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Bombenentschärfung in Lüneburg. Foto: phs

+ + + Blindgängerfund in der Elfenbruchwiese: + + + News Ticker

Lüneburg. Um 11:44 Uhr, konnte der Sprengmeister Michael Tillschneider vom Kampfmittelbeseitigungsdienst in Munster melden, dass die auf der Elfenbruchwiese im Ortsteil Oedeme entdeckte, 100 lbs bzw. 45 Kilogramm schwere Fliegerbombe erfolgreich entschärft und der Zünder im Anschluss gezielt gesprengt werden konnte. Die Anwohner aus dem evakuierten Bereich können damit in ihre Häuser zurück kehren.

Die  ca. 1.400 Bewohner waren bereits im Vorfeld darüber informiert worden, dass sie während der Entschärfung ihre Wohnungen und das Gebiet in einem Radius von 500 Meter um den Fundort herum verlassen müssen. Zwischenfälle hat es hierbei aus polizeilicher Sicht nicht gegeben. Nach knapp drei Stunden konnten die Anwohner in ihre Wohnungen zurück kehren.

Die Polizei bedankt sich bei den Lüneburgern und insbesondere den Anwohnern für ihre Kooperation, die dazu beigetragen hat, dass der Einsatz zügig und ohne Zeitverlust durchgeführt werden konnte.

Von der Polizei waren ca. 100 Kräfte im Einsatz, von der Stadt Lüneburg 20.

Sprengmeister Michael Tillschneider vom Kampfmittelbeseitigungsdienst
in Munster Foto: phs

11.44 Uhr:

Der Blindgänger-Einsatz in Oedeme ist jetzt erfolgreich beendet. Es befand sich tatsächlich eine 100-lbs-US-Fliegerbombe (rd. 50 Kilo) an der vermuteten Stelle, der Zünde konnte gesprengt werden – es droht keine Gefahr mehr. Die Evakuierung ist jetzt wieder aufgehoben. Alle können in ihre Häuser zurück.

11.25 Uhr:

Am Fundort des Blindgängers gehen die Arbeiten voran. Schon jetzt steht fest, dass an dem Objekt ein Zünder gesprengt werden muss. Es wird dann ein kurzer Knall zu hören sein. Wann es soweit ist, steht noch nicht fest – aber niemand muss sich deswegen erschrecken.

11.12 Uhr:

Lüneburg. Die Evakuierungen in Oedeme sind angelaufen, Lautsprecherwagen der Polizei informierten über die Räumung eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg. Theoretisch müssten 1400 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Da aber viele beispielsweise zur Arbeit unterwegs sind, fällt die Zahl geringer aus. In der Notunterkunft in der Turnhalle der Grundschule Häcklingen ging DRK-Bereitschaftsleiter Marcel Stürmer von rund 140 Personen aus, die das Angebot nutzen.
Das Rote Kreuz bietet einen Fahrservice für Menschen an, die Schwierigkeiten mit dem Gehen haben. „Das nutzen etwa zehn Personen“, sagte Stürmer. Mit 25 Ehrenamtlichen hält er warme und kalte Getränke sowie Snacks bereit. Auch der Wirt der Vereinsgaststätte der Eintracht hat geöffnet. Nersojsa Gavrilovic möchte seinen Nachbarn beistehen. Eine Handvoll Gäste saß am Vormittag bei Kaffee zusammen.

Um 10.55 Uhr hieß es, das Gebiet sei geräumt. Sprengmeister Michael Tillschneider und seine Kollegen bereiten sich vor, den Blindgänger zu entschärfen. Für den Experten ein Routinejob. Allein in Lüneburg ist es seit 2014 die 14. Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die entschärft wird.

Von Carlo Eggeling

11.05 Uhr:

Die Evakuierung konnte jetzt erfolgreich abgeschlossen werden, der erforderliche 500-Meter-Radius um die Fundstelle ist menschenleer. Der Kampfmittelräumdienst kann an die Arbeit gehen. In der Notunterkunft haben sich 34 Menschen eingefunden. Alles läuft planmäßig.

