die gleichen.

    • Sportler werden vor allem dann gesponsert, wenn sie über eine große mediale Reichweite verfügen.
      Volleyball bekommt auf Spartensendern wie Sport1 zunehmend mehr mehr Aufmerksamkeit (und ist in der Zweitverwertung durchaus auch in Zusammenfassungen auf den öffentlich-rechtlichen zu sehen), aber eben nur, wenn in Hallen gespielt wird, die auch eine TV-Produktion zulassen.
      Ohne Halle – keine Lizenz.
      Ohne Halle – keine Sponsoren.
      Ohne Sponsoren – keine langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
      Darauf weist die SVG seit Beginn der Diskussionen um eine neue Halle hin. Stets wurde (und wird) von der Politik zugesagt, zu unterstützen. Und zuletzt würde das bestehende Konzept erheblich zuungunsten der SVG geändert. Finden Sie es nicht verständlich, dass das Management der SVG darauf hinweist?
      Übrigens, da gerade die Olympischen Spiele stattfinden: sehen Sie sich dort einmal um, wie viele der Deutschen Medaillengewinner durch ihre Anstellung in Sportfördergruppen von Bundeswehr, Bundespolizei und Zoll aus Steuermitteln finanziert werden. Öffentliche Förderung von Spitzensport ist (von wenigen ertragreichen Sportarten abgesehen) üblich!

      • Wie geschrieben, wenn Andreas Bahlburg eine Halle möchte, soll er sich eine bauen und sie auch selbst bezahlen.

        Zu Ihrem Dauergemaunze ist längst alles gesagt:

        »Der Kreis DARF aus Gründen des Beihilferechts den Volleyballern finanziell NICHT unter die Arme greifen. Zumal nicht der Verein, sondern deren angegliederte Sportbetriebsgesellschaft offiziell als Hallennutzer auftreten würde. Dazu heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme des Kreises: ›Würde eine kostenlose Nutzungsüberlassung geregelt, wäre dies (…) rechtswidrig. Denn der Landkreis würde aus Steuermitteln für einen Zweck, der nicht zu seinem Aufgabenkreis zählt, einem Privatunternehmen eine Zuwendung gewähren.‹«

        Siehe: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1481802-arena-ohne-volleyballer-wirtschaftlicher

    • So ist es, Klaus Bruns. Die SVG Lüneburg Spielbetriebs GmbH, eine private geschäftliche Unternehmung von Herrn Bahlburg, die ja angeblich so großartig wirtschaftet, Gewaltiges fürs „Image“ unserer Region leistet und solch ein ungemein großes Publikum in Stadt und Land besitzt, dass das Vorhalten von 3.500 Zuschauerplätzen unerlässlich ist (alles Behauptungen übrigens, für die bisher jeder auf nachprüfbaren empirischen Daten gestützte Nachweis fehlt), diese Bahlburg-GmbH hätte selbst Geld in die Hand nehmen und ihre eigene Halle bauen sollen. Erstens gäbe es diese Halle dann aller Wahrscheinlichkeit nach jetzt bereits und zweitens wäre sie nach den kaufmännischen Grundsätzen ehrlicher Hanseaten allein auf Risiko der Bahlburg-GmbH finanziert und nicht versucht worden, eine illegitime Begünstigung mit jämmerlicher Erpressung und fadenscheinigen Argumenten den Steuerzahlern aus der Tasche zu leiern.

      Eine „originäre Aufgabe der öffentlichen Hand“ gibt es im Arena-Kontext nämlich NICHT – und hat es auch NIE gegeben. Sie war eine Erfindung.

      Denn, Klaus Bruns, was von „der Verwaltung“ für die Vorlage vom 27. Juni 2016 im Rat der Hansestadt Lüneburg formuliert wurde, auf dessen Basis der ganze Schlamassel – bis heute – im Rollen gehalten wird, war eine riesige, fette und durch kein noch so „gutes“ Wünschen und Wollen zu rechtfertigende (und inzwischen implizit auch einbekannte) Zweck- und Überrumplungslüge: „Die Nutzung der Arena wird in Schulsport, Breitensport durch Vereine, in kommunalen Veranstaltungen sowie weiteren sportlichen, kulturellen und kommerziellen Veranstaltungen mit lokalem Bezug liegen. Bei der Vorhaltung öffentlicher Einrichtungen für ihre Einwohnerinnen und Einwohner für kulturelle und sportliche Zwecke handelt es sich um originäre Aufgaben der öffentlichen Hand. Die Errichtung der Halle dient somit insoweit der Aufgabenerfüllung von Landkreis und Hansestadt und kommt deren Bewohnerinnen und Bewohnern zugute. Diese kommunalen Nutzungen stellen einen wesentlichen Anteil der Gesamtnutzung der Halle dar. Die vorgesehene Nutzung durch den Volleyball-Bundesligisten ‚Spielvereinigung Gellersen-Lüneburg‘ (für Training und Heimspiele) und die Durchführung kommerzieller Veranstaltungen betrifft im Wesentlichen vom Landkreis und von der Hansestadt Lüneburg nicht nachgefragte Zeiten, die die Nutzung durch diese nicht wesentlich beeinträchtigen. Dies gilt auch dann, wenn den gewerblichen Nutzungen im Konfliktfall ein Vorrang gegenüber der kommunalen Nutzung eingeräumt wird.“ (VO/6759/16, Seite 4)

