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Der Verbindungsweg zwischen Vögelsen und Radbruch soll nach dem Willen der Mehrheitsfraktion im Samtgemeinderat Bardowick einen Fahrradstreifen erhalten. Foto: t&w

Mehr Sicherheit für die Radfahrer

Bardowick. Der Verbindungsweg zwischen Radbruch und Vögelsen soll, so der Wunsch der Mehrheitsgruppe SPD/Grüne/WfB im Bardowicker Samtgemeinderat, einen Fahrrad streifen bekommen. Der zweieinhalb Kilometer lange Weg sei, so SPD-Fraktionssprecher Manfred Mundt während der jüngsten Ratssitzung, auf Initiative der Mehrheitsfraktion nach deren Antritt 2011 hergerichtet worden. Schon damals habe man die Frage des Radweges diskutiert, jedoch ohne Ergebnis. Nun soll der Weg, der von vielen Autofahrern als Abkürzung in Richtung Autobahn genutzt wird, für die Radfahrer sicherer werden.

Sanierung hat 250.000 Euro gekostet

Durch den Autoverkehr komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen, wenn Radfahrer auf den unbefestigten Seitenstreifen ausweichen müssen. So argumentiert die Mehrheitsfraktion im Rat in ihrem Antrag. Auf der westlichen Seite der Straße soll nun ein rund zwei Meter breiter Fahrradstreifen realisiert werden. Das Bauamt der Samtgemeinde soll klären, wie dieser Radweg ausgeführt werden könne. Man habe die Straße vor einigen Jahren sehr günstig ausbessern können.

Anstatt der ursprünglich veranschlagten 600.000 Euro habe die Sanierung lediglich 250.000 Euro gekostet, allerdings ohne den Bau eines Radweges ins Auge zu fassen.

„Das Bauamt sagt, die Straße ist in Ordnung“

„Damals ist ins Regal für Sonderangebote gegriffen worden“, lautete denn auch die Kritik von Gustav Rieckmann (CDU). Jetzt einen Radweg anzubauen sei lediglich eine Fortsetzung der Flickschusterei, so Rieckmann weiter. Seine Fraktion sehe keine Möglichkeit, einen vernünftigen Radweg entlang des Weges einzurichten und werde daher der Forderung der Mehrheitsfraktion nicht zustimmen.

„Das Bauamt sagt, die Straße ist in Ordnung“, wollte Mundt diese Kritik nicht auf sich sitzen lassen. Wäre man 2011 dem Votum der CDU gefolgt, gäbe es die Straße inzwischen gar nicht mehr. „Wir müssen versuchen, eine vernünftige Lösung zu finden“, appellierte er an die CDU-Fraktion, die allerdings zu großen Teilen bei der Ablehnung des Planes blieb. Mit 16 Ja- und sieben Gegenstimmen erging aber schließlich der Auftrag an das Bauamt, den Anbau eines Radweges an die Straße zu prüfen. fw