9.46 Uhr:

FOTOGALERIE:

9.20 Uhr:

Evakuierung in Oedeme angelaufen – Polizei mit Lautsprecher im Gebiet unterwegs – Straßensperren aufgestellt – um 9.30 Uhr fahren die ersten Sonderbusse ins Evakuierungsquartier

Lüneburg. Seit wenigen Minuten ist die Evakuierung für die Blindgängersuche in Oedeme angelaufen. Die AGL hat Straßensperren an den Eingangsstraßen zum betroffenen Gebiet aufgestellt, die Polizei sorgt dafür, dass nur noch Leute heraus-, aber nicht mehr hineinfahren können. Ebenso fährt die Polizei aktuell mit Lautsprecherwagen durch das Gebiet um alle rund 1400 Personen zu informieren, dass sie ab jetzt ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen.

In der Turnhalle der Grundschule Häcklingen stehen Helferinnen und Helfer der Hansestadt Lüneburg und des DRK bereit. Jeder, der nicht weiß, wo er sich bis zum Ende der Evakuierung aufhalten soll, ist dort herzlich willkommen. Es gibt Getränke, Snacks und Informationen. Kostenlose Sonderbusse der KVG fahren um 9.30 Uhr und um 10.30 Uhr dorthin, sie starten ab den Haltestellen Steinweg (stadteinwärts) und Eintracht-Sportplatz (Soltauer Allee/ stadtauswärts).

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst ist vor Ort an der Elfenbruchwiese und bereitet sich auf die Freilegung und Entschärfung vor. Die Fachleute vermuten mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg.

Das Bürgertelefon der Hansestadt ist seit heute Morgen um 6 Uhr besetzt. Da die Hansestadt schon frühzeitig über viele Details informieren konnte, kamen relativ wenige Fragen bis dato. Alles läuft soweit ruhig. sp

Mittwoch, 8.15 Uhr:

Die Vorbereitungen für die Evakuierung rund um die Fundstelle eines möglichen Blindgängers in der Elfenbruchwiese laufen bei allen Helferinnen und Helfern auf Hochtouren.

Ab 9 Uhr müssen die rund 1400 betroffenen Anwohner ihre Häuser und Wohnungen räumen. Die Linienbusse im Evakuierungsgebiet sind bereits 8 Uhr umgeleitet worden.

Foto: KVG

HOTLINE: Tel. 04131 309-3100

Ausweichquartier für alle, die nicht wissen, wo sie sich bis zum Abschluss der Evakuierung sicher aufhalten können, ist ab 9 Uhr die Turnhalle der Grundschule Häcklingen am Embser Kirchweg 2. Dort halten Helferinnen und Helfer Getränke und Snacks bereit. Das Quartier bleibt bis zum Ende der Evakuierung geöffnet, es gibt dort auch jeweils Infos zum aktuellen Sachstand.

Lüneburg. Schon jetzt steht fest, dass am kommenden Mittwoch, 7. März 2018, rund 1400 Personen in Lüneburgs Süden morgens ab 9 Uhr für einige Stunden ihre Häuser und Wohnungen räumen müssen. Die Evakuierung ist erforderlich, um einen Blindgänger-verdachtspunkt zu beseitigen. Schulen und andere öffentliche Einrichtungen sind praktisch nicht betroffen. Der Berufsverkehr kann noch normal fließen, erst danach kommt es zu Straßensperrungen. Auch für die Buslinien und den Güterverkehr sind nur wenige Einschränkungen zu erwarten.