  3. Ähnlich sieht das SVG-Chef Bahlburg. Der sagt nur so viel: „Ich bin froh, dass wir jetzt ins Gespräch kommen.“ Hat man denn bislang noch nicht miteinander über den Bedarf, die Finanzkraft der SVG, den Trainingsbetrieb und den Spielplan gesprochen? Ich denke die Halle sollte vorrangig für die SVG gebaut werden (was natürlich noch ein völlig anderes Thema ist). Das ist ja fast so als wenn ich zum Friseur gehe, der lustig und munter drauf los schneidet und mich hinterher fragt wie ich mir mit Glatze gefalle.

  4. SVG am Hallenboden zerstört?

    An alle Träumer: Die SVG ist außerhalb der deutschen Volleyballwelt ohne Bedeutung. Volleyball war, ist und wird immer eine Randsportart in Deutschland bleiben. Wie alle anderen Mannschafts-Ballsportarten, außer Fußball, ebenfalls. Als Fan einer Randsportart heiße ich das nicht gut. Ändert aber nicht das Geringste an der Tatsache. Deshalb kann die SVG kein wirksamer Botschafter für Lüneburg sein und hat auch kein Anrecht darauf, in der Arena die erste Geige zu spielen.

    Nein, Bundesliga an sich ist nicht das höchste der Gefühle. Andernfalls müssten wir hoffen, dass Lüneburg und Umland keinen Unterwasserrugby-Bundesligisten hervorbringt, der ein auf sich zugeschnittenes Tauch – ähm – Schwimmbad einfordert.

    Aber endet die Lüneburger SVG Geschichte mit einem Crash auf dem harten Betonboden der Arena? Nein! Hier vorab und exklusiv die wichtigsten Ergebnisse des Spitzentreffens vom kommenden Montag zum Thema Arena und Nutzung dieser durch die SVG (Quelle: Glaskugel).

    Der Betreiber garantiert für die Laufzeit des Betreibervertrags, dass die SVG die Arena an mindestens 16 Tagen pro Jahr Volleyball-Veranstaltungen durchführen kann. Der Mietpreis beträgt hierfür 4.000 € (netto) je Veranstaltung. Die Stadt und der Landkreis Lüneburg schaffen einen für Spiele der Volleyball-Bundesliga geeigneten mobilen Hallenboden an (Kosten ca. 45.000 €). Der Boden wird in der Arena gelagert. Die SVG hat jederzeit Zugang zu diesem, kann ihn kostenlos nutzen und in Eigenregie in der Arena auf- und abbauen. In Zeiten, die nicht vom Betreiber beansprucht werden, kann die SVG kann den Sportboden verlegen/liegenlassen um darauf zu trainieren, bis der Innenraum der Arena anderweitig benötigt wird. Die SVG garantiert den rechtzeitigen Abbau.

  5. Wer sich das Verhältnis von Hoppe, Bahlburg, Mädge und Nahrstedt zur FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH angemessen vorstellen möchte, sollte sich dieses Bild genau anschauen: https://www.luenepost.de/lokales/bekommt-lueneburg-eine-neue-sport-und-stadthalle/

    … und sollte sich an den Kommentar erinnern, den Lutz schon am 21. Juni 2017 um 13:33 Uhr gepostet hat:

    „Noch ist der Betreibervertrag nicht unterzeichnet. Warten wir ab, wessen Name am Ende darunter erscheint. Wir befinden uns immerhin in Lüneburg! Nicht nur bei dem berühmten Brettspiel, Alice Car, gibt es Dreiecksmanöver, Scheinangriffe und Abzugsschach.“

    Quelle: https://www.landeszeitung.de/sport/volleyball/126542-schicksal-der-svg-mit-der-arena-verbunden#comment-37861

  6. „Arena-Gespräche auf Entscheider-Ebene“

    Ach, Herr Mädge, Herr Nahrstedt, Herr Bahlburg und Herr Koopmans sind „die Entscheider“? Ist das bei uns in Lüneburg so, dass Dienstpersonal und Lieferanten entscheiden? Handelt es sich bei diesen Herren denn nicht bloß um zwei geschäftliche Interessenten (Bahlburg, Koopmans), die von Beschlüssen profitieren möchten, und um zwei Hauptverwaltungsbeamte (Mädge, Nahrstedt), die Beschlüsse bloß auszuführen und umzusetzen haben, welche die Kreistags- bzw. die Ratsmitglieder, die tatsächlichen Entscheider nämlich, ihnen zuvor müssen aufgegeben haben?

    • Sehr guter Arena-Kommentar. Die Wurstis Mädge und Nahrstedt glauben tatsächlich, sie selbst seien „die Stadt“ oder „der Kreis“ und alle anderen seien bloß Knetmasse in ihren Händen: „die Politik“ genauso wie „die Bürger da draußen im Lande oder auf der Straße“.

      „Macht korrumpiert und absolute Macht korrumpiert absolut“, meinte schon neulich Lord Acton, einer der scharfsichtigsten Beobachter unserer Lüneburger Lokalpolitik in der Ära des ergrauten Sozi-Tandems.

  7. Es geht bei diesem ganzen hin und her letztlich um ein paar Heimspiele im Jahr. Vieviele sind es genau? Es sollte wirklich überlegt werden, diese paar Spiele in Hamburg auszutragen. Das Potential Hamburger Volleyballfreunde kann dabei auch noch gehoben werden und führt sicherlich zu höheren Zuschauerzahlen und Einnahmen als in Lüneburg.
    Also mein Tip: Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende

    • Das kann nicht sein Klaus in Lüneburg wird nicht Politik nach Bedarf gemacht sondern vornehmlich nach Geldtopf bzw. Fördertopf. Dieser Geldtopf steht nunmal für die Arena zur Verfügung und daher wird auch gebaut, ob es Sinn macht oder nicht ist dabei zweitrangig. Das wird jetzt durchgezogen.

  8. Arenastand im Lüneburger Land

    Der erste Spatenstich zum Bau der geplanten „Arena Lüneburger Land“ ist nicht absehbar.

    Ein ausverhandelter Betreibervertrag, der dem Kreisausschuss schon im August vorliegen sollte, existiert bis heute nicht.

    Dem entspricht, dass ein abschließendes Betreiberkonzept nicht existiert.

    Woraus sich ergibt, dass eine „bilaterale Vereinbarung“ zwischen SVG-GmbH und Betreiber nicht existiert.

    Kreis und Stadt haben ein nicht zweckmäßiges Grundstück viel zu teuer erworben.

    Die teuer mit eingekauften Planungen des Vorbesitzers („Projektentwickler“ Sallier) sind untauglich und müssen kostspielig umgearbeitet werden.

    Ein abschließender Hallenbauplan existiert nicht.

    Raumgestaltung, Statik und Innenausbau sind offen.

    Über Bodenbeschaffenheit und Deckenkonstruktion ist noch nicht abschließend entschieden.

    Eine abschließende Kostenkalkulation und Finanzierungsplanung existiert nicht.

    Planungsrisiken und Planungsmehraufwand sind noch nicht bezifferbar.

    Tatsächliche Investitionskosten und auch die langfristigen Betriebskosten stehen noch nicht fest.

    Die Bewältigung der absehbaren Parkraum- und Verkehrsprobleme im Umfeld der Arena sowie die mutmaßlichen erheblichen Kosten zu deren Lösung sind noch völlig ungeklärt und natürlich auch noch nicht beziffert.

    Fest steht nur die Blanko-Abmachung: Laut Finanzvertrag zwischen dem Kreis und der Stadt Lüneburg, der unterschrieben vorliegt, beteiligt sich die Stadt an maximal 40 Prozent der Kosten, — wobei deren Höhe noch offen ist! (Eine „Deckelung“, wie immer behauptet wird, gibt es weder de facto noch de jure.)

    Schul- und Breitensport wird es in der Arena nicht geben.

    Die über einen Zeitraum von 20 Jahren laufenden Finanzierungs- und Betriebskostenzuschüsse für die SVG-Event-Arena entnimmt die Stadt (225.000 € brutto p. a.) dem Teilhaushalt 53 – Bildung und Betreuung / Budget Schule und Sport, der Kreis entnimmt seine Zahlungsanteile der Kreisschulbaukasse.

    (Referenzen meines Destillats: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1228482-arena-lueneburger-land-kommt-da-noch-was
    und: https://jj12.wordpress.com/2017/10/27/wie-man-eine-entschuldigung-umschifft-ich-war-doch-nur-der-bote/#comment-1336)

    LG, Leo Fischer

  9. ›Würde eine kostenlose Nutzungsüberlassung geregelt, wäre dies (…) rechtswidrig. Denn der Landkreis würde aus Steuermitteln für einen Zweck, der nicht zu seinem Aufgabenkreis zählt, einem Privatunternehmen eine Zuwendung gewähren.‹

    Dieser Satz aus der schriftlichen Stellungnahme des Landratsamtes scheint mir entscheidend für alle vermeintlichen Ansprüche von Bahlburg oder anderen SVG-„Förderern“.

  10. Karsten Bostelmann

    Es darf gelacht werden.