Donnerstag , 20. September 2018
Aktuell
Home | Lokales | 2,4 Millionen Euro für Museums-Modernisierung
Das Ostpreußische Landesmuseum an der Ritterstraße. (Foto: Archiv)
Das Ostpreußische Landesmuseum an der Ritterstraße. (Foto: Archiv)

2,4 Millionen Euro für Museums-Modernisierung

Lüneburg. Das Ostpreußische Landesmuseum (OLM) in Lüneburg wird ausgebaut. Wie Björn Thümler, Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, miteillte, plant die Landesregierung, bis zum Jahr 2022 insgesamt 2,4 Millionen Euro zur Finanzierung eines Erweiterungsbaus zur Verfügung zu stellen.

„Das Ostpreußische Landesmuseum ist ein echtes Highlight in der niedersächsischen Museumslandschaft“, hieß es in der Pressemitteilung weiter. Mit den Ausstellungsobjekten zu dem Philosophen Immanuel Kant und seinen Beständen aus dem Werk der Künstlerin Käthe Kollwitz werde es weiter an Bedeutung gewinnen. Es sei ihm „ein Herzensanliegen“, das Haus noch attraktiver zu machen. Der geplante  Erweiterungsbau ermögliche es, die wertvollen Bestände ansprechend und zeitgemäß zu präsentierten: „Dies wird den Kulturstandort Lüneburg deutlich stärken.“

Dritter Bauabschnitt für Immanuel Kant

Das OLM in der Trägerschaft der Kulturstiftung Ostpreußen wird durch den Bund und das Land Niedersachsen gefördert. Das Museum gibt Einblicke in die Kultur und Geschichte Ostpreußens und des Baltikums. 2016 hatte das OLM umfangreiche Bestände der Stiftung „Stadt Königsberg“ von einem Museum in Duisburg übernommen. Dazu gehören insbesondere Objekte zu Immanuel Kant, für die das Lüneburger Haus nun um einen dritten Bauabschnitt erweitert werden soll.

Der derzeit in Arbeit befindliche zweite Bauabschnitt soll in diesem Jahr fertig werden. Die Kosten für den geplanten dritten Bauabschnitt werden auf acht Millionen Euro geschätzt. Der Bund hatte 2017 bereits zugesagt, sich mit 5,6 Millionen Euro zu beteiligen, sofern das Land Niedersachsen seinerseits einen Anteil von 30 Prozent aufbringe.

„Diese Voraussetzung erfüllen wir mit unserer Zusage und schaffen durch die gemeinsamen Anstrengungen von Bund und Land die Basis für eine erfolgreiche Arbeit des Museums“, betont Thümler. lz

One comment

  1. Rudolf Schaller

    Wenn Björn Thümler, Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, dem es „ein Herzensanliegen“ ist, das Ostpreußische Landesmuseum „noch attraktiver zu machen“, um „die wertvollen Bestände ansprechend und zeitgemäß zu präsentieren“, auch nur die Geburtsjahre von Kant und Kollwitz auswendig weiß, fress ich einen Besen.