Das betroffene Gebiet liegt rund um die Fundstelle in der Elfenbruchwiese und erstreckt sich über den südwestlichen Bockelsberg, die südlichen Quartiere Oedemes, In der Süßen Heide, Im Kamp sowie nordwestlich und nördlich, etwa vom Steinweg bis zum Ovelgönner Weg (siehe Karte und Liste der von der Evakuierung betroffenen Straßen und Hausnummern). Was dieses Mal anders ist als bei den vorgehenden 13 Evakuierungen seit 2014: Auch wenn die Kampfmittelexperten jetzt noch nicht mit Sicherheit sagen können, was da im Untergrund liegt, steht doch schon fest, dass evakuiert werden muss. Das hängt mit dem sehr feuchten und damit veränderlichen Untergrund an der Fundstelle zusammen, der dazu zwingt, zwei Schritte in einem zu erledigen. Der Vorteil für alle Betroffenen: Sie können sich schon früh auf die Evakuierung einstellen.

Alle Fakten für die anstehende Evakuierung (Stand: 2. März) auf einen Blick:

Betroffen sind folgende Adressen (wenn keine Hausnummer angegeben ist, ist die gesamte Straße betroffen):

Am Eichenwald

Eichenkamp

Erlengrund

Häcklinger Weg 31, 33, 39, 41, 43, 43A, 45, 45A, 47

Hasenburg

Hasenburger Weg 26, 28, 30, 32, 33, 33A, 34, 35, 36, 36A, 38, 39, 41, 43, 43A, 43B, 43C, 45, 47, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60, 61, 62, 63, 65, 66, 67, 68, 69, 71, 73, 75, 77, 79, 81, 83, 85, 87

Im Kamp

Im Sandfeld

In der Süßen Heide 1, 1A, 2, 2A, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 12

Kieselweg 9, 10, 11, 12, 13, 14, 16

Kunkelberg 1, 1A, 1B, 1C, 2, 3, 3A, 3B, 3C, 3D, 5, 5A, 5B, 5C

Oedemer Busch 5, 7, 9, 10, 11, 13, 15, 17, 19, 21, 23

Ovelgönner Weg 10A, 14A, 14B, 16, 16A, 16B, 18, 20, 22, 47, 49, 51, 63, 65, 67, 69, 71

Soltauer Allee

Steinweg

Tüner Berg

Zum Elfenbruch

Ausweichquartier für alle, die nicht wissen, wo sie sich bis zum Abschluss der Evakuierung sicher aufhalten können, ist am Mittwoch, 7. März, ab 9 Uhr die Turnhalle der Grundschule Häcklingen am Embser Kirchweg 2. Dort halten Helferinnen und Helfer Getränke und Snacks bereit. Das Ausweichquartier bleibt bis zum Ende der Evakuierung geöffnet, es gibt dort auch jeweils Infos zum aktuellen Sachstand.

Es fahren um 9.30 Uhr und um 10.30 Uhr jeweils kostenlose Sonderbusse der KVG dorthin, sie starten ab den Haltestellen Steinweg (stadteinwärts) und Eintracht-Sportplatz (Soltauer Allee/ stadtauswärts).

Einschränkungen Busse: Die Schulbusse fahren morgens wie üblich. Die Linienbusse im Evakuierungsgebiet werden ab 8 Uhr umgeleitet. Genauere Informationen dazu gibt die KVG Lüneburg am Montag bekannt, sie werden dann auch hier ergänzt.

Einschränkungen Bahn: Betroffen ist nur die Güterzug-Strecke der OHE. Auf die Personenzüge, gleich in welche Richtung, hat die Evakuierung keinen Einfluss.

Einschränkung Straßenverkehr: Bis 9 Uhr sind alle Straßen normal befahrbar. Dann beginnt die Polizei das Gebiet zu räumen und Straßen zu sperren. Die größte Einschränkung ist, dass die Soltauer Allee ab der Kreuzung Häcklinger Weg bis zur Kreuzung Soltauer Straße / Ovelgönner Weg dann nicht mehr zu befahren ist.

Wer über die B 209 aus Richtung Soltau kommt und in die Innenstadt möchte, fährt nicht in Richtung Rettmer ab, sondern nimmt zwei Ausfahrten später das Häcklinger Kreuz und fährt über die Uelzener Straße in die Stadt hinein.

Wer aus Rettmer in die Stadt fahren möchte, kann dazu den Häcklinger Weg nutzen. Dieser bleibt durchgängig befahrbar.

Aus der nördlichen Richtung kann man entweder von der Scharnhorststraße auf die Uelzener Straße ausweichen oder über Heidkamp auf den Oedemer Weg.

Zusatz-Info für Fußgänger und Radfahrer: Die Waldwege von der Wichernstraße und aus der Hasenburger Schweiz in Richtung der Straße Am Eichenwald können in der Evakuierungszeit nicht genutzt werden.

Schul- und Kita-Ausfall: Es sind keine Schulen betroffen – einzig die Grundschule Häcklingen muss an diesem Vormittag auf Sportunterricht verzichten.

Der Waldkindergarten Bockelsberg ist informiert und trifft sich an einem anderen, nicht betroffenen Ort im Wald.

Sportanlage entlang der Soltauer Allee: Ein Teil der Sportplätze liegt im Evakuierungsradius. Die Sportvereine sind informiert.

Auch das Bürgertelefon der Hansestadt, Tel. (04131) 309-3100 ist für Fragen besetzt, am Dienstag, 6. März, von 7.30 Uhr bis 20 Uhr sowie am Mittwoch ab 6 Uhr morgens bis zum Ende der Evakuierung.

Denken Sie bitte auch an Ihre Nachbarn, die vielleicht kein Internet haben, älter sind oder nicht so gut Deutsch sprechen, und informieren sie.

Zur Besonderheit des Verdachtspunktes: Aufgrund der Lage in der sehr feuchten Wiese laufen schon seit den letzten Februartagen Vorbereitungen, um vor Ort überhaupt arbeiten zu können. Platten wurden verlegt und Pumpen installiert, um in einem kleinen, abgesteckten Gebiet Wasser abzupumpen. Parallel wollen sich die Fachleute vom Kampfmittelräumdienst Schollenberger bis auf einen Meter an den Verdachtspunkt heranarbeiten, und zwar bis Dienstag. So richtig weitergehen können die Arbeiten dann erst am Mittwoch, wenn alle Menschen den 500-Meter-Radius um den Verdachtspunkt herum verlassen haben. Joachim Bodendieck, Leiter des Bereichs Ordnung der Hansestadt, erklärt: „In dem Moment, wo die Kampfmittelräumer den Fund freilegen, um erkennen zu können, was genau sich im Boden befindet, müssen sie auch schon an die Entschärfung gehen, sollte es sich tatsächlich um einen Blindgänger handeln, was wir für sehr wahrscheinlich halten. Das Risiko, dass sich sonst der Blindgänger in dieser Art Untergrund, wie wir ihn an der Stelle haben, womöglich noch bewegt, wäre viel zu hoch.“

Gerade angesichts der besonderen landschaftlichen Situation allerdings können die Informationen immer nur den aktuellen Stand abbilden. Alle Betroffenen sind aufgerufen, sich vor allem am Dienstag und Mittwoch, auf den bekannten Kanälen zu informieren.

2 Kommentare

  1. Manfred Bergmann

    Hallo aus Niedersachsen,

    nach Zeitzeugenaussagen soll es in den Wiesen rings um die
    OHE- Bahnlinie gegen Kriegsende weit mehr als 50 Bombentrichter
    gegeben haben, die alsbald verfüllt worden sind.
    Die Chronik -800 Jahre Oedeme- berichtet auf Seite 167 über die
    Geschehenisse vom 07.04.1945.
    Da sieht das stark nach einem Flächenwurf gegen die Bahnlinie und
    das Umfeld aus.
    In Ovelgönne wurde die Frau Bergmann ein ziviles Opfer dieses
    Moral Bombings.
    Vielleicht sollten die Verantwortlichen sich das einmal durchlesen, in den
    Wiesen wird aufgrund des weichen Untergrundes noch mehr zu finden sein.

    • Hallo zu Manfred Bergmann,

      der Mann, der alle Marmeladengläser aufmachen kann, tourt derzeit wieder durch Hildesheim. Bitte stellen Sie sich mit Ihrem schwer zu öffnenden Marmeladenglas an den Straßenrand.