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Herpes-Erkrankungen können bei Pferden sogar tödlich sein. (Foto: t&w)
Herpes-Erkrankungen können bei Pferden sogar tödlich sein. (Foto: t&w)

Pferdeherpes im Privatstall

Luhmühlen. In einem privaten Pensionsstall in Luhmühlen ist ein Pferd an Herpes erkrankt. Das bestätigt die betroffene Stallbetreiberin Martina Neben. „Seit Donnerstag liegen uns die Laborergebnisse vor“, sagt sie. Die Diagnose: „Herpes 1 in abgeschwächter Form.“

Dem Pferd selbst geht es schon wieder gut. „Das Fieber ist verschwunden, Hinweise auf weitere Krankheitsfälle im Stall gibt es derzeit nicht“, sagt Neben. Trotzdem hat sie den Stall unter Quarantäne gestellt, um eine Ausbreitung der ansteckenden und in der Pferdeszene gefürchteten Viruserkrankung zu verhindern. Anzeige- oder meldepflichtig ist der Krankheitsausbruch nicht. „Wir haben aber alle umliegenden Stallbetreiber und Pferdebesitzer informiert.“

Das bestätigt unter anderem der Geschäftsführer des benachbarten Ausbildungszentrums Luhmühlen (AZL), Dr. Roland Wörner. „Wir wissen von dem Fall und beobachten alle Pferde in unserem Stall sehr genau.“ Doch aktuell liegen auch dort keine Hinweise auf weitere Krankheitsfälle vor.

Tiere erkranken unterschiedlich stark

In der Pferdeszene sorgt der Fall dennoch für Aufregung, denn am Wochenende findet dort ein Springturnier des Pferdezucht- und Reitvereins Luhmühlen statt. „Abgesagt wird das Turnier wegen des Herpes-Falls nicht“, sagt Wörner, „alle Teilnehmer werden darüber aber informiert.“ So könne jeder selbst entscheiden, ob er mit seinem Pferd zu dem Turnier kommt oder nicht.

In den vergangenen Jahren gab es in der Region immer wieder zum Teil sehr schwere, in Einzelfällen sogar tödliche Herpes-Erkrankungen bei Pferden. Grundsätzlich erkranken die Tiere an dem Virus unterschiedlich stark, viele tragen das Virus auch in sich, ohne zu erkranken. Gefährlich für das betroffene Tier wird es vor allem, wenn Herpes in seiner neurologischen Form auftritt. Warnungen dafür sind hohes Fieber und Störungen des Bewegungsapparates